Spy – Susan Cooper Undercover

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Filmdaten
Deutscher TitelSpy – Susan Cooper Undercover
OriginaltitelSpy
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2015
LängeKinofassung: 120 Minuten
erweiterte Fassung: 130 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1],
FSK 16 (erweiterte Fassung)[2]

JMK 12[3]
Stab
RegiePaul Feig
DrehbuchPaul Feig
ProduktionPaul Feig,
Jessie Henderson,
Peter Chernin,
Jenno Topping
MusikTheodore Shapiro
KameraRobert D. Yeoman
SchnittMellissa Bretherton,
Brent White
Besetzung

Spy – Susan Cooper Undercover (Originaltitel: Spy, englisch für „Spion“) ist eine US-amerikanische Action-Filmkomödie von Paul Feig aus dem Jahr 2015. Melissa McCarthy spielt die Rolle der CIA-Analystin Susan Cooper, die einen gefährlichen Waffenhändler ausspionieren muss. Der von 20th Century Fox vertriebene Film hatte im März 2015 seine Premiere beim South by Southwest Film Festival. In den US-Kinos startete er am 5. Juni 2015, in Deutschland bereits einen Tag früher.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susan Cooper arbeitet als Analystin für die CIA. Sie ist für die Planung der gefährlichen Missionen des Geheimdienstes verantwortlich und ist somit ausschließlich am Schreibtisch tätig. Als jedoch ihr Partner Bradley Fine, mit dem sie während seiner Einsätze per Funk und versteckter Kamera in Kontakt steht und in den sie verliebt ist, von der schönen Rayna Boyanov vor ihren Augen erschossen wird und diese offenbart, dass sie die Identität der weiteren Agenten kennt somit auch Rick Ford, ein weiterer Agent, in höchste Gefahr gerät, meldet Susan sich selbst als Undercover-Agentin. Bei ihrem Einsatz soll sie Informationen über die Organisation von Raynas Vater, eines gefährlichen Waffenhändlers, der nach eigenen Angaben als einziger wusste, wo sich eine Atombombe befindet und den Fine versehentlich erschossen hat, sammeln. Somit beginnt für Susan das größte Abenteuer ihres Lebens. Susan fährt zunächst nach Paris und nimmt dort die Spur der Terroristen auf. Rick Ford, der zwischenzeitlich aus Protest gegen Susans Einsatz bei der CIA gekündigt hat, taucht ebenfalls dort auf, um auf eigene Faust die Terroristen zu finden. Er möchte jedoch nicht mit Susan zusammen arbeiten. Susan verhindert ein Attentat auf Ford und tötet gleichzeitig einen der Terroristen.

Die Terroristen hinterlassen eine Spur nach Rom, der Susan folgt. Obwohl sie eigentlich nur beobachten soll, infiltriert sie die Organisation und rettet erneut Rick Ford das Leben. Entgegen ihrer Anweisungen, keinen Kontakt mit den Terroristen aufzunehmen, nähert sie sich Rayna Boyanov und rettet auch diese vor einem Attentat, denn Rayna war eine enge Vertraute ihres Vaters und ist somit nun die Einzige, die weiß, wo sich die Atombombe befindet, die ihr Vater verkaufen wollte. Als Dank dafür nimmt Rayna sie in ihrem Privatjet nach Budapest mit. Cooper erfindet eine Identität als geheimer Bodyguard für Rayna, doch sie fliegt auf. Sie findet heraus, dass ihr Kollege Bradley Fine seinen Tod vorgetäuscht hat, um Raynas Vertrauen zu erlangen. Anschliessend gelingt es Cooper, den Verkauf der Atomwaffe zu verhindern, und Rayna muss ins Gefängnis. Susan Cooper wird nun weiterhin im Außeneinsatz eingesetzt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte Juni 2013 gab der Regisseur Paul Feig bekannt, dass er an einer weiblichen Agentenkomödie namens Susan Cooper arbeite.[4] Feig fungiert dabei als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Rund einen Monat später wurde die weibliche Hauptrolle mit Melissa McCarthy besetzt, die somit nach Brautalarm und Taffe Mädels zum dritten Mal mit Feig zusammen arbeitet.[5] Im Oktober desselben Jahres wurden Rose Byrne und Jason Statham für den Film gecastet.[6] Stathams Teilnahme am Film wurde erst im Februar 2014 offiziell bestätigt.[7] Im November 2013 gab 20th Century Fox den Kinostart sowie den endgültigen Titel Spy bekannt.

