Helvetia Versicherungen

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Helvetia Holding
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN CH0012271687
Gründung 1858
Sitz St. Gallen, Schweiz
Leitung Stefan Loacker
(Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Pierin Vincenz
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 6675 (2015)
Umsatz 8235,3 Mio. CHF (2015)
(Geschäftsvolumen)
Branche Versicherungen
Website www.helvetia.com

Die Helvetia ist eine europaweit tätige Schweizer Versicherungsgruppe. Die Unternehmensgruppe ist seit 1996 in einer Holdingstruktur organisiert. Der Hauptsitz der Helvetia-Gruppe (Eigenschreibung: Helvetia Gruppe) befindet sich in St. Gallen.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsitz der Helvetia-Gruppe auf dem Girtannersberg, St. Gallen
Erweiterungsbau auf dem Girtannersberg, St. Gallen

Die Unternehmensgruppe beschäftigt europaweit rund 6700 Mitarbeitende und operiert neben der Schweiz auch in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien. Weltweit ist das Unternehmen als Rückversicherung tätig.

Dachgesellschaft der Helvetia-Gruppe ist die Helvetia Holding AG, deren Namensaktien an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert sind. Grösster Aktionär der Versicherungsgruppe ist die Patria Genossenschaft mit einem Anteil von 30 Prozent.

Finanzergebnisse der Helvetia Holding[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäfts-

jahr

Geschäftsvolumen

(in Mio. CHF)

Periodenergebnis

(IFRS n. Steuern, in Mio. CHF)

Ergebnis pro Aktie

(in CHF)

2015 8235 309 29,0
2014 7767 393 43,0
2013 7477 363 40,9
2012 6978 333 37,1
2011 7172 289 32,6
2010 6755 342 39,3

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1858 wurde die Helvetia als Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft Helvetia in St. Gallen gegründet. Als erste Gesellschaft in der Schweiz bot sie eine Versicherung gegen die Gefahren des Land-, Fluss- und Seetransportes an. Drei Jahre später entstand in St. Gallen eine eigene private Feuerversicherungsgesellschaft mit dem Namen Helvetia Feuer. Anlass dafür war der Brand von Glarus.

1988 beschlossen die Aktionäre die Auflösung der Zwillingsstruktur. Die Helvetia Unfall firmierte um zu Elvia, aus der Helvetia Feuer wurde Helvetia Versicherungen.

Im Laufe ihrer Geschichte expandierte die Helvetia in alle fünf Kontinente und legte damit den Grundstein für die Geschäftstätigkeit ausserhalb der Schweiz. 1862 gründete die Helvetia Feuer erste Niederlassungen in Deutschland und expandierte ab 1876 in die USA, wo sie Filialen in Kalifornien und New York eröffnete. Zwischen 1920 und 1962 entstanden weitere Tochtergesellschaften der Helvetia in Frankreich, Italien, Griechenland (verkauft 1997), den Niederlanden (verkauft 1995) und Kanada (verkauft 1999). In Österreich geht die Geschichte der Helvetia auf die Gründung von Der Anker, Gesellschaft von Lebens- und Rentenversicherung im Jahr 1858 zurück. Bis 2006 firmierte die Helvetia Österreich auch unter diesem Namen. Die Gründung von Tochtergesellschaften in Spanien, Italien und Deutschland erfolgte in den Jahren 1986 bis 1988.

1968 schloss sich die Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft Helvetia mit der Helvetia Unfall und der Helvetia Leben zusammen. Die mittelgrosse Versicherungsgruppe bietet seitdem die gesamte Produktpalette im Leben- und im Nichtlebengeschäft an. 1974 fusionierten die Helvetia Feuer und die Helvetia Allgemeine dann zur Helvetia Feuer. Am 11. Oktober 1988 beschlossen die Aktionäre in einer ausserordentlichen Generalversammlung der Helvetia Feuer und Helvetia Unfall die vollständige Trennung der beiden Partnergesellschaften. Die Helvetia Unfall nahm den Namen Elvia (gehört heute zu Allianz Global Assistance) an, den bereits ihre als Reiseversicherer tätige Tochtergesellschaft trug. Die Helvetia Feuer wurde in Helvetia Versicherungen umbenannt und erhielt ein neues Leit- und Erscheinungsbild. Das dreidimensionale Dreieckssymbol wurde eingeführt.

1992 gehen Helvetia und Patria eine strategische Allianz ein. Zwei Jahre später wird das neue Logo am Hauptsitz Schweiz in Basel montiert.

Helvetia und Patria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 fusionierte die Gesellschaft mit dem traditionsreichen Basler Lebensversicherer Patria. Die Anfänge der Patria gehen auf die Errichtung der Basler Sterbe- und Alters-Kasse im Jahr 1878 zurück. Die gemeinnützige Vorsorgekasse versicherte erstmals das Leben von sozial schwächeren Menschen mit dem Ziel einer eigentlichen Volksversicherung. Nach verschiedenen Namenswechseln und Fusionen entsteht 1910 die Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft Patria. 1992 beschliessen Helvetia und Patria, den Schweizer Markt künftig gemeinsam zu bearbeiten und gehen eine strategische Allianz ein. Im Juni 1996 entsteht die Helvetia Patria Holding.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 kaufte die Helvetia die Schweizer Versicherungsgesellschaften Alba Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (Alba) sowie die Phenix Versicherungsgesellschaft AG und die Phenix Lebensversicherungsgesellschaft AG (Phenix). Das Alba-/Phenix-Portfolio im Bereich Kranken-/Unfallversicherung wurde an die beiden Versicherungsgesellschaften innova und Solida verkauft. 2014 wurde die Nationale Suisse und die österreichische Tochtergesellschaft der Baloise übernommen.

Ländergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Versicherungsgruppe gehören folgende Ländergesellschaften:

  • Helvetia Schweiz
    • Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG, Basel
    • Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, St. Gallen
  • Helvetia Österreich mit Hauptsitz in Wien
  • Helvetia Deutschland mit Hauptsitz in Frankfurt am Main
  • Helvetia Frankreich mit Hauptsitz in Courbevoie im Nordwesten des Ballungsraums von Paris
  • Helvetia Italien mit Hauptsitz in Mailand
  • Helvetia Spanien mit Hauptsitz in Sevilla

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helvetia Versicherungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien