SuisseID

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Logo von SuisseID

Die SuisseID ist der erste standardisierte elektronische Identitätsnachweis der Schweiz, mit dem eine rechtsgültige elektronische Signatur möglich ist. Mit der als USB-Stick oder Chipkarte erhältlichen SuisseID können Geschäfte von Privatpersonen mit Firmen beziehungsweise Verwaltungen direkt über das Internet oder per E-Mail abgeschlossen werden.

Einführungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der dritten Stufe konjunktureller Stabilisierungsmassnahmen hat der Bundesrat die beschleunigte Einführung der SuisseID beschlossen. Die SuisseID wurde im Mai 2010 im Schweizer Markt lanciert.

Die SuisseID ist bei vier verschiedenen Anbietern erhältlich. Die QuoVadis Trustlink Schweiz AG und die Schweizerische Post/SwissSign AG beliefern sowohl Unternehmen wie Privatpersonen. Die Swisscom (Schweiz) AG beliefert ausschliesslich Unternehmen und das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) liefert die SuisseID für Verwaltungsbedürfnisse. Die SuisseID von QuoVadis kostet mit einer Laufzeit von drei Jahren 95.00 Schweizer Franken. Bei der Post variieren die Preise je nach Laufzeit und zusätzlichem Funktionsumfang zwischen 104 und 363 Schweizer Franken. Der Bund subventionierte im Jahr 2010 für 17 Millionen Schweizer Franken den Erwerb einer SuisseID mit einem Betrag von 65 Schweizer Franken. Unternehmen, die 2010 ein Pionierprojekt durchführten und die SuisseID für ihre Web-Applikation einsetzen wollten, wurden vom Bund ebenfalls finanziell unterstützt. Hierfür bewarben sich 150 Projekte.

Unter den Pionierprojekten befindet sich die Unterstützung der SuisseID durch OpenID,[1] Contrexx[2] und ABACUS Business Software.[3]

Bis zum Jahresende 2010 wurden über 271.000 SuisseIDs vergeben und 110 Anbieter unterstützt.[4]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das SuisseID-System enthält derzeit zwei Elemente:

  • Elektronischer Identitätsnachweis. Mit der SuisseID können elektronische Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, die eine sichere Identifizierung der Nutzer beziehungsweise Kunden voraussetzen.
  • Qualifizierte elektronische Signatur. Mit der SuisseID lassen sich Dokumente elektronisch unterschreiben. Die sogenannte elektronische Signatur ist fälschungssicher und gesetzlich der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt.

Ein Elektronischer Funktionsnachweis, auch Funktionsregister oder Identity Provider (IdP) genannt, wird als weiteres Element dazukommen.

Anwendungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SuisseID-Zertifikate werden für verschiedene Zwecke in der digitalen Welt eingesetzt. Die Hauptanwendungsbereiche sind, dass man elektronische Dokumente rechtsgültig signieren kann, eine Authentifizierte E-Mail-Kommunikation stattfinden kann, Dokumente (Digitale Massensignatur, Notarisation und digitaler Zeitstempel für die gesetzeskonforme Ablage und Archivierung von elektronischen Informationen und Dokumenten gemäss Geschäftsbücherverordnung, GeBüV) archiviert kann. Weiter werden die Funktionen E-Commerce und Rechnungsstellung und zudem ein sicherer Anmeldungsprozesse mit Authentifizierung und Autorisierung von Benutzern für den Zugriff auf Firmennetzwerke, Intranet- und Internet-Anwendungen und eine sichere Festplattenverschlüsselung angeboten.

Gesetzliche Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsbücherverordnung, das Bundesgesetz über die elektronische Signatur, ZertES, die Verordnung über die elektronische Signatur, VZertES, das Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, sowie die Mehrwertsteuerverordnung, MWSTV, sind die gesetzlichen Grundlagen.

Die elektronische Signatur ist in der Schweiz (wie auch in einigen anderen Ländern) vom Gesetzgeber der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt worden (Art. 14 Abs 2bis OR).

SwissID[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolgeprodukt der SuisseID wurde am 16. Mai 2017 die SwissID lanciert.[5] Zur Schaffung und Umsetzung der SwissID als einheitliche digitale Identität gründeten 17 Unternehmen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen am 5. März 2018 die Trägergesellschaft «SwissSign Group AG». Das bisherige Gemeinschaftsunternehmen «SwissSign AG» der Post und SBB wird in die Gruppe integriert. Die SBB, Schweizerische Post, Swisscom, Credit Suisse, Raiffeisen, die Finanzdienstleisterin SIX, UBS, Zürcher Kantonalbank, die Versicherer Axa, Baloise, Helvetia, Mobiliar, Swiss Life, Vaudoise und Zurich sowie die Krankenkassen CSS und Swica bilden die breite, staatsnahe Trägerschaft des Gemeinschaftsunternehmens.[6] Als 18. Mitglied ist Entris Banking mit an Bord.[7]

Als erstes Unternehmen hat die Post die SwissID für ihre App eingeführt. Als Nächstes sollen die SBB folgen.[8] Seit März 2018 kann die Anmeldung bei PrivaSphere Secure Messaging auch mit der SwissID vorgenommen werden.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SuisseID goes OpenID (Memento des Originals vom 21. Oktober 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.clavid.com
  2. ad-hoc-news.de: Contrexx-Software wurde als Pionierprojekt für SuisseID ausgewählt, 14. März 2011, Zugriff am 2. September 2011
  3. http://www.abacus.ch/downloads/pages/2010-02/s06-08.pdf
  4. suisseid.ch: SuisseID positive Schlussbilanz, 13. Januar 2011, Zugriff am 2. September 2011
  5. SwissID: einheitliche digitale Identität kommt auf den Markt Schweizerische Post, 16. Mai 2017.
  6. Aus SwissSign wird SwissSign Group In: swisssign.com, 5. März 2018, abgerufen am 11. März 2018.
  7. Entris Banking stösst zur SwissSign Group In: inside-channels.ch, 4. Mai 2018, abgerufen am 14. Mai 2018.
  8. Neues Log-in bei der Post sorgt für Ärger In: derbund.ch, 26. Februar 2018, abgerufen am 26. Februar 2018.
  9. Mail-Anbieter PrivaSphere integriert SwissID In: inside-channels.ch, 22. März 2018, abgerufen am 11. April 2018.