Sebastian Schnoy

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Sebastian Schnoy in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, 2017

Sebastian Schnoy (* 14. August 1969[1] in Hamburg) ist ein deutscher Kabarettist, Schriftsteller, Keynote Speaker und Moderator.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Schnoy wuchs in Hamburg auf und machte sein Abitur auf dem Lohmühlengymnasium. Nach dem Zivildienst studierte er an der Universität Hamburg Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik und Psychologie, machte aber keinen Abschluss. 1992 lebte er in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Von 1990 bis 1997 war er Gitarrist und Komponist der Band The Roving Bottles. 1997 unternahm er als Stand-up-Comedian erste Schritte auf Bühnen, so im Schmidt Theater auf der Reeperbahn und im Quatsch Comedy Club. 1998 hatte sein erstes Soloprogramm im Foolsgarden in Hamburg Premiere. Seit 2006 schreibt Sebastian Schnoy Sachbücher und Romane. Drei seiner Sachbücher waren auf der Bestsellerliste von Spiegel Online.

Schnoy ist mit einer Französin verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Hamburg.[2]

Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Schnoy ist seit 1998 mit Kabarettprogrammen in Deutschland vertreten. Mit seinen Programmen, in denen er Politisches in Verbindung mit Geschichte humorvoll beleuchtet, ist er auf Tournee in Deutschland und in der Schweiz. Er spielte u. a. in den Berliner Theater Die Wühlmäuse, im academixer in Leipzig, im Theater Fauteuil in Basel sowie in Alma Hoppes Lustspielhaus und in Schmidts Tivoli in Hamburg.

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3sat strahlte 1999 sein Solo-Programm aus. Sebastian Schnoy war mehrmals Gast in der NDR Talkshow, bei Kabarett aus Franken im BR und beim SR-Gesellschaftsabend. Zweimal spielte er für den Quatsch Comedy Club auf PRO 7. Es folgten Kurzauftritte im SWR in der Sendung Freunde in der Mäulesmühle, der WDR-Sendung Mitternachtsspitzen, Mann an Bord und Auftritte als Talkgast in der Sendung Markus Lanz im ZDF, Tietjen und Hirschhausen im NDR, sowie den Sendungen Spezlwirtschaft und Kabarett am Aschermittwoch im Bayerischen Fernsehen.

Moderator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hamburger Imperial Theater veranstaltete und moderierte Sebastian Schnoy, zusammen mit dem Kabarettisten Kerim Pamuk, von 2000 bis 2006 die Catbird Comedy Show. Er war 2002 Initiator des jährlich stattfindenden „Hamburger Comedypokals“, bei dem er auch als Moderator tätig ist. Bis heute moderiert Schnoy regelmäßig den Quatsch Comedy Club in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart. Beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 organisierte und moderierte er das G20-Gegendinner der Kunst in Alma Hoppes Lustspielhaus.

Keynote Speaker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Keynote Speaker ist Sebastian Schnoy für Unternehmen und Institutionen tätig, sowie ehrenamtlich für den Flüchtlingshilfeverein borderline-europe und das ambulante Hospiz KinderpaCT Hamburg.

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 veröffentlichte der Berliner Satyr Verlag Schnoys Romandebüt Rampenfieber. Im Jahr 2009 erschien das Buch Smörrebröd in Napoli – ein vergnüglicher Streifzug durch Europa beim Rowohlt Verlag und stand 14 Wochen auf der Bestsellerliste von Spiegel Online. Im August 2010 erschien sein Buch Heimat ist, was man vermisst und stand drei Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste für Taschenbücher. Sein vierter Roman erschien im August 2011 unter dem Titel Lass uns Feinde bleiben im Rowohlt Verlag. Sein Buch Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt stand auf Platz 12 der Spiegel Bestsellerliste.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchveröffentlichungen
  • 2016: Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt, Piper Verlag, München, ISBN 978-3-492-06055-4
  • 2016: Hamburg – Satirisches Reisegepäck, Michael Müller Verlag, Erlangen, ISBN 978-3-956-54409-5
  • 2014: Ghostdater, Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, ISBN 978-3-499-26693-5
  • 2013: Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt. Eine heitere Historie Europas, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, ISBN 978-3-499-63017-0
  • 2011: Lass uns Feinde bleiben, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, ISBN 978-3-499-25494-9
  • 2010: Heimat ist, was man vermisst – eine vergnügliche Suche nach dem deutschen Zuhause, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, ISBN 978-3-499-62647-0
  • 2009: Smörrebröd in Napoli – ein vergnüglicher Streifzug durch Europa, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, ISBN 978-3-499-62449-0
  • 2006: Rampenfieber, Roman, Satyr Verlag, Berlin, ISBN 978-3-938-62521-7
CD-Veröffentlichungen
  • 2010: Heimat ist, was man vermisst – eine vergnügliche Suche nach dem deutschen Zuhause, Eichborn Verlag
  • 2009: Hauptsache Europa, Mitschnitt des Geschichtskabaretts von Sebastian Schnoy im Haus der Springmaus in Bonn, Eichborn Verlag
Kolumnen
  • 2010: Frankfurter Presse, Witzig & Wahr
  • 2009: WELT und Berliner Morgenpost, Wenn Deutsche reisen; Weser Kurier, Mit Schnoy in Europa
  • 2008: Szene Hamburg, Schnoys Restaurant-Test; Hamburger Morgenpost, Die Comedy Kolumne
  • 2007: Fit for Fun, Der Sportmuffel

Kabarettprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: Luther war ein Blogger
  • 2016: Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt. Von der irren Jagd nach dem Geld
  • 2016: Hauptsache Europa! Jetzt erst recht!, Neuauflage des Europa Programms
  • 2015: Von Stauffenberg zu Guttenberg – Der Adel patzt immer kurz vor Schluss
  • 2013: Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt
  • 2008: Paris, London, Hongkong – Hauptsache Europa
  • 2005: Ich bin ein freies Land
  • 2003: Waschbrettbauch in 90 Minuten
  • 1999: Der große Spielspaß

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Lüdenscheider Lüsterklemme – 2. Platz
  • 2017: Emser Pastillchen für 2 Stimmbänder, Bad Ems
  • 2012: Hamburger Comedy Pokal – Ehrenpreis
  • 2003: FFN Comedy Award, Hannover
  • 2002: Heilbronner Lorbeere, Gaffenberg Festival Heilbronn
  • 1999: Stuttgarter Besen – Hölzerner Besen
  • 1999: Scharfe Barte – 3. Platz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Geschichte für Dummies In: Hamburger Morgenpost, 3. Juli 2013, S. 27.