Im März 2014 schloss sich neben Jude Law auch noch Nargis Fakhri, die mit diesem Film ihr Hollywood-Debüt gab, dem Projekt an.[8][9] Kurze Zeit später wurden Rollen an Miranda Hart, Bobby Cannavale und Nia Long vergeben.[10] Anfang April 2014 gab 50 Cent bekannt, dass er einen Gastauftritt absolvieren würde.[11] Im selben Monat konnten Morena Baccarin, Allison Janney und Zach Woods für den Film verpflichtet werden. Verka Serduchka bekam eine Cameo-Rolle als Sänger.[12]

Die Dreharbeiten zu Spy – Susan Cooper Undercover begannen am 31. März 2014 in Budapest, Ungarn.[13] Gedreht wurde bis einschließlich Ende Mai 2014.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film feierte am 15. März 2015 seine Premiere auf dem South-by-Southwest-Festival. In den Vereinigten Staaten war der Film ursprünglich für den 22. Mai 2015 geplant, wurde jedoch im März 2015 auf den 5. Juni verschoben. In Deutschland startete der Film bereits am 4. Juni 2015. Auf DVD und Blu-ray ist er in Deutschland am 8. Oktober 2015 erschienen.[14] In der auf DVD bzw. Blu-ray veröffentlichten erweiterten Filmfassung ist die Produktion annähernd zehn Minuten länger als die Kinoversion.[15]

In vielen europäischen Ländern erschien der Film bereits Ende Mai 2015 in den Kinos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Angaben der Filmwebseite Rotten Tomatoes vergaben 95 % der 195 untersuchten Filmkritiken ein positives Urteil.[16] Auf der Webseite Metacritic erhielt der Film eine durchschnittliche Bewertung von 75 aus 100 basierend auf 40 Kritiken.[17]

Christoph Petersen von Filmstarts.de urteilte, dass der Film „keine doppelbödige 007-Meta-Spielerei wie zuletzt Kingsman: The Secret Service“ sei, „sondern eine kerzengerade Action-Komödie“, die dabei „verdammt lustig“ sei.[18]

Der Filmdienst sah in Spy – Susan Cooper Undercover eine „[u]nterhaltsame, ganz auf ihre Hauptdarstellerin zugeschnittene Agentenfilm-Parodie“, bei der die Genre-Versatzstücke lustvoll „auf die Spitze getrieben“ und „mit lakonischen Dialogen und rasant inszeniertem Slapstick verbunden“ werden.[19]

Westfälische Nachrichten bezeichneten Melissa McCarthy als „überschätzte komische Wuchtbrumme vom Dienst“ und den Film als Tiefpunkt der Parodien „mit einem verbalen Rekord von vulgären, unflätigen, derben, ordinären und geschmacklosen Sprüchen und Gags unterhalb der Gürtellinie“.[20]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Spy – Susan Cooper Undercover. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2015 (PDF; Prüf­nummer: 151 564 K).
  2. Freigabebescheinigung für Spy – Susan Cooper Undercover. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2015 (PDF; Prüf­nummer: 151 564 V).
  3. Alterskennzeichnung für Spy – Susan Cooper Undercover. Jugendmedien­kommission.
  4. Jeff Sneider: Paul Feig Developing Female James Bond Comedy ‘Susan Cooper’. In: TheWrap.com. 18. Juni 2013. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  5. Dave McNary: Melissa McCarthy May Play Female James Bond in Comedy. In: Variety.com. 25. Juli 2013. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  6. Mike Fleming Jr: Jason Statham Eyes Spy Role With Melissa McCarthy In Fox Comedy ‘Susan Cooper’. In: Deadline.com. 21. Oktober 2013. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  7. Justin Kroll: Jason Statham to Join Melissa McCarthy in Fox’s ‘Susan Cooper’. In: Variety.com. 26. Februar 2014. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  8. Jeff Sneider: Jude Law Nearing Deal to Join Melissa McCarthy’s Spy Comedy ‘Susan Cooper’ (Exclusive). In: TheWrap.com. 6. März 2014. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  9. Umer Qazi: Nargis Fakhri to appear in Hollywood film featuring Jason Statham. In: Brecorder.com. 12. März 2014. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  10. Mike Fleming Jr: Paul Feig Taps Miranda Hart For Female Spy Comedy. In: Deadline.com. 28. März 2014. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  11. Borys Kit: 50 Cent Joins Melissa McCarthy in 'Spy' (Exclusive). In: TheHollywoodReporter.com. 1. April 2014. Abgerufen am 3. Mai 2015.
  12. ‘Spy’ Party: Melissa McCarthy Hits the Stage With Ukrainian Drag Performer, variety.com
  13. SSN INSIDER STAFF: ON THE SET FOR 3/31/14: PAUL FEIG AND MELISSA MCCARTHY START ‘SPY’ AND MICHAEL FASSBENDER WRAPS ‘MACBETH’. In: ssninsider.com. 31. März 2014. Archiviert vom Original am 12. Juni 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ssninsider.com Abgerufen am 3. Mai 2015.
  14. "Spy - Susan Cooper Undercover" im Extended Cut auf Blu-ray Disc. In: Bluray-disc.de. 22. Juli 2015. Abgerufen am 28. Juli 2015.
  15. schnittberichte.com, abgerufen am 11. Oktober 2015
  16. Rotten Tomatoes. Abgerufen am 14. Juli 2015.
  17. Metacritic. Abgerufen am 14. Juli 2015.
  18. Christoph Petersen: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Spy – Susan Cooper undercover. Filmstarts.de, abgerufen am 3. Mai 2015 (deutsch).
  19. Kritik der FILMDIENST.de-Redaktion Spy – Susan Cooper undercover. Filmdienst, abgerufen am 2. Juni 2016 (deutsch).
  20. Hans Gerhold: Spy – Susan Cooper Undercover Wuchtige Agentin im Sturzflug. wn.de, abgerufen am 30. Dezember 2015 (deutsch).