Tiefengruben (Neuhof)

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Koordinaten: 50° 28′ 24″ N, 9° 38′ 53″ O

Tiefengruben
Gemeinde Neuhof
Höhe: 286 (280–295) m ü. NHN
Fläche: 1,5 km²[1]
Einwohner: 160 (31. Dez. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36119
Vorwahl: 06655
Blick auf Tiefengruben mit der kath. Kirche St. Maria
Blick auf Tiefengruben mit der kath. Kirche St. Maria

Tiefengruben ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuhof im Landkreis Fulda in Osthessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Straßendorf Tiefengruben liegt im mittleren Fliedetal zwischen dem Neuhofer Ortsteil Dorfborn und dem Eichenzeller Ortsteil Kerzell.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefengruben liegt im Gebiet der Karlmann-Schenkung, die der fränkische Hausmeier Karlmann aim Jahre 747 an Bonifatius schenkte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die kleine Siedlung „Tifengruba“ im Jahr 1200. Es gehörte zum Kirchspiel Flieden im Archidiakonat St. Johann in Mainz. 1560 gehörte es zur Propstei Neuenberg (Andreasberg) als Tochterkloster der Reichsabtei Fulda. 1787 war es dem fuldischen Oberamt Neuhof zugeordnet. An die östlich von Tiefengruben durch das Fliedtal neu gebaute "Chaussee von Kohlhaus nach Neuhof" wurde Tiefengruben durch die Provinzverwaltung Fulda im Jahre 1834 angeschlossen. Im Jahre 1812 war es Tochterkirche von Neuhof. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kamen 1946 etwa 70 Heimatvertriebene aus den früheren Deutschen Ostgebieten, meist aus dem Egerland, nach Tiefengruben und fanden hier eine neue Heimat.

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde Tiefengruben am 31. Januar 1971 nach Neuhof eingemeindet.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1757 wird der Bau einer ersten Katholischen Kapelle in Holzbauweise mit der Größe von 18 × 20 Fuß (30 qm) von der bischöflichen Behörde unter dem Fuldaer Fürstbischof und Abt Adalbert II. von Walderdorff durch Johannes Adam Jordan in "Dieffengüben" genehmigt. Diese wurde wegen Baufälligkeit im Jahre 1850 abgerissen, und 1851 begann unter Bischof Christoph Florentius Kött der Bau der heutigen Filialkirche St. Maria.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Fulda (LNG Fulda) mbH im Rahmen der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) mit der Buslinie 50 sicher.

Südöstlich von Tiefengruben verläuft die Autobahn 66 mit der Anschlussstelle Neuhof-Nord (52) und parallel dazu die Kinzigtalbahn. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich im Hauptort Neuhof (ca. 5 Kilometer Entfernung).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tiefengruben, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 14. September 2015)
  2. Bevölkerungsstatistik des Landkreises Fulda, abgerufen im September 2015.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]