Tony DiLeo

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Basketballspieler
Tony DiLeo
Spielerinformationen
Geburtstag 8. August 1955
Geburtsort Philadelphia, Vereinigte Staaten
Position Point Guard
College La Salle
Vereine als Trainer
1979–1986 DeutschlandDeutschland DJK Agon 08 Düsseldorf (Damen)
1981–1985 DeutschlandDeutschland Deutschland (Damen)
1986–1990 DeutschlandDeutschland BSC Saturn Köln
1992–1994 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philadelphia 76ers (AC)
2008–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philadelphia 76ers

Tony DiLeo (* 8. August 1955 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer und Sportdirektor, der sehr erfolgreich als Damentrainer in Deutschland gearbeitet sowie interimsweise den NBA-Verein aus seiner Heimatstadt trainiert hat. DiLeo arbeitet seit 2003 als Vizedirektor bei den Philadelphia 76ers, unterbrochen nur durch seine Trainertätigkeit in der Saison 2008/09.

DiLeo begann sein Studium an der Tennessee Technological University und spielte bei den Golden Eagles der TTU in der Basketballmannschaft von 1974 bis 1975. Danach wechselte er an die La Salle University seiner Heimatstadt und spielte für die Explorers von 1976 bis 1978 in der NCAA unter dem späteren NBA & WNBA-Coach Paul Westhead.

Im Anschluss fand er den Weg nach Deutschland und wurde Trainer der Damen-Basketball-Bundesliga-Mannschaft DJK Agon 08 in Düsseldorf. In seinem ersten Trainerjahr in Düsseldorf konnte er gleich den zweiten Meistertitel des Vereins nach 1975 erringen, dem in ununterbrochener Reihenfolge sechs Meistertitel bis 1986 folgen sollten. Im Pokal wurde diese Siegesserie nur 1982 unterbrochen, ansonsten wurde in allen Spielzeiten von Trainer DiLeo auch das Double gewonnen. In dieser Zeit blieb der Verein in 136 Spielen in nationalen Wettbewerben ungeschlagen, was ihnen einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde einbrachte.[1] 1983 und 1986 erreichte DJK Agon 08 das Endspiel im Europapokal der Damen-Landesmeister, wo man jeweils AS Vicenza unterlegen war, welche in jenem Jahrzehnt fünfmal den Europapokal gewannen. Zusätzlich fungierte DiLeo von 1981 bis 1985 als Trainer der deutschen Damen-Basketballnationalauswahl. 1986 wechselte er entlang des Rheins nach Köln und wurde Trainer der Herren-Basketball-Bundesligamannschaft von Saturn Köln. Auch hier gelangen DiLeo in der Folge bis 1988 zwei Meistertitel. 1987 wurde er zudem als Deutschlands Basketballtrainer des Jahres ausgezeichnet. Nach dem Ausstieg des Hauptsponsors Saturn half DiLeo mit, einen neuen Sponsor mit den Verantwortlichen des Istanbuler Sportvereins Galatasaray zu finden.[2] Nach wenigen Monaten stieg aber auch dieser Geldgeber aus und der Verein ging insolvent.

1990 kehrte DiLeo in sein Heimatland zurück und arbeitete im Stab der Philadelphia 76ers, zunächst als Scout und später als Trainerassistent von 1992 bis 1994. Ab 1999 arbeitete er zunächst als „Direktor des Spielerpersonals“, bevor er 2003 Assistant General Manager und VicePresident des Vereins wurde. Nach enttäuschendem Saisonstart sprang er 2008 als Interimstrainer ein und konnte mit einer positiven Bilanz unter seiner Ägide die Mannschaft noch in die Play-offs um die Meisterschaft führen. Nach der Spielzeit kehrte er auf seinen Posten als Vizepräsident zurück.

Seit 2000 ist Tony DiLeo regelmäßig als Gasttrainer bei den Basketball-Camps am Schloss Hagerhof zu Gast. Mittlerweile ist er für seine Arbeit und seine Verdienste rund um das Camp in die Hall of Fame des Basketball-Camps aufgenommen worden und mit einem Banner an der Hallendecke der Trainingshalle geehrt worden.

DiLeo ist mit einer aus Rumänien stammenden Deutschen verheiratet und ihre gemeinsamen Söhne T. J. und Max spielen ebenfalls Basketball. Der ehemalige deutsche Junioren- und A2-Nationalspieler T. J. spielt als Profi seit 2013 in Deutschland für den Zweitligisten Gießen 46ers, während Max Stand 2015 noch an der Monmouth University für die Hochschulmannschaft Hawks in der NCAA spielt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WZ-online.de: Ein altes Basketball-Märchen, Artikel von Matthias Rech auf den Webseiten der Westdeutschen Zeitung vom 9. Mai 2008, abgerufen am 19. Juli 2010
  2. Zeit.de: Retter vom Bosporus, Artikel im Archiv der Wochenzeitung Die Zeit von Florian Hassel vom 13. Oktober 1989, abgerufen am 18. Juli 2010