The Show Must Go On (Queen-Lied)

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The Show Must Go On
Queen
Veröffentlichung 4. Februar 1991 (Album)
14. Oktober 1991 (UK-Single)
6. Februar 1992 (US-Single)
Länge 4:31
Genre(s) Rock
Autor(en) Queen
Album Innuendo
Grandville: Das Dampfconcert. Illustration aus Un Autre Monde (1843/44)
Für die Coverrückseite verwendete Grafik (Un Autre Monde)

The Show Must Go On ist ein Lied der englischen Rockband Queen. Es wurde im Oktober 1991 als Single aus ihrem Album Innuendo veröffentlicht und diente zugleich zur Promotion des Albums Greatest Hits II, auf dem das Stück auch enthalten ist. Auf dem Album Innuendo ist The Show Must Go On das zwölfte und letzte Stück. Das Cover-Artwork der Single basiert auf Zeichnungen des französischen Künstlers Grandville.[1]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Show Must Go On ist eine Rockballade in h-Moll. Das Lied beginnt mit einem Synthesizer-Streicher-Intro. Vor der dritten Strophe führt eine Rückung das Lied nach cis-Moll, jedoch wird es im Refrain wieder nach h-Moll zurückgeführt. In der Bridge („My soul is painted like the wings of butterflies“) wechselt das Lied nach F-Dur.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Deacon und Roger Taylor spielten die Akkordsequenz, auf die Brian May gemeinsam mit Freddie Mercury Melodie und Text legten, wobei May die Melodie schrieb und auch die Bridge zufügte.

The Show Must Go On came from Roger and John playing the sequence, and I started to put things down. At the beginning, it was just this chord sequence, but I had this strange feeling that it could be somehow important, and I got very impassioned and went and beavered away at it. I sat down with Freddie, and we decided what the theme should be and wrote the first verse. It's a long story, that song, but I always felt it would be important because we were dealing with things that were hard to talk about at the time, but in the world of music, you could do it.”

Brian May 1994[2]

Auf einigen Demo-Versionen ist May als Sänger zu hören. Da sein Stimmumfang nicht ausreichte, um das Lied zu singen, sang er einen Teil des Liedes mit Kopfstimme (Falsett). Zunächst hatte die Band Zweifel, ob Mercury bei seiner fortgeschrittenen Krankheit in der Lage sein würde, das Lied zu singen. Doch als die Aufnahmen anstanden, trank Mercury etwas Wodka, sagte: „I'll fuckin do it, darling!“ („Ich werde es verdammt noch mal tun, Schätzchen!“) und sang das Lied problemlos ein.[3] May sagte, er halte es für eine von Mercurys besten Gesangsleistungen.[4]

Auf dem Album spielte May den Synthesizer, einen Yamaha DX7, wie auch die Gitarre. Die Rückung vor der dritten Strophe war ein Vorschlag von Produzent David Richards.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lied erreichte in den deutschen Charts Platz 7. In Großbritannien stieg das Stück auf Platz 16, in den USA – wo These Are the Days of Our Lives als Single veröffentlicht worden war und das Lied erst Anfang 1992 erschien – erreichte die Single Platz 40 der Mainstream Rock Charts. The Show Must Go On war die letzte Single-Veröffentlichung von Queen vor Freddie Mercurys Tod am 24. November 1991. Nach Freddie Mercurys Tod stieg das Lied in Großbritannien erneut in die Charts ein.[5] In Deutschland platzierte es sich erst Ende Dezember 1991 in den Charts.[5]

Aufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lied wurde am 20. April 1992 während des Freddie Mercury Tribute Concerts von den drei verbleibenden Queen-Mitgliedern mit Elton John als Sänger live gespielt. Tony Iommi spielte die Rhythmusgitarre.[6] Eine Live-Version von 1997 mit Elton John erschien auch auf Greatest Hits III. Das Lied wurde später auch von Queen + Paul Rodgers live gespielt.

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund Mercurys rapide schlechterem Gesundheitszustand wurde kein neues Material des Leadsängers für das Musikvideo gedreht, mit Ausnahme einer kurzen Einstellung am Ende des Videos das die Band im Studio zeigt. Stattdessen enthält es eine Kollage an Ausschnitten von Queen-Videos von 1981 bis 1991: "I Want to Break Free", "Friends Will Be Friends", "Im Going Slightly Mad", "Radio Gaga", "The Miracle", "The Invisible Man", "Headlong", "Calling All Girls", "Innuendo", "Back Chat", "Who Wants to Live Forever" und "One Vision".[7]

Dies heizte die Gerüchte um Mercurys Gesundheit weiter an, im folgenden Monat gab Mercury schließlich bekannt, dass er an AIDS leide und starb kaum einen Tag später.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. rocktimes.at (Grandville-Grafik) aufgerufen am 9. Mai 2013
  2. The Show Must Go On. In: queenpedia.com. Abgerufen am 10. März 2010.
  3. 100 greatest singers of all time — 20-1. Rolling Stone. Abgerufen am 19. November 2016.
  4. The 100 Greatest Singers of All Time. Freddie Mercury (Memento vom 1. Mai 2009 im Internet Archive).
  5. a b Chartquellen: DE CH UK US
  6. The Freddie Mercury Tribute Concert: The Show Must Go On. Abgerufen am 25. Juli 2011.
  7. ultimatequeen.co.uk: Queen Promo Videos