St. Johannis (Ansbach)

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Außenansicht; am unteren Teil
des Turmes ist das Kriegerdenkmal zu erkennen.
Das Kriegerdenkmal 1914–1918 am Turm

Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Johannis ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Ansbach, einer kreisfreien Stadt in Mittelfranken (Bayern).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht zum Chor

Die Pfarrei wurde erstmals 1139 urkundlich erwähnt. Sie wurde vom Würzburger Bischof an den Altar St. Gumbert geschenkt. Baubeginn war im zweiten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts. Die Kirche ist dreischiffig. Es handelt sich um eine Pseudobasilika: Sie verfügt über ein erhöhtes Mittelschiff, jedoch fehlt eine eigene Belichtung des Mittelschiffs durch Obergadenfenster. Das Langhaus wurde 1435 fertiggestellt und eingedeckt. Auch die beiden Türme mit unterschiedlicher Höhe und Eindeckung sind wohl aus dieser Zeit. Mit dem Bau des Chores wurde laut Inschrift 1441 begonnen. Der Chorboden wurde bei der Anlage der Fürstengruft erhöht. Das Mittelschiff ist mit dem Chor zu einer räumlichen Einheit verbunden.

Das nördliche Langseite ist mit Streben gegliedert und der Marktseite zugewendet. Das Gebäude ist aus Sandsteinquadern gemauert.[1]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1962 von der Orgelbaufirma Rieger (Schwarzach, Österreich) erbaut, und 1991 durch die Orgelbaufirma Mühleisen (Leonberg) reorganisiert. Das Schleifladen-Instrument hat 46 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind elektrisch.[2]

I Rückpositiv C–g3
1. Gedackt 8′
2. Quintade 8′
3. Prinzipal 4′
4. Spillpfeife 4′
5. Oktave 2′
6. Waldflöte 2′
7. Quinte 113
8. Sifflöte 1′
9. Sesquialtera II 223
10. Scharff IV-VI 1′
11. Dulcian 16′
12. Cromorne 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
13. Quintadena 16′
14. Prinzipal 8′
15. Piffaro (D) 8′
16. Rohrflöte 8′
17. Gemshorn 8′
18. Oktave 4′
19. Nachthorn 4′
20. Nasat 1223
21. Oktave 2′
22. Mixtur VI-VIII 113
23. Sesquialtera II-III 113
horizontal
24. Trompete 16′
25. Trompete 8′
III Brust-Schwellwerk C–g3
26. Holzgedackt 8′
27. Prinzipal 4′
28. Rohrflöte 4′
29. Quinte 223
30. Gemshorn 2′
31. Terz 135
32. Oktave 1′
33. Scharff III 23
34. Trompette harmonique 8′
35. Regal 8′
Tremulant
Pedalwerk C–f1
36. Prinzipal 16′
37. Subbass 16′
38. Oktave 8′
39. Gedackt 8′
40. Oktave 4′
41. Quintadena 4′
42. Nachthorn 2′
43. Mixtur VIII 223
44. Posaune 16′
45. Trompete 8′
46. Trompete 4′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reclams Kunstführer Bayern, 3. Auflage, Stuttgart 1961
  • Sabine Fack: Die Stadtpfarrkirche St. Johannis in Ansbach. Eine fränkische Pseudobasilika aus dem Spätmittelalter (= Mittelfränkische Studien 7), Ansbach 1987
  • Günther P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 17–21.
  • Manfred Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert: Klöster, Pfarreien und jüdische Gemeinden im Altlandkreis Ansbach im Mittelalter und in der Neuzeit (= Mittelfränkische Studien. Band 20). Historischer Verein für Mittelfranken, Ansbach 2009, ISBN 978-3-87707-771-9, S. 134–137.
  • Hans Sommer mit e. Arbeitskreis d. Dekanates (Hrsg.): Es geschah im Namen des Glaubens: evangelisch im Dekanat Ansbach (= Reihe Porträts bayerischer Dekanatsbezirke). Verlag der Evangelisch-Lutherischen Mission, Erlangen 1991, ISBN 978-3-87214-248-1, S. 43–51.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Johannis (Ansbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reclams Kunstführer Bayern, 3. Auflage, Stuttgart 1961, S. 48−49
  2. Informationen zur Orgel

Koordinaten: 49° 18′ 11″ N, 10° 34′ 15″ O