Trelde

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Trelde
Koordinaten: 53° 19′ 7″ N, 9° 47′ 38″ O
Höhe: 51 (50–60) m
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21244
Vorwahl: 04186
Siegelmarke Gemeinde Trelde Amt Tostedt (zwischen 1850 und 1923)

Trelde ist ein Ortsteil der Stadt Buchholz in der Nordheide im Norden Niedersachsens (Deutschland) bei Hamburg. Seit 1972 ist die ehemals selbstständige Gemeinde Trelde eine Ortschaft der Stadt Buchholz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Trelde liegt in einem Tal zwischen der B 3 und der B 75 und ist somit verkehrlich gut an die A 1 Hamburg-Bremen angebunden. Trelde ist von den Ortschaften Kakenstorf und Drestedt, sowie der Buchholzer Ortschaft Sprötze umgeben.

Durch das im Jahr 1996 fertiggestellte Windrad zur Herstellung von umweltfreundlicher Elektroenergie sowie den Fernmeldeturm ist Trelde aus der Ferne zu erkennen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Trelde besteht wiederum aus zwei Ortsteilen:

  • Ortsteil Trelde
  • Ortsteil Suerhop (Aussprache: Suerhop wird mit langgezogenem Vokal (Dehnungs-e), und nicht mit Umlaut ausgesprochen)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vierdörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Jahr 1900 bildeten die Gemeinden Kakenstorf, Drestedt, Trelde und Sprötze die Gemeinde Die Vierdörfer. Kakenstorf und Drestedt sind heute eigenständige Gemeinden, Trelde und Sprötze wurden am 1. Juli 1972 in die Stadt Buchholz in der Nordheide eingegliedert.[1]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem in der Nähe liegenden Trelder Berg, an der Kreuzung der B 3 und der B 75 befand sich im Zweiten Weltkrieg ein als Flugabwehrstellung getarntes Entwicklungslabor für Radargeräte. Alle zugehörigen Einrichtungen befanden sich in einer ausgedehnten und tief gelegenen Bunkeranlage. Über einen Flugplatz in Wenzendorf war das Entwicklungslabor deutschlandweit angebunden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Anlage an der Oberfläche bei einem Bombenangriff stark beschädigt. Jedoch blieben bei dem Bombenangriff die Vorräte an Lebensmitteln und die Telefonleitung zu den Eingeschlossenen unversehrt. Nach rund 14 Tagen konnten die in dem Bunker eingeschlossenen Personen befreit werden. Die Anlage wurde nach dem Bombenangriff nicht wiederhergestellt. In den umliegenden Dörfern erzählte man, es seien Arbeiter beim Graben eines Brunnens verschüttet worden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zum Ortsrat der Ortschaft Trelde 2011
in Prozent
 %
50
40
30
20
10
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48,7 %
43,9 %
7,4 %

Trelde verfügt über einen Ortsrat. Dieser wird zu allen wesentlichen Veränderungen in der Ortschaft gehört und in einigen Fällen befindet er selbstständig. Die Ortschaft hat einen eigenen Etat, über den der Ortsrat allein entscheidet.

Der Ortsrat besteht derzeit aus sieben Mitgliedern (Stand: November 2011): CDU (3 Sitze), SPD (3 Sitze) und FDP (1 Sitz).

Ortsbürgermeister ist Gerhard Martens (CDU). Die Bundestagsabgeordnete Nicole Bracht-Bendt ist die stellvertretende Ortsbürgermeisterin.

Die Wahlperiode beträgt regelmäßig fünf Jahre und dauert damit voraussichtlich bis 2016 an.

Grundschule Sprötze-Trelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Trelde unterhält gemeinsam mit der Ortschaft Sprötze eine gemeinsame Grundschule.[2] Bis zum Schuljahr 2005/2006 hatten beide Ortschaften jeweils eigenständige Grundschulen.

Geschichtliche Entwicklung der Grundschule Trelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundschule Sprötze wurde im Jahre 1897 gegründet. Bis dahin mussten die Schüler aus Sprötze noch die Grundschule in Trelde besuchen. Später dann wurde in Trelde eine Grundschule gebaut, die jedoch mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 aufgrund zu geringer Schülerzahlen nicht mehr als eigenständige Grundschule bestehen bleiben konnte. Die Trelder Grundschule wird seitdem als Außenstelle gemeinsam mit der Sprötzer Grundschule geführt. Aus dieser Entwicklung resultiert der heutige Name „Grundschule Sprötze-Trelde“. Schulträger ist die Stadt Buchholz in der Nordheide.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trelde auf der Seite von Buchholz

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229.
  2. vgl. hierzu wie im Folgenden: http://www.grundschule-sproetze-trelde.de/1038591.htm