Stripe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stripe, Inc.

Logo
Rechtsform Inc.
Gründung 2009[1]
Sitz San Francisco
Leitung CEO: Patrick Collison
Mitarbeiterzahl 900
Umsatz mehrere Milliarden
Branche Finanzdienstleistungen
Website https://stripe.com/de
Stand: 2018

Stripe ist ein Online-Bezahldienst mit Sitz im kalifornischen San Francisco. Die Dienstleistungen des Unternehmens werden in 25 Ländern angeboten.[2] Stripe verwendet ein selbstlernendes Betrugs-Präventions-System.[3] Anfang 2018 verfügte das Unternehmen über 900 Mitarbeiter.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009[5] entwickelten die Brüder Patrick und John Collison die Software von Stripe. Im Januar 2010 erhielt Stripe Startkapital von Y Combinator.[6]

Das Start-up-Unternehmen wird von CapitalG (Alphabet), Sequoia Capital, Visa, American Express, Peter Thiel und Elon Musk gefördert. 2012 erhielt Stripe in einer Finanzierungsrunde von seinen Investoren 18 Millionen US-Dollar.[7] Der Jahresertrag 2016 wurde von Forbes auf 450 Millionen US-Dollar geschätzt.[8] 2016 wurde das Unternehmen nach einer Investition von 150 Millionen US-Dollar durch CapitalG mit 9 Milliarden bewertet.[9][10]

2016 führte Stripe einen Radar Service zur Betrugserkennung ein, der maschinelles Lernen nutzt,[11] und startete die Plattform Atlas, die Start-Ups die Unternehmensgründung in den USA ermöglicht.[12][13]

Seit Juni 2017 bietet Stripe seinen Service auch in Deutschland an. Zu den ersten Kunden gehörten der Internetdienstleister Jimdo, der Putzhilfen-Vermittler Book a Tiger und die Plattform Croove.[14]

2017 investierte Stripe gemeinsam mit anderen Investoren 93 Millionen US Dollar in Monzo einer Online Bank aus Großbritannien.[15] 2018 folgte eine weitere Finanzierungsrunde für Monzo mit 85 Millionen Pfund.[16]

Im gleichen Jahr erhielt Stripe in einer weiteren Finanzierungsrunde 245 Millionen Dollar von Tiger Global Management, DST Global und Sequoia.[17] Das Unternehmen wurde mit 20 Milliarden US Dollar bewertet.[18]

2018 führte das Unternehmen eigene Kreditkarten ein.[19] Das Unternehmen hatte angekündigt ab April 2018 keine Bezahlungen per Bitcoin mehr zu akzeptieren. Damit reagierte Stripe nach Angaben eines Nachrichtendienstes auf eine geringere Nachfrage, langsame Transaktionen und hohe Gebühren.[4]

2019 belegte Stripe laut Forbes Platz 1 der größten Fintech-Unternehmen in Amerika.[20] Das Unternehmen wurde mit 22,5 Milliarden US-Dollar bewertet.[21]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stripe: Presseinformationen. Stripe. Abgerufen am 11. Mai 2017.
  2. Stripe: In your country. Stripe. Abgerufen am 11. Mai 2017.
  3. Radar: Stripe geht mit Künstlicher Intelligenz gegen E-Commerce-Betrug vor, t3n Magazin, 20. Oktober 2016
  4. a b Bezahldienstleister Stripe akzeptiert keine Bitcoins mehr. (bluebit.de [abgerufen am 31. Januar 2018]).
  5. Ein Gespräch mit dem jüngsten Selfmade-Milliardär der Welt. In: Gründerszene Magazin. (gruenderszene.de [abgerufen am 24. Januar 2018]).
  6. Chronik. Stripe, abgerufen am 24. Januar 2018.
  7. Morning Briefing: Zynga, B2B, Facebook, Wittlebee, Stripe, Brille24, Barpay, Hotels.com, Cisco. Abgerufen am 20. September 2019.
  8. How John And Patrick Collison Built Stripe Into The PayPal Of The Mobile Era. Forbes. 18. Januar 2016. Abgerufen am 11. Mai 2017.
  9. Dieser Bubi ist der jüngste Selfmade-Milliardär der Welt. 1. Dezember 2016, abgerufen am 20. September 2019.
  10. Stefanie Kemmner: Es gibt einen neuen jüngsten Selfmade-Milliardär der Welt — und seine Geschichte ist wirklich beeindruckend. Abgerufen am 20. September 2019.
  11. Stripe launches Radar to tackle e-commerce fraud with machine learning. In: TechCrunch. Abgerufen am 25. September 2019 (englisch).
  12. Der jüngste Milliardär, der sein Geld selbst erwirtschaftete. In: Welt. 29. November 2016, abgerufen am 25. September 2019.
  13. Stripe Expands Startup Tools With Atlas, For Foreign Companies To Incorporate In Delaware. In: TechCrunch. 24. Februar 2016, abgerufen am 25. September 2019 (englisch).
  14. Online-Bezahlservice: Stripe startet in Deutschland. (handelsblatt.com [abgerufen am 26. Januar 2018]).
  15. Camilla Hodgson: Monzo raises £71 million, doubling its valuation within 10 months. In: Business Insider. 7. November 2017, abgerufen am 27. September 2019.
  16. Monzo raises £85m to help launch new products and expand. In: Financial Times. 31. Oktober 2018, abgerufen am 27. September 2019 (englisch).
  17. Stripe: Bezahl-Startup ist jetzt 20 Milliarden Dollar wert. In: t3n.de. 26. September 2018, abgerufen am 27. September 2019.
  18. Stripe: Die jüngsten Selfmade-Milliardäre in Silicon Valley sind zwei irische Brüder. In: Handelsblatt. 27. September 2018, abgerufen am 27. September 2019.
  19. Stripe Starts Issuing Credit Cards. Bloomberg, 26. Juni 2018, abgerufen am 25. September 2019 (englisch).
  20. Jeff Kauflin: The 11 Biggest Fintech Companies In America 2019. In: Forbes. Abgerufen am 9. August 2019 (englisch).
  21. Jay Kim: Now Worth $22.5 Billion, Stripe Is Ready To Tackle The Next Wave Of Online Commerce In Asia. In: Forbes. Abgerufen am 9. August 2019 (englisch).