Stuttgart Scorpions

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stuttgart Scorpions Deutschland
Stuttgart Scorpions logo.png
Stadt: Stuttgart, Baden-Württemberg
Gegründet: 1982
Teamfarben: rot-weiß
Cheftrainer: Fabian Birkholz[1]
Liga (2016): GFL Süd
Größte Erfolge
2007 Vizemeister, German Bowl-Teilnahme
1998, 2007 Meister GFL Süd
1985, 1991, 1994 Aufstiege in die GFL
Stadion
Name: Gazi-Stadion auf der Waldau
Adresse: Guts-Muths Weg 4
70597 Stuttgart-Degerloch
Eigentümer: Stadt Stuttgart
Spielbelag: Naturrasen
Kapazität: 11.436
Kontakt
Anschrift: Jahnstraße 92
70597 Stuttgart
Internet: stuttgart-scorpions.de
Datenstand
11. Januar 2016
Freundschaftsspiel der Scorpions gegen die Düsseldorf Panther

Die Stuttgart Scorpions sind ein Verein für American Football in der German Football League (GFL – 1. Deutsche Liga) aus Stuttgart.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stuttgart Scorpions wurden 1982 von Harold Kienitz gegründet, als zweiter Footballclub in Stuttgart nach den bereits 1980 gegründeten Stuttgart Stallions. Später kamen noch die Büsnau Bats dazu.

1985 gelang den Scorpions der Aufstieg in die 1. Bundesliga, wo sie zwei Jahre verblieben. Nach dem Abstieg 1987 wurden die Scorpions 1990 Meister der 2. Bundesliga-Süd, konnten infolge einer Ligareform jedoch nicht aufsteigen. Dafür organisierten die Scorpions in Leipzig das erste American-Football-Spiel in der damals noch existierenden DDR und gewannen vor über 11.000 Zuschauern gegen den Erstligisten Badener Greifs.

1991 gelang den Scorpions der erneute Aufstieg in die 1. Liga. Zudem erlebten 4000 Zuschauer im Waldaustadion den 1. Stuttgarter Allstarbowl gegen eine Collegeauswahl unter der Leitung von Ex-NFL Coach Sam Rutigliano (Cleveland Browns, zweimal NFL Coach of the Year Award). 1992 konnte die erste Klasse nicht gehalten werden.

In der Zweiten Bundesliga Mitte 1993 wurden die Scorpions hinter den Frankfurt Gamblers, die sie einmal knapp schlagen konnten, Vizemeister. Die Gamblers scheiterten an der Aufstiegsrelegation, wechselten aber 1994 in eine Europaliga, und die Scorpions schafften nun den erneuten Aufstieg ins Oberhaus, die heutige German Football League. Dort sind sie seit 1995 durchgehend vertreten, und nur die Braunschweig Lions sind ein Jahr länger dabei.

Nachdem Harold Kienitz Ende 1996 als Vorsitzender zurückgetreten war, landeten die Scorpions 1997 auf dem letzten Platz der GFL-Süd. In zwei Relegationsspielen gegen den damaligen Zweitligameister Saarland Hurricanes schafften sie jedoch souverän den Klassenerhalt.

1998 wurden die Scorpions überraschend Meister der GFL-Süd und bezwangen die Kiel Baltic Hurricanes im Play-Off Viertelfinale, bevor sie gegen die Hamburg Blue Devils vor 4200 Zuschauern im Halbfinale ausschieden.

In der Saison 2001 erreichten die Scorpions nach einem Sieg über die Düsseldorf Panther das Play-Off Halbfinale, was ihnen in der Saison 2002 durch einen Viertelfinal-Sieg gegen die Cologne Crocodiles abermals gelang. In der Saison 2006 erreichten die Scorpions das Halbfinale durch einen Sieg gegen die Dresden Monarchs, mussten sich dort aber den Braunschweig Lions geschlagen geben.

Der German Bowl XXIX, die 29. Ausgabe des Endspiels der höchsten deutschen Footballliga, wurde 2007 an das Stuttgarter Gazi-Stadion auf der Waldau vergeben, die Heimspielstätte der Scorpions unter dem Fernsehturm. In der Saison 2007 wurden die Scorpions zum zweiten Mal nach 1998 Meister der GFL-Süd und schlugen die Hamburg Blue Devils im Play-Off Viertelfinale. Durch einen dramatischen Halbfinal-Sieg gegen die Berlin Adler erreichten die Scorpions 2007 erstmals das Finale um den German Bowl. Dort hatten zuletzt kaum Süd-Mannschaften gespielt, der letzte Süd-Sieg datierte gar von 1993. Das Finale verloren die Scorpions am 6. Oktober 2007 vor heimischer Kulisse und 8152 Zuschauern gegen die Braunschweig Lions mit 27:6.

In der Saison 2008 belegten die Scorpions den zweiten Platz in der Gruppe Süd, nachdem sie diese lange angeführt hatten, und empfingen im Viertelfinale wieder die Berlin Adler, schieden diesmal aber nach einem 6:9 aus den Play-Offs aus.

In der Saison 2009 belegten die Scorpions den dritten Platz in der Gruppe Süd und schieden im Viertelfinale bei den Kiel Baltic Hurricanes aus den Play-Offs aus.

In der Saison 2010 belegten die Scorpions den vierten Platz in der Gruppe Süd und verloren im Viertelfinale wieder bei den Kiel Baltic Hurricanes, dem späteren German Bowl Sieger, nur knapp mit 21:23.

In der Saison 2011 belegten die Scorpions den dritten Platz in der Gruppe Süd. Im Viertelfinale bei den Mönchengladbach Mavericks führten die Scorpions im zweiten Viertel mit 17:6, musste sich am Ende aber mit 17:43 geschlagen geben.

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gazi-Stadion

Von 1982 bis 1996 leitete Harold Kienitz den Verein, auf den Klaus Mecherlein († 28. März 2008), Rolf Pommer, Hans-Joachim Scherb und Kurt Paulus als Vorsitzende folgten. Im November 2008 übernahm Ute Zielke die Leitung des Vereins und hatte dieses Amt bis 2011 innehatte. 2011 übernahm der damalig 24 jährige Markus Würtele das Ruder und führt den Verein bis heute.

1999 gründeten die Scorpions einen eigenen Verein, den ASC Stuttgart Scorpions, um die Unabhängigkeit von anderen Sportvereinen zu erhalten.

Die Stuttgart Scorpions sind für ihre ambitionierte Jugendarbeit bekannt. Die Scorpions-Jugend gehört daher seit langem zu den erfolgreichsten deutschen Jugendmannschaften und ist fünffacher deutscher Jugend-Vizemeister. 1988 gewann die Scorpions-Jugend mit ihrem damaligen Quarterback Patrick Faifr den Panda-Bowl (Turnier der besten sechs deutschen Jugendmannschaften) durch einen Final-Sieg gegen die Berlin Adler.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gabriel Kalus läuft mit der Fahne der Scorpions vor seiner Mannschaft ins Eberhard-Bauer-Stadion ein

Die Stuttgart Scorpions tragen ihre Heimspiele im Gazi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch unterhalb des Fernsehturms aus. Das Gazi-Stadion auf der Waldau fasst ca. 11.500 Zuschauer.

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Mannschaft:
    • 1990: Meister 2. Bundesliga-Süd
    • 1991: Meister 2. Bundesliga-Süd
    • 1998: Meister 1. Bundesliga-Süd (heute: GFL-Süd)
    • 2007: Meister GFL-Süd und Vizemeister GFL
  • Jugend:
    • 1988: Gewinn des Panda-Bowl
    • 1992: Deutscher Vizemeister
    • 1999: Deutscher Vizemeister
    • 2001: Deutscher Vizemeister
    • 2007: Deutscher Vizemeister
    • 2008: Deutscher Vizemeister

Teams im ASC Stuttgart Scorpions[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stuttgart Scorpions, Herren Tackle Football
  • Junior Scorpions, Jugend Tackle Football
  • Flag Scorpions, Junior Flag Football
  • Flag Pack, Senior Flag Football
  • Stuttgart Scorpions Sisters, Damen Football

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scorpions machen Birkholz zum Cheftrainer, Stuttgarter Zeitung vom 15.11.2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stuttgart Scorpions – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien