Toys (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Toys
Originaltitel Toys
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Barry Levinson
Drehbuch Valerie Curtin
Barry Levinson
Produktion Mark Johnson
Barry Levinson
Musik Hans Zimmer
Kamera Adam Greenberg
Schnitt Stu Linder
Besetzung

Toys ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahr 1992. Regie führte Barry Levinson.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenneth Zevo, der Gründer und Chef der Spielzeugfabrik Zevo Toys, stirbt. Sein Sohn Leslie ist eigentlich dafür vorgesehen die Fabrik zu erben. Dieser hat aber noch immer einen viel zu naiven und kindlichen Charakter und ist somit nicht bereit, soviel Verantwortung zu übernehmen. Daher erhält Kenneth Bruder, Lt. General Leland Zevo, die Aufsicht über die Fabrik und Kenneth Kinder Leslie und Alsatia.

Leland Zevo, sein Leben lang Soldat, der darunter leidet, wegen seiner britischen Abstammung nie respektiert worden zu sein, kann mit Spielzeug wenig anfangen und mit der Aufsicht über zwei erwachsene "Kindsköpfe" noch weniger. Als er jedoch feststellt, das es von Zeit zu Zeit Industriespionen gelingt Ideen zu stehlen, beschließt er auf seine Art ein wenig aufzuräumen und für Disziplin und Ordnung zu sorgen. Dazu lässt er eigens seinen Sohn, Captain Patrick Zevo, und einige Einheiten Soldaten einfliegen.

Vorbei sind die Zeiten von Sorglosigkeit und Spass bei der Arbeit. Viele Mitarbeiter verlassen nach und nach die Fabrik aus Protest wegen der Behandlung. Dennoch versucht Leslie zunächst sich nichts anmeren zu lassen und seine gewohnt spassige Haltung beizubehalten. Als Leland jedoch anfängt mehr und mehr Platz in der Fabrik zu beanspruchen, wird Leslie langsam skeptisch. Der konfliktscheue Leslie sucht zunächst das Gespräch mit seinem Onkel, als das jedoch erfolglos bleibt, schleicht er sich in den abgeriegelten Bereich ein und muss feststellen, das sein Onkel Ideen ausprobiert, die mit Kampf und Kriegsführung zu tun haben. Leslie muss bald vor dem Sicherheitspersonal flüchten und fällt in eine mit Wasser gefüllte Grube. Eine unbekannte Kreatur greift ihn dort an, aber Leslie kann fliehen.

Als Leslie am nächsten Morgen seinen Onkel darauf anspricht, erklärt dieser, das Leslie alles falsch interpretiert hat und beteuert, das alles was er entwirft vollkommen ungefährlich ist. Leslie hat bald genug von dem Treiben seines Onkels. Seine Schwester Alsatia ist auf seiner Seite und so auch der Manager, Owen Owens und Leslies neue Flamme, Gwen Tyler. Doch zunächst sind die vier ziemlich machtlos.

Das Blatt wendet sich jedoch, als Patrick Zevo feststellt, das seine Freundin, die Krankenschwester Debbie, ihn nicht nur mit seinem Vater betrogen hat, sondern, das Leland ihn die ganzen Jahre über belogen hat, was den Tod von Patricks Mutter angeht. Leland hatte behauptet, das seine Frau an einer Blinddarmentzündung gestorben war. In Wahrheit war sie als Agentin auf geheimer Mission gewesen. Patrick wechselt die Seiten und erklärt seinen Verwandten und deren Verbündeten, was hier wirklich abläuft: Leland lässt heimlich waffenähnliche Spielzeuge produzieren, mit denen er eine Revolution in der Kriegstechnik schaffen will. Leland ist außerdem mit der Zeit ziemlich besessen und rücksichtslos geworden, was ihn sehr gefährlich macht.

Mit Hilfe von Patricks Inside-Wissen hat Leslie nun endlich die Möglichkeit seinen Onkel aufzuhalten und die kleine Gruppe begibt sich in die Fabrik. Ihr Ziel ist der Kontrollraum, in welchem sie alle Kriegs-Spielzeuge abschalten können, um sie unschädlich zu machen. Leland entdeckt die Eindringlinge und aktiviert seine Spielzeug-Armee, bestehend aus Panzern, Hubschraubern und anderen Waffen. Für ihn ist Krieg ein Spass und auf seinem Monitor sieht es aus wie ein Computerspiel, in dem er Punkte sammelt.

Durch eine List kann Leslie die Spielzeug-Armee in ein altes Lagerhaus locken, wo die alten Spielzeuge lagern. Leslies Verbündete haben nun die Aufgabe, diese Spielsachen gegen die Spielzeug-Armee einzusetzen und so entbrennt im Lager eine unglaubliche Schlacht. Während dessen machen sich Patrick und Leslie auf zum Kontrollraum. Leider wird Patrick angeschossen und Leslie muss nun endlich Verantwortung zeigen und die Sache allein zu Ende bringen.

Inzwischen hatte Leland die Kreatur aus der Wassergrube aktiviert, seine ultimative Waffe. Leslie versucht den Kontrollraum mit Hilfe eines Modellflugzeugs zu erreichen, das normalerweise als Prop für die Weihnachtsfeiern dient. Ein Spielzeughubschrauber verfolgt ihn. Leslie rammt die großen Fenster des Kontrollraums und der Hubschrauber zerschiesst einige der Drähte, an denen das Flugzeug hängt. Als Leland Leslie angreift, kippt das Flugzeug und beide hängen. Der letzte Schuss des Hubschraubers verfehlt beide und zerstört ungewollt die Kontrollsysteme, so dass alle Kriegsspielzeuge deaktiviert werden. Die Wasserkreatur jedoch hat ein Notfallsystem, durch das sie weiter funktionieren kann und bewegt sich weiter auf den Schauplatz zu wo Leslie nun mit seinem Onkel zu Boden geht. Als Owen, Gwen, Patrick und Alsatia hinzukommen, hält Leslie seinem Onkel eine Standpauke und dieser versucht sich zu rechtfertigen. Die Wasserkreatur hat bei einem Einsturz Schäden erlitten und ihr Zielerfassungssystem funktioniert fehlerhaft. Daher schießt es aus Versehen auf Alsatia und hinterher auf Leland, bevor es ausfällt. Alle sind zunächst schockiert, aber es stellt sich heraus, dass Alsatia ein Roboter ist, den der Vater einst für seinen Sohn Leslie gebaut hatte. Weshalb Leslie gar nicht um sie trauert. Owen verspricht die Baupläne zu besorgen, um sie zu reparieren.

Am Ende wird alles rückgängig gemacht, was Leland geleistet hat. Ruhe und Frieden kehren in die Fabrik ein und Leslie ünernimmt nun die Verantwortung. Alsatia wird repariert und Patrick verabschiedet sich, denn er muss zurück zu seiner Einheit. Leslie und Alsatia besuchen das Grab ihres Vaters.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexikon des internationalen Films: Die Komödie sei "widersprüchlich in der Aussage", "plakativ" und "profillos inszeniert". Die Ausstattung sei "aufwendig".[1]

Georg Seeßlen in Epd Film: Die Komödie sei "Unfug", sie sei aber "wunderschön anzuschauen".

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Komödie wurde 1993 in zwei Kategorien für den Oscar nominiert: Bestes Szenenbild und Bestes Kostümdesign. Sie erhielt 1993 sechs Nominierungen für den Saturn Award.

Der Film nahm am Wettbewerb der Berlinale 1993 teil, ging bei der Preisvergabe allerdings leer aus.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Toys. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.