Orgelbau Mühleisen

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Orgelbau Mühleisen ist ein Orgelbauunternehmen, das von Konrad Mühleisen im Jahr 1986 in Leonberg gegründet wurde.

Geschichte des Unternehmens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernest Mühleisen (* 26. März 1897 in Echterdingen; † 10. Dezember 1981 in Straßburg) machte sich mit einer Orgelbauwerkstatt 1941 in Straßburg selbstständig und begründete das Familienunternehmen Manufacture d’Orgues Muhleisen.[1] Sein Bruder Gotthold Mühleisen war Betriebsleiter bei Orgelbau Friedrich Weigle, wo auch sein Sohn Konrad arbeitete. Als Firma Weigle im Jahr 1985 aufgelöst wurde, gründete Konrad Mühleisen mit anderen ehemaligen Weigle-Mitarbeitern in Leonberg ein eigenes Unternehmen.[2]

Die Firma hat bisher über 100 Orgelneubauten geliefert. Hinzu kommen Restaurierungen historischer Instrumente. Im Jahr 2015 beschäftigte sie 24 Mitarbeiter.[3]

Werkliste (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1990 Stuttgart-Zuffenhausen Pauluskirche III/P 38
1991 Hasborn-Dautweiler St. Bartholomäus
Hasborn-Dautweiler, St. Bartholomäus (2).JPG
II/P 29
1993 Schattertriesch St. Josef Schattertriesch, St. Josef Mühleisen-Orgel.JPG II/P 10 (11)
1998 Bad Münster am Stein-Ebernburg Maria Himmelfahrt II/P 26 mit Rückpositiv[4]
1999 Keitum (Sylt) St. Severin Keitum Kirche Orgel.jpg III/P 46
1999 Erfweiler-Ehlingen St. Mauritius II/P 18
2002 Braunschweig St. Albertus Magnus Braunschweig St. Albertus Magnus Orgel.jpg III/P 34 [5]
2002 Hamburg-Volksdorf Kirche am Rockenhof Rock orgelprospekt.jpg III/P 55 im Stil von Aristide Cavaillé-Coll[6]
2003 Flensburg Christuskirche II/P 30
2004 Stuttgart Stiftskirche Stuttgart-Stiftskirche-OrgelEmpore.JPG IV/P 81 8 Register der Vorgängerorgel von Walcker übernommen[7]
2006 Budapest Neue Philharmonie V/P 92 in der Tradition deutsch-französischer Romantik[8]
2007 Leonberg Johanneskirche III/P 50 im Stil der französischen Hochromantik
2002–2008 Bamberg St. Stephan Organ-Sankt-Stephan-1062799hdr.jpg III/P 54 Neubau hinter barockem Prospekt von 1710[9]
2009 Köln-Sülz St. Nikolaus III/P 51
2010 Arendal, Norwegen Trefoldighetskirken III/P 62
2013–2015 Hamburg-Harvestehude St. Johannis
Marcussen st johannis harvestehude.jpg
III/P 53 Wiederherstellung der Disposition von Marcussen & Søn (1882) unter Einbeziehung der erhaltenen Register mit romantischer Erweiterung im ursprünglichen Stil[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Orgelbau Mühleisen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manufacture d'Orgues Muhleisen: Geschichte, gesehen 20. Februar 2012.
  2. Fischer, Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. 1994, S. 269.
  3. Homepage Mühleisen: Vorstellung, gesehen 31. Mai 2015.
  4. Franz Bösken, Hermann Fischer, Matthias Thömmes: Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins (= Beiträge zur Mittelrheinischen Musikgeschichte. Band 40). Band 4/1: Regierungsbezirke Koblenz und Trier, Kreise Altenkirchen und Neuwied. Schott, Mainz 2005, ISBN 978-3-7957-1342-3, S. 146.
  5. Bild und Disposition (PDF-Datei; 406 kB), gesehen 20. Februar 2012.
  6. Orgel in Hamburg-Volksdorf, gesehen 21. Mai 2012.
  7. Orgel der Stiftskirche Stuttgart, gesehen 20. Februar 2012.
  8. Orgel in Budapest, gesehen 20. Februar 2012.
  9. Orgel in Bamberg, gesehen 21. Mai 2012.
  10. Orgel in Harvestehude, St. Johannis, abgerufen am 27. Oktober 2014.