Stephan Pilsinger

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Stephan Pilsinger 2017

Stephan Nikolaus Pilsinger (* 17. Februar 1987[1] in München[2]) ist ein deutscher Politiker (CSU).[3]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Pilsinger absolvierte 2007 sein Abitur am Städtischen Adolf-Weber-Gymnasium München. Im Anschluss studierte er Humanmedizin an der Ludwig-Maximilian Universität München. Nach seiner Approbation[4] arbeitete er als Arzt in der Abteilung für Innere Medizin eines kommunalen Krankenhauses.[5]

Seit 2018 hat Pilsinger eine Nebentätigkeit als Hausarzt im Münchner Umland aufgenommen.[6]

Seit 2008 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Vindelicia München im CV. Später wurde er noch Mitglied der AV Tuisconia (Königsberg, Bonn) zu Landshut.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2002 trat Stephan Pilsinger der Jungen Union München bei und war Bezirksvorsitzender von 2013 bis zum Sommer 2019. 2005 erfolgte dann der Eintritt in die CSU. 2008 wurde er in den Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing der Landeshauptstadt München gewählt.[7] Pilsinger ist Bezirksvorsitzender der Jungen Union München. 2015 gewann er die Wahl zum Vorsitzenden der CSU Obermenzing.

Pilsinger wurde bei der Bundestagswahl 2017 mit 33,4 % der Erststimmen im Bundeswahlkreis 220 München-West/Mitte zum Mitglied des 19. Deutschen Bundestags gewählt.[8]

Ämter im Bundestag[9][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
  • Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Mitglied im Unterausschuss für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln
  • Stellvertretendes Mitglied im Unterausschuss Globale Gesundheit

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeburtlichen Bluttests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 19. September 2019 abschließend über die Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen der vorgeburtlichen Bluttests für Schwangere, die sogenannten nicht-invasiver molekulargenetischer Tests (NIPT), zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beraten. Der Beschluss sieht vor, dass ein NIPT in begründeten Einzelfällen und nach ärztlicher Beratung unter Verwendung einer Versicherteninformation erstattet werden können.[10] Anlässlich dieses Beschlusses forderte Stephan Pilsinger Eltern minderjähriger behinderter Kinder stärker zu unterstützen und zu entlasten.[11] Laut Stephan Pilsinger müsse ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, dass ein Kind mit einer Behinderung in seinem Wesen einzigartig ist und deshalb eine eher Bereicherung als eine Belastung darstellt. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlangt Stephan Pilsinger in einem Positionspapier bessere Bedingungen für Familien mit behinderten Kindern zu schaffen. Zudem sollen auch deutliche finanzielle und soziale Unterstützung zur Verfügung gestellt werden.[12]

Duogynon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei dem Thema Duogynon handelt es sich einen mutmaßlichen Arzneimittelskandal, der bis heute nicht aufgeklärt wurde. Zu dessen Klärung wurde ein überfraktionelles Fachgespräch, mit 26 Abgeordneten, auf Mitinitiative von Stephan Pilsinger, veranlasst.[13] Als Ergebnis wurde ein Beschwerdebrief an die Bundeskanzlerin verfasst. Der CSU-Politiker und Arzt kritisiert in diesem gemeinschaftlichen Brief, dass er nicht nachvollziehen könne wieso die Bundesregierung in diesem Fall bislang untätig geblieben ist. Stephan Pilsinger setzt sich dafür ein, auch in Deutschland eine umfassende und restlose Aufklärung der Duogynon-Fälle auf Regierungsebene zu erreichen und eine Entschädigung für Betroffene zu erwirken.[14][15]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Für München in Berlin In: wirtschaft, das IHK-Magazin für München und Oberbayern, 5/2017, S. 30.
  2. Stephan Pilsinger. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 28. September 2017.
  3. Deutscher Bundestag - Stephan Pilsinger. Abgerufen am 25. September 2019.
  4. Lebenslauf – Stephan Pilsinger – Bundestagsabgeordneter für München-West/Mitte. Abgerufen am 25. September 2019 (deutsch).
  5. Für München in Berlin In: wirtschaft, das IHK-Magazin für München und Oberbayern, 5/2017, S. 30.
  6. Lebenslauf – Stephan Pilsinger – Bundestagsabgeordneter für München-West/Mitte. Abgerufen am 25. September 2019 (deutsch).
  7. Die Mitglieder des BA 21. In: muenchen.info. Abgerufen am 28. September 2017.
  8. 220: München-West/Mitte bundeswahlleiter.de, abgerufen am 28. September 2017
  9. Deutscher Bundestag - Stephan Pilsinger. Abgerufen am 25. September 2019.
  10. Pressemitteilungen - Gemeinsamer Bundesausschuss. Abgerufen am 26. November 2019.
  11. tagesschau.de: Trisomie-Bluttest: Risikoärmer - aber ethisch vertretbar? Abgerufen am 26. November 2019.
  12. Abendzeitung Germany: CSU-Mann Stephan Pilsinger fordert: Eltern von behinderten Kindern mehr fördern! Abgerufen am 26. November 2019.
  13. Parlamentarisches Fachgespräch zum Thema „Duogynon“ durchgeführt – Stephan Pilsinger – Bundestagsabgeordneter für München-West/Mitte. Abgerufen am 26. November 2019 (deutsch).
  14. Avoxa-Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH: Duogynon: Politiker fordern Aufklärung. Abgerufen am 26. November 2019.
  15. Berliner Morgenpost- Berlin: Duogynon: Hormonmittel soll zu Missbildungen geführt haben. 8. Mai 2019, abgerufen am 26. November 2019 (deutsch).