St. Ursula (Martinfeld)

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St. Ursula

Die Kirche St. Ursula ist die römisch-katholische Filialkirche in Martinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Schimberg im Landkreis Eichsfeld von Thüringen. Die Filialgemeinde Martinfeld gehört zur Kirchengemeinde Ershausen im Dekanat Dingelstädt des Bistums Erfurt.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saalkirche wurde nach Plänen von M. H. Börnes 1723 aus Bruchsteinen erbaut. Der Turm ist wesentlich älter, er war ursprünglich die Kemenate des Hansteiner Herrenhauses. Am Portal im Westen steht in der Bauinschrift die Jahreszahl 1674. Das rechteckige Kirchenschiff hat einen dreiseitigen Abschluss des Chors, im Westen schließt der querrechteckige Glockenturm bündig an. Das oberste Geschoss des Turms ist verschiefert. In ihm befindet sich die Turmuhr. Darüber sitzt ein achtseitiger Aufsatz, hinter dessen Klangarkaden der Glockenstuhl ist. Die Glocke hat der Glockengießer Hans Rese 1505 gegossen. Am Glockenhals ist eine Schriftzeile zwischen Taubändern, darunter ein Relief mit einem Marienbildnis, einem Kruzifix sowie der heiligen Ursula und Anna selbdritt. Bedeckt ist der Turm mit einer polygonalen Haube. Im Chor befinden sich ein Mainzer Wappen und eine Bauinschrift.

Der Innenraum ist mit einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt. Der Turmraum ist zum Kirchenschiff mit einem Rundbogen geöffnet. Der Hochaltar von ca. 1730/1740 stammt aus dem Kloster Beuren. Zwischen Säulen aus Stuckmarmor stehen hell polychromierte und vergoldete Skulpturen einer Kreuzigungsgruppe. Im Gesprenge waren ursprünglich auf einem Relief die Fünf Wunden Christi, umgeben von Engeln mit den Leidenswerkzeugen dargestellt. Es befindet sich jetzt im Nebenaltar, ebenfalls ein Werk aus dem Kloster Beuren. Über ihm stehen die heilige Ursula und der Apostel Paulus. An der Südwand ist ein hölzernes Relief von ca. 1510 mit der Kreuzigung angebracht. Der Schrein eines Flügelaltars stammt von woanders.

Die Orgel mit 14 Registern, verteilt auf 2 Manuale und Pedal, wurde 1989 vom Orgelbau Schönefeld gebaut.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dekret über die Neuordnung der Dekanate im Bistum Erfurt
  2. Information zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: St. Ursula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 17′ 12″ N, 10° 10′ 51,7″ O