TEV Miesbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
TEV Miesbach
TEV Miesbach
Größte Erfolge

Bayerischer Meister/2. Liga 1952, 1955
Aufstieg in die Oberliga/2. Liga 1958
Aufstieg in die 2. Bundesliga 1973
Bayerischer Meister/4. Liga 2010

Vereinsinformationen
Geschichte TEV Miesbach (seit 1928)
Standort Miesbach
Vereinsfarben rot und weiß
Liga Eishockey-Bayernliga
Spielstätte Eisstadion Miesbach
Kapazität 1.300 Plätze (davon 150 Sitzplätze)
Cheftrainer Michael Lehmann
Saison 2018/19 Vizemeister

Der Tennis- und Eissportverein Miesbach (kurz TEV Miesbach) ist ein südbayerischer Verein aus Miesbach, in dem neben der Sportart Eishockey auch Eiskunstlauf und Eisstockschießen betrieben wird. Derzeit spielt die erste Eishockeymannschaft in der viertklassigen Bayernliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eishockeyverein wurde 1928 als einer der ersten in Bayern gegründet. Vor dem Krieg spielte er in der A-Klasse, zusammen mit dem SC Riessersee, dem EV Füssen und dem EC Bad Tölz. Ab der Saison 1958/59 spielte der TEV fast ununterbrochen in der Oberliga mit. Von 1973/74 bis 1976/77 spielte der TEV Miesbach in der 2. Bundesliga. Ab der Saison 1977/78 nahm der TEV Miesbach schließlich wieder am Spielbetrieb der Oberliga teil. Bei der Ligeneinteilung zur Einführung der DEL 1994 wurde der TEV in die 1. Liga Süd eingeteilt, aus der er 1996 abstieg. Danach blieb die Mannschaft bis 1998 in der 2. Liga Süd, bevor sie bis zur Auflösung der Liga in der Regionalliga Süd mitspielte, jedoch schließlich wieder in die Oberliga aufsteigen konnte.

In der Saison 2007/08 war der TEV Kooperations-Partner des EV Duisburg aus der Deutschen Eishockey Liga.

In der Saison 2009/10 wird der TEV in der viertklassigen Bayernliga spielen, nachdem die Oberligasaison 2008/09 nur auf dem neunten und damit letzten Platz der Südgruppe beendet werden konnte. In der Saison 2009/2010 erreichte der TEV Miesbach mit dem Gewinn der bayerischen Meisterschaft den größten Erfolg seiner jüngeren Vereinsgeschichte. Daraufhin erklärte der TEV, aufgrund der anstehenden Reparaturen an der Halle, deren Kosten im sechsstelligen Bereich liegen würden, sein Aufstiegsrecht in die Oberliga nicht wahrzunehmen.[1] Im Laufe der Verzahnungsrunde 2016/17 Oberliga/Bayernliga konnte sich der TEV Miesbach bis in das Halbfinale vorarbeiten und erhielt so auch das Aufstiegsrecht für die Oberliga 2017/18.

Der Verein hat heute knapp 1.000 Mitglieder.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Süddeutscher Meister[2] 1952
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 1973
  • Aufstieg in die Oberliga (2. Liga) 1958, 1968
  • Deutscher Zweitliga-Vizemeister[3] 1955
  • Vizemeister 2. Eishockey-Liga 1998
  • Vizemeister Oberliga Süd 1980
  • Aufstieg in die Oberliga 2002, 2017
  • Vizemeister Regionalliga Süd (3. Liga) 1968
  • Bayerischer Meister[4] (2. Liga) 1952, 1955
  • Bayerischer Vizemeister[5] (2. Liga) 1958
  • Bayerischer Vizemeister Gr. A[6] (2. Liga) 1954
  • Bayerischer B-Klassenmeister (3. Liga) 1933[7]
  • Bayerischer Meister (4. Liga) 2010
  • Bayerischer Vizemeister (4. Liga) 2019

Bedeutende ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trikots unter dem Hallendach

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simon Steiner (seit Dez. 2015)
  • KanadaKanada John Samanski (Feb. 2015 – Dez 2015)
  • DeutschlandDeutschland Alfred Sterba (Jan – Feb 2015)[8]
  • DeutschlandDeutschland Michael Lehmann (2013 – Jan. 2015)
  • DeutschlandDeutschland Markus Wieland (seit April 2012–2012/2013)
  • DeutschlandDeutschland Beppo Schlickenrieder (2011/2012)
  • DeutschlandDeutschland Rudi Sternkopf (2011)
  • DeutschlandDeutschland Markus Wieland (2009–2011)
  • DeutschlandDeutschland Heinz Zerres (2008)
  • DeutschlandDeutschland Markus Wieland / Klaus Mechel (2008)
  • Deutschtscheche Ludovik Kopecky (2007)
  • DeutschlandDeutschland Klaus Mechel (2007)
  • DeutschlandDeutschland Marcel Breil (2007)
  • DeutschlandDeutschland Heinz Zerres (2006/2007)
  • DeutschlandDeutschland Rudi Sternkopf (2006)
  • KanadaKanada John Samanski (2004/2005)
  • Tschechien/Deutschland Ludovik Kopecky (2002–2004)
  • DeutschlandDeutschland Eduard Giblak (2000–2002)
  • DeutschlandDeutschland Beppo Schlickenrieder (1998/1998)
  • DeutschlandDeutschland Klaus Mechel (1996/1997, 1997/1998)
  • DeutschlandDeutschland Dieter Pfügl (1995/1996)
  • DeutschlandDeutschland Eduard Giblak (1995/1996)
  • DeutschlandDeutschland Paul Sommer (1995/1996)
  • DeutschlandDeutschland Rudi Tomanek (1994/1995)
  • DeutschlandDeutschland Peter Kathan senior (1979/1980, 1982–1984)
  • DeutschlandDeutschland Hans Frank (1978/1979)
  • DeutschlandDeutschland Siegfried Mayer(1964–1966)
  • DeutschlandDeutschland Boris Capla (1966)

Nachwuchs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick ins Eisstadion von der Sitzplatztribüne
Eishalle früher und heute

Neben der ersten Mannschaft gibt es beim TEV Miesbach sechs Nachwuchsmannschaften:

  • Junioren (Bayernliga)
  • Jugend (Bayernliga)
  • Schüler (Bundesliga)
  • Knaben (Leistungsklasse A)
  • Kleinschüler (Leistungsklasse A)
  • Kleinstschüler (Leistungsklasse B)

Florian Busch, der einst in den Jugendmannschaften des TEV spielte, hatte Einsätze bei der Nationalmannschaft und ist in der DEL-Mannschaft der Eisbären Berlin Stammspieler[9]. In der heutigen Ersten Mannschaft sind ebenfalls Spieler vertreten, die aus dem eigenen Nachwuchs hervorgehen.

Neben den Senioren in der Bayernliga sind die Jugendmannschaften des TEV in allen Altersklassen vertreten. Die Kleinstschüler treten gegen Germering, Holzkirchen, München und Klostersee an. Kleinschüler und Knaben spielen in der jeweiligen Leistungsklasse A. Die Schüler-, Jugend- und Juniorenmannschaften nehmen am Spielbetrieb der jeweiligen Bayernligen teil.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eisstadion Miesbach entstand aus dem 1960 neu angelegten Kunsteisstadion. 1964/65 wurde der Tribünenbau erstellt, 1986 die Dachkonstruktion erbaut. Es hat ungefähr 1.300 Plätze und ist eine der wenigen Eishallen in ganz Deutschland, die noch dem Verein gehört. Das Stadion wird neben Eishockey noch für Eisstockschießen und allgemeine Eisläufe genutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. eishockey.net, Miesbach nimmt Aufstiegsrecht nicht wahr! (Memento vom 19. April 2014 im Internet Archive), 15. April 2010, abgerufen am 17. April 2014
  2. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1952.htm
  3. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1955.htm 1955
  4. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1952.htm
  5. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1958.htm
  6. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1954.htm
  7. http://www.passionhockey.com/hockeyarchives/Allemagne1933.htm
  8. tev-miesbach.de; Sterba bleibt Trainer (Memento vom 30. Mai 2015 im Internet Archive), 27. Januar 2015, online aufgerufen 30. Mai 2015
  9. eurohockey.net, Spielerdaten Florian Busch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]