Hyundai Motor Company

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Hyundai Motor Company

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Rechtsform AG, Teil von Hyundai Motor Group
ISIN KR7005380001
USY384721251 (GDR)
Gründung 1967
Sitz Seoul, Korea SudSüdkorea Südkorea
Leitung Chung Mong-koo
Mitarbeiterzahl 68.383 (2017)[1]
Umsatz 85,91 Milliarden US-Dollar (2017)[1]
Branche Automobilindustrie
Website hyundai.com

Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 현대 자동차
Hanja: 現代自動車
Revidierte Romanisierung: Hyeondae Jadongcha
McCune-Reischauer: Hyŏndae Chatongch’a

Die Hyundai Motor Company (HMC; 현대 자동차 ‚moderne Automobile‘), ein südkoreanischer Automobilhersteller der Hyundai Motor Group, wurde 1967 von Chung Ju-yung gegründet. Die korrekte Aussprache von Hyundai lautet [hjə́ːndɛ] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i). In Deutschland geläufig ist aber auch die Aussprache ['jʊndaɪ̯]. Hyundai bedeutet „modernes Zeitalter“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyundai Pony, der erste von Hyundai entwickelte PKW (1975)
Sitz der Hyundai Motor Europe in Offenbach am Main

Hyundai wurde 1947 von Chung Ju-yung als Bauunternehmen gegründet. Nachdem die koreanische Staatsführung 1962 per Gesetz den Aufbau einer nationalen Automobilindustrie angeordnet hatte,[2] ging daraus 1967 die Hyundai Motor Company hervor, die zunächst in Lizenz den Ford Cortina produzierte, von 1969 bis 1973 auch den Ford P7 montierte[3] und Anfang der 1970er Jahre begann, eigene Autos zu entwickeln. Der erste eigene Typ, der Hyundai Pony, wurde 1974 auf dem 55. Turiner Autosalon vorgestellt und 1975 in Korea eingeführt.[2] Ab 1982 wurde der Pony 2 als erneuertes Modell gebaut. Die Taxi-Version des Pony war für den Betrieb mit Erdgas ausgerüstet. Außerdem wurden leichte Lkw gefertigt, seit Mitte der 80er Jahre auch Schwerlastwagen und Busse. 1976 begann der Export des Pony, zunächst nach Ecuador, ab 1978 nach Europa (Belgien, Niederlande, Spanien, Griechenland). Der erste europäische Vertriebspartner war Moorkens (heute Alcopa) in Belgien.[4] 1983 kamen Kanada und Mittelamerika hinzu, ein Jahr später in die USA. Hyundai erweiterte die Modellpalette, es erschienen die Mittelklassewagen Stellar und Sonata, und die Luxuslimousine Grandeur. Während die Technik anfangs auf Mitsubishi-Modellen aufbaute, entwickelt Hyundai Motors seit den 1990er Jahren seine Autos ausschließlich selbst. Der millionste Hyundai wurde 1985 gefertigt.[5]

1991 wurde die Hyundai Motor Deutschland GmbH gegründet und hat formell ihren Sitz in Neckarsulm. 2003 wurde in Rüsselsheim ein Entwicklungszentrum eröffnet, das mit Kia zusammen betrieben wird.[6] Seit 2005 befindet sich die Europazentrale in Offenbach. 1991 war Hyundai in Deutschland auch der erste koreanische Automobilhersteller auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main. Mit dem Angebot von vier Modellreihen (Pony, S-Coupé, Lantra und Sonata) erfolgt der Markteintritt auf dem deutschen Markt und erzielt damit rund 2.886 Neuzulassungen. Im ersten vollen Geschäftsjahr 1992 wurden rund 28.000 Neuzulassungen und 1993 insgesamt 33.362 Neuzulassungen erreicht.

Im September 1997 wurde das Werk Assan bei İzmit in der Türkei unter Führung der Hyundai Assan Otomotiv, eines Joint-Venture zwischen der Hyundai Motor Company und der türkischen Kibar Holding, fertiggestellt.

1998 übernahm Hyundai den südkoreanischen Autohersteller Kia Motors.

Eine Zusammenarbeit mit Daimler-Chrysler dauerte von 2001 bis 2004. Mittlerweile ist die vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine reichenden Produktpalette nicht mehr nur auf Personenwagen beschränkt, sondern umfasst auch Lkw und Busse. HMC ist auch der größte koreanische Nutzfahrzeughersteller. Hyundai Motors zählte derzeit zu den sieben größten Autoherstellern weltweit.

Im Oktober 2005 wurde zusammen mit den Automobilherstellern DaimlerChrysler und Mitsubishi das Joint Venture Global Engine Manufacturing Alliance (GEMA) gegründet, das Motoren für die beteiligten Firmen herstellt. 2005 wurde auch der Slogan von „Alles dabei – Hyundai“ in „Drive your way“ geändert.[7] Im selben Jahr wurde auch der Designer Thomas Bürkle eingestellt, der vorher bei BMW gearbeitet hatte, ein Jahr später Peter Schreyer von Volkswagen. Weitere europäische Designer folgten.[8]

Hyundai war offizieller Sponsor der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Laut einer Studie der Universität Hohenheim profitierte die Marke von diesem Engagement. Vor der WM kannten lediglich 25 Prozent der Deutschen die Marke Hyundai, nach der WM war 50 Prozent der Name ein Begriff. Damit konnte die Marke den höchsten Bekanntheitsgradgewinn unter allen WM-Sponsoren erreichen.[9]

Ein i40 von Hyundai (2012), vormals Modell Sonata[10]

Im April 2006 begann das Unternehmen mit der Errichtung der Hyundai Motor Manufacturing Czech im tschechischen Nošovice. Das erste Hyundai-Fahrzeugwerk in Europa hat seine Produktion 2009 aufgenommen.[11]

Im Jahr 2009 konnte Hyundai in Deutschland mehr als andere Hersteller von der Abwrackprämie profitieren.[12]

Am 21. September 2010 wurde im Industriegebiet Kamenka bei Sankt Petersburg (Russland) nach dreijähriger Bauzeit für rund 500 Millionen US-Dollar das neue Autowerk Hyundai Motor Manufacturing Rus (HMMR) errichtet. 2011 sollen rund 2.400 Mitarbeiter rund 105.000 Fahrzeuge produzieren. 2011 soll für den russischen Markt der Typ Hyundai Solaris in Serienfertigung gehen. Die Hyundai Motor Manufacturing Rus (HMMR) verfügt damit weltweit über sieben Produktionsstätten außerhalb Koreas: in Indien, in Tschechien, in der Türkei, in Russland und in den USA. Ebenfalls 2010 wurde Hyundai weltweit der fünft-größte Fahrzeughersteller.[6]

Im März 2011 hat die Hyundai Motor Company eine 34,88 Prozent Beteiligung an der Hyundai Engineering & Construction für 4,96 Billionen Won (4,4 Milliarden US-Dollar) übernommen.[13]

Im November 2012 wurde ein Produktionsstandort im brasilianischen Piracicaba eröffnet.[14] Bis 2017 wurden dort rund 900.000 Fahrzeuge produziert.

Auf dem Heimatmarkt blieb das Unternehmen stark: im Jahr 2013 hatte es einen Marktanteil von 43 Prozent.[12] Seit 2015 ist Albert Biermann, der zuvor stellvertretender Entwicklungschef der BMW M GmbH war, Entwicklungsvorstand der Hyundai Motor Group.[15][16]

Im Oktober 2020 wurde für Elektrofahrzeuge die Submarke Ioniq gegründet.[17]

Entwicklungen zur Verbesserung der Marktposition seit 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyundai Atos (ab 1997)

Um auf dem europäischen Markt Anfang der 1990er Jahre Fuß zu fassen, verfolgte die Hyundai ähnlich wie japanische Automobilhersteller 20 Jahre zuvor eine aggressive Preispolitik (verbunden mit einer großzügigen Serienausstattung), um die technisch den europäischen Fabrikaten meist unterlegenen Modelle zu verkaufen. So konnten vor allem Kleinwagen und kleine Nischenmodelle an den Käufer gebracht werden, da in diesen Klassen Prestige eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Qualität, weniger Billiganbieter (etwa ab 2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyundai Santa Fe (ab 2000)

Mit der Einführung einer neuen Modellgeneration ab dem Jahr 2000 (das SUV Hyundai Santa Fe, der Kleinwagen Hyundai Getz, der Geländewagen Hyundai Terracan, den Kompaktvan Hyundai Matrix sowie das (2001 vorgestellte) Hyundai Coupé und den Mittelklassewagen Hyundai Sonata), waren die Fahrzeuge nicht nur preisgünstig, sondern erreichten auch ein im Vergleich zu den früheren Hyundai-Fahrzeugen ein höheres Qualitätsniveau,[18][19] Diese Modellgeneration stellte auch im Bereich der Sicherheit eine Weiterentwicklung dar: beispielsweise erreichten der Santa Fe und der Getz im Euro-NCAP-Crashtest vier von fünf Sternen. Dieses Ergebnis war für den Kleinwagen Hyundai Getz ein gutes Zeugnis, da zu dieser Zeit auch bekannte Konkurrenzprodukte mit derselben Punkt- und Sternenanzahl (z. B. Opel Corsa C, Nissan Micra, Peugeot 206) den Test absolvierten.

Bemerkenswert war der Hyundai Santa Fe im Jahr 2000, der als mittelgroßes SUV eine zukunftsweisende Modellpolitik von Hyundai zeigte, da dieses Fahrzeugsegment trotz hoher Erdölpreise große Zuwächse verzeichnete, und entsprechende Modelle europäischer Automobilhersteller bis 2007 (Opel Antara, Peugeot 4007, Citroën C-Crosser, VW Tiguan) oder 2008 (Renault Koleos, Ford Kuga) noch nicht erhältlich waren.

Mit der Einführung des Hyundai Tucson Ende des Jahres 2004 und der fünften Generation des Hyundai Sonata (NF) im ersten Quartal 2005 setzte auch Hyundai das ESP sowie beim Sonata auch aktive Kopfstützen vorn und Windowbags für alle Sitzreihen ein.[20] 2006 folgte die Neuauflage des Hyundai Santa Fe (Präsentation auf dem Genfer Auto-Salon) und die Oberklasselimousine Hyundai Grandeur (einziges Hyundai-Modell mit acht Airbags). Die Garantiedauer betrug damals in Deutschland drei Jahre.[20] Ziel des Unternehmens war, das "Discounter-Image" hinter sich zu lassen und ein ernst zu nehmender Anbieter zu werden.[6][19] Anstelle „Alles dabei – Hyundai“ lautete 2005 der neue Slogan „Drive your way“.[7]

Um den Rückstand im Bereich der Dieselmotoren aufzuholen, investierte die Hyundai Motor Company auch mehrere Milliarden Euro in die Entwicklung eigener Common-Rail-Dieselmotoren, die im Hyundai-Forschungszentrum in Rüsselsheim am Main[19] entwickelt wurden:[18] sie haben Abgasturbolader mit variabler Schaufelgeometrie und decken den Hubraumbereich von 1,5 l ab 65 kW/ 88 PS (für Getz und Accent), über 1,6 l (für das Modell i30, 85 kW /116 PS) bis zu 2,0 l (Sonata 103 kW/ 140 PS) beziehungsweise auf 2,2 l hubraumvergrößert (für die Modelle Grandeur und Santa Fe, 114 kW/155 PS) ab. Weiter wurden die Benzinmotoren (1.6 l R4, 2.0 l R4, 2.7 l V6, insbesondere durch variable Steuerzeiten der Nockenwelle) modernisiert. Die neu entwickelten 4-Zylinder-Dieselmotoren werden auch in verschiedenen Modellen der Schwestermarke Kia eingesetzt. Im Jahr 2009 wurde im Hyundai Veracruz für den europäischen Markt ein neu entwickelter 3.0-l-V6-Dieselmotor eingesetzt, der 176 kW (239 PS) leistete und damit der Leistung von Mercedes M-Klasse ML 320 CDI, dem BMW E70 3.0d, Audi Q7 und VW Touareg 3.0 TDI entsprach.

Nachdem die Fahrzeuge von Hyundai schon im Jahr 2004 in der Pannenstatistik des ADAC im vorderen Mittelfeld lagen,[19] erschien 2010 eine von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Fachzeitschrift Auto Bild durchgeführte repräsentative schriftliche Befragung zum Thema Qualität und Zuverlässigkeit (Auto Bild Qualitätsreport). Auf Basis von 9.278 befragten Autofahrern erreichte Hyundai Platz 1, Honda Platz 2; Audi, Mazda und Toyota teilten sich den dritten Platz.[21] Im Jahr 2011 wurde die Befragung der GfK zum Thema Qualität und Zuverlässigkeit erneut durchgeführt (im Auftrag der Fachzeitschrift Auto Bild). Auf Basis von 8.610 Interviews mit Autofahrern erzielte Hyundai erneut den 1. Platz, auf Platz 2 folgten Honda, Mazda und Toyota und auf Platz 5 Škoda.[22] 2011 war die Garantiezeit in Deutschland auf fünf Jahre angehoben,[6] wenn auch seit März 2017 bezüglich Händler[23] und bei Audio- und Navigationssystemen Einschränkungen (für letztere drei Jahre) bestehen.[24]

US-Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Genesis von Hyundai (2010)
Als Antwort auf den Toyota Prius entwickelte Hyundai seit 2015 an einem Hybrid- und EV-Modell auf Basis des i30, den 2016 präsentierten Hyundai Ioniq

Ähnlich wie Honda es 1984 mit Acura sowie Toyota mit Lexus und Nissan mit Infiniti im Jahr 1989 vorgemacht hatten, lotete Hyundai in den USA die Marktchancen im oberen Marktsegment aus. Dazu wurden im Jahr 2007 die Studien Genesis und Genesis Coupé vorgestellt, die mit einer 6-Stufen-Automatik von Aisin Seiki oder ZF (liefert beispielsweise auch Automatikgetriebe für BMW), den ersten selbst entwickelten V8-Benzinmotor von Hyundai (Hyundai Genesis) und einen 3.8-l-V6-Benzinmotor (Hyundai Genesis Coupé) mit 306 PS ausgestattet waren. Am 8. Januar 2008 präsentierte die Hyundai Motor Company die Serienversion des Hyundai Genesis in Südkorea. Er löste den in die Jahre gekommenen Centennial ab und erhöhte vor allem auf dem US-Markt die Konkurrenz für deutsche Premium-Anbieter wie Audi, BMW und Mercedes oder für die oben genannten japanischen Edelmarken, da Hyundai den Genesis preisgünstiger (besser ausgestattet) anbot und er technisch mithalten konnte.[6][25] In Tests von US-amerikanischen Fachzeitschriften schnitt die Genesis Limousine hervorragend ab (z. B. im Test der Zeitschrift Consumer Reports mit 92 von 100 möglichen Punkten). Außerdem zeigte Hyundai auf der New York International Auto Show im März 2008 die Serienversion des Hyundai Genesis Coupé, das vor allem gegen den Infiniti G37 antrat. Darüber hinaus wurden die Fahrzeuge in USA mit einer Sieben-Jahres Garantie angeboten.[6][12] Erst im Jahr 2015 wurde Genesis eigenständige Marke.[26] Für das Design war dann Luc Donckerwolke zuständig, der schon für Audi, Bentley und Lamborghini gearbeitet hatte.[17]

Alternative Antriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyundai Ioniq Electric

Seit Juli 2009 verkaufte Hyundai in Korea das Halbhybrid-Modell Elantra LPI Hybrid, bei dem ein Elektroantrieb einen erdgasgetriebenen Ottomotor unterstützt.

Anfang 2016 präsentierte Hyundai den Hyundai Ioniq, der als reines Elektroauto und in zwei Hybridversionen angeboten wird (Plug-In ab Mitte 2017). Die Elektroversion gilt auch durch günstige Aerodynamik als eines der effizientesten[27][28] alltagstauglichen Elektroautos.

Hyundai hat geplant, ab Ende 2019 1000 wasserstoffbetriebene Lastwagen in die Schweiz zu liefern. Der größte Teil davon werde an Coop geliefert.[29] Mit etwas Verspätung wurden im Oktober 2020 die ersten sieben Wasserstoff-LKW vom Typ Xcient Fuel Cell ausgeliefert.[30]

2019 wurde eine Elektroauto-Studie Hyundai 45 EV Concept vorgestellt, die im Jahr 2021 wurde als Ioniq 5 auf den Markt kam. Ioniq soll eine Submarke werden.[31] Für die designbezogene Kommunikation der Elektroauto-Marke Ioniq und Brennstoffzellenfahrzeuge wird Luc Donckerwolke zuständig sein, der 2016 das Design bei Genesis gestaltete.[17]

Fahrzeugabsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 zeigte Hyundai in Europa nur wenige Neuheiten und verlor Marktanteile. Durch die inzwischen höheren Preise konnten die Fahrzeuge nicht mehr nur über den Preis verkauft werden. 2008 blieben die Verkaufszahlen in etwa gleich, Anfang 2009 steigerte Hyundai auf Grund der Abwrackprämie in Deutschland die Verkäufe:[12] Da alle kleinen Modelle der Marke nicht länger als zwei Jahre auf dem Markt waren oder gerade erst eingeführt wurden (Hyundai i20) und gerade diese Fahrzeugklassen (Kleinstwagen, Kleinwagen und Kompaktwagen) dank der Prämie einen enormen Aufschwung erlebten, konnte die Marke zulegen. So verkaufte Hyundai im Februar 2009 um über 350 Prozent Hyundai i10 und 810 Prozent mehr i30 als im Vorjahresmonat.

Hyundai ist einer der am schnellsten wachsenden Autokonzerne der Welt.[6][2] Zusammen mit der Tochter Kia steigerte das Unternehmen 2009 den Absatz um 14,4 Prozent auf 4,65 Millionen Fahrzeuge.

Produktion 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Automobilproduktion der Hyundai Motor Company (Hyundai und Kia) 2009:[32]

Automarke PKW Leichte LKW
bis 7,5 t
Busse mit mind.
8 Sitzplätzen
Gesamt
Hyundai 2.755.489 247.045 97.422 3.099.946
Kia 1.467.043 77.934 843 1.545.820
Gesamt 4.222.532 324.979 98.265 4.645.766

Der Fahrzeugabsatz allein für Hyundai betrug 2009 rund 3,1 Millionen Fahrzeuge, davon waren 2,4 Millionen für den Export bestimmt, unter anderem rund 570.000 in die Volksrepublik China. In Südkorea wuchs der Absatz 2009 um rund 23 Prozent auf 701.000 Einheiten. 2010 wurde ein weltweiter Absatz von rund 5,7 Millionen Fahrzeugen erreicht, womit Hyundai weltweit der fünftgrößte Automobilhersteller war.[6] Das Wachstum finanziert Hyundai durch seine gute Position auf dem Heimatmarkt (43 % Marktanteil 2013).[12] 2015 stellte Hyundai fast 7,9 Millionen Fahrzeuge her.[33] Im Jahr 2019 waren es 7,2 Millionen Automobile, was weltweit den vierten Platz bedeutet.[34]

Hyundai Motor Deutschland GmbH (HMD)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hyundai Motor Deutschland GmbH (HMD) wurde 1991 in Neckarsulm gegründet, beschäftigt 130 Mitarbeiter und erzielte 2009 einen Umsatz von 767 Millionen Euro. Der Sitz wurde im Oktober 2013 nach Offenbach am Main verlegt,[35] wo sich bereits die Europa-Zentrale der Hyundai Motor Europe GmbH[36] befindet.[37] Präsident der HMD ist seit 1. Januar 2012 Bae Jung-kook.[38] Die Hyundai Motor Deutschland war bis Ende 2011 eine Tochtergesellschaft der Emil Frey Gruppe, die in Deutschland an 68 Standorten rund 3.021 Mitarbeiter beschäftigte und den Import der Fahrzeuge übernahm. 2010 waren 545 Autohäuser in Deutschland Vertragspartner der Marke Hyundai. 489.141 Hyundai-Fahrzeuge gehörten zum 1. Januar 2010 zum Fahrzeugbestand in Deutschland.

Neuzulassungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Deutschland
nur PKW
Marktanteil
1995 23.704 0,72 %
1996 31.943 0,91 %
1997 16.622 0,47 %
1998 21.185 0,57 %
1999 19.610 0,52 %
2000 21.666 0,64 %
2001 19.894 0,60 %
2002 27.897 0,86 %
2003 34.476 1,07 %
2004 45.667 1,40 %
2005 51.704 1,55 %
2006 52.405 1,51 %
2007 47.523 1,51 %
2008 51.677 1,67 %
2009 91.330 2,40 %
2010 74.287 2,55 %
2011 86.866 2,70 %
2012 100.875 3,30 %
2013 101.522 3,44 %
2014 99.820 3,29 %
2015 108.434 3,38 %
2016 107.228 3,20 %
Jahr Österreich
2003 6.083
2004 7.657
2005 9.222
2006 8.135
2007 8.087
2008 6.864
2009 12.148
2010 15.745
2011 18.120
2012 19.284 (Platz 5)
Jahr Schweiz
1999 5.536
2000 7.139
2001 7.339
2002 8.614
2003 7.699
2004 7.050
2005 6.917
2006 6.179
2007 4.681
2008 5.795
2009 5.761
2010 6.249
2011 5.555 (Jan.–Juli)

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personenwagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nutzfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauzeit Baureihe Anmerkung Bild
seit 1977 Hyundai Porter HPorter.JPG
1986–2004 Hyundai Grace Lizenzbau des Mitsubishi L300, der in Europa als Hyundai H-100 angeboten wurde. 1995 Hyundai Grace Sweden.JPG
seit 1997 Hyundai H-1 Die erste Generation war ein Lizenzbau des Mitsubishi Space Gear und wurde in Deutschland im Herbst 1997 eingeführt. Die zweite Generation ist seit Anfang 2008 erhältlich. 2008-2010 Hyundai iMax (TQ-W) van 01.jpg
2000–2007 Hyundai Libero Die LKW-Variante des ersten H-1, die als Light Truck in diversen Aufbauarten unter anderem als 4WD angeboten wird Hyundai H-1 Pick Up Libero.JPG
seit 2014 Hyundai H350 Der H350 wurde als leichtes Nutzfahrzeug für den europäischen Markt entwickelt. Drei Karosserievarianten werden angeboten: Kastenwagen, Fahrgestell und Bus. Der H350 bietet eine Kabinen- und Fracht-Ladekapazität von bis zu 1,4 Tonnen Nutzlast und 2,5 Tonnen Anhängelast.[39] Hyundai H350.JPG
seit 2020 Hyundai Xcient Fuel Cell Der Xcient Fuel Cell ist der weltweit erste in Serie gebaute elektrische Schwerlast-Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellen. Er verfügt über ein 190 kW (258 PS) starkes E-Antriebssystem mit zwei 95-kW-Brennstoffzellen-Einheiten. Der Brennstoffzellen-LKW wurde nach den Bedürfnissen Schweizer Firmen für den Konsumgütertransport in der Schweiz entwickelt.[40]

Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eins der ersten Konzeptfahrzeuge der Hyundai Motor Company war im Jahr 1974 das Hyundai Pony Coupé von Italdesign.[41]

Sponsorentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hyundai ist seit 1999 einer der Sponsoren der FIFA. Der aktuelle Vertrag läuft bis 2022.[42] Von 2000 bis 2018 war das Unternehmen einer der Sponsoren der UEFA.[43]

In Deutschland war Hyundai von 2007 bis 2012 Hauptsponsor des FSV Frankfurt.[44]

Hockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Januar 2005 bis Dezember 2012 war Hyundai Hauptsponsor des Deutschen Hockey-Bundes.[45]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hyundai – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hyundai Motor on the Forbes Global 2000 List. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 18. Juli 2018]).
  2. a b c Automobil-Industrie vom 14. Oktober 2017, 50 Jahre Hyundai und Kia: Eine Frage der Qualität
  3. archivierte Version von org3-www.hyundai.com/worldwide/en/about-hyundai/corporate/information/vehicle-history/1960/ford-20m
  4. The history of Alcopa. In: alcopa.com. 30. August 2017, abgerufen am 30. Juni 2019 (englisch).
  5. Allt om bilar. In: Specialtidningsförlaget AB (Hrsg.): Teknikens Värld. Nr. 9, Stockholm, Sweden, 2. Mai 1991, S. 9.
  6. a b c d e f g h David Böcking: Anpassungsmeister Hyundai., DER SPIEGEL vom 10. Oktober 2011, abgerufen am 10. Oktober 2011
  7. a b Automotive News vom 24. Januar 2005, Hyundai, Kia launch global brand strategies, abgerufen am 17. April 2021.
  8. welt.de vom 30. Juli 2011, Der Nachfrage-Boom begann mit deutschen Designern, abgerufen am 16. April 2021.
  9. SPIEGEL Online vom 3. August 2006, Hyundai verdoppelt Bekanntheitsgrad, abrufbar am 16. April 2021.
  10. auto-motor-und-sport.de abgerufen am 17. April 2021.
  11. Meldung der Prager Zeitung, abgerufen am 6. Oktober 2011
  12. a b c d e manager-magazin.de vom 2. September 2013, Koreanischer Kampfplan, abgerufen am 16. April 2021.
  13. emfis.de (Memento vom 29. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
  14. Gerando 20 mil empregos, Hyundai completa cinco anos em Piracicaba. 10. November 2017, abgerufen am 31. Dezember 2017 (brasilianisches Portugiesisch).
  15. stern.de über den Hyundai-Konzern vom 8. August 2017, abgerufen am 21. Oktober 2019,
  16. spiegel.de, Fahrbericht des cee'd vom 4. Oktober 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  17. a b c auto-motor-und-sport.de vom 2. November 2020, Donckerwolke ist zurück bei Hyundai, abgