Thum (Kreuzau)

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Thum
Gemeinde Kreuzau
Koordinaten: 50° 42′ 16″ N, 6° 31′ 13″ O
Höhe: 236 m ü. NHN
Fläche: 3,69 km²
Einwohner: 384 (31. Jul. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52372
Vorwahl: 02427
Bruchsteinhaus in Thum
Bruchsteinhaus in Thum

Thum ist ein Ortsteil der Gemeinde Kreuzau im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thum liegt in der Rureifel im Naturpark Nordeifel am Rand der Zülpicher Börde. Nachbarorte sind Drove, Berg-Thuir und Froitzheim. Thum grenzt an die Drover Heide.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thum ist uralter Siedlungsraum. Bodenfunde lassen auf eine keltoromanische Besiedlung schließen. Römer siedelten südlich des jetzigen Ortes. Thum war früher ein Mittelpunkt des Matronenkultes. Bei Sinzenich in der Eifel wurde ein Weihestein gefunden, der auf ein Heiligtum der Matronae Thummaestae hinweist.

Bei Thum steht die verlassene Raketenstation Thum.

Gut Schnorrenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gutshof lag zwischen Drove und Thum. Er gehörte einer Familie Nickel (wahrscheinlich von Pier bei Düren). Der Hof wird schon nach 1700 als Wüstung erwähnt. Der Flurname Schnorrenberger Heid erinnert heute noch an diesen Hof.

Grundherrlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thum war seit dem 13. Jahrhundert eine eigene Grundherrlichkeit, die zu Jülich gehörte. Zur Herrlichkeit gehörten auch Thuir und Pissenheim sowie Teile von Abenden und Berg.

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde die Gemeinde Thum mit sechs weiteren Orten in die Gemeinde Kreuzau eingegliedert.[2]

Durch die Neugliederung des Raumes Aachen (Aachen-Gesetz) wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1972 die Gemeinden Obermaubach-Schlagstein und Untermaubach, der Ortsteil Langenbroich aus der Gemeinde Hürtgenwald und die Ortsteile Schneidhausen und Welk aus der Gemeinde Lendersdorf in die Gemeinde Kreuzau eingegliedert – die Gemeinde Niederau kam zu Düren.[3] Die heutige Gemeinde Kreuzau besteht aus den Ortsteilen Bogheim, Boich, Drove, Kreuzau, Leversbach, Obermaubach mit Schlagstein, Stockheim, Thum, Üdingen, Untermaubach mit Bilstein und Winden mit Bergheim und Langenbroich.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Kapelle wurde im 15. Jahrhundert erbaut und den heiligen drei Jungfrauen Fides, Spes und Caritas geweiht. Die jetzige Kirche wurde 1905 eingeweiht.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang des Ortes führt die Landesstraße von Drove nach Berg (L 250). Busse der Dürener Kreisbahn fahren mit der Linie 211 durch den Ort. Ebenfalls führt die L 33 von Froitzheim Richtung Nideggen am Ort vorbei.

Kindergarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thum gibt es einen gemeindlichen Kindergarten für 25 Kinder.

Vereinswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Kreuzau gibt es einen Sportverein und eine Karnevalsgesellschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter V. Deuster (1831–1904) Zeitungsverleger, Mitglied des amerikanischen Senats, amerikanischer Konsul in Deutschland

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kreuzau.de/ug/zadafa/index5.php
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 98.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 307.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Category:Thum (Kreuzau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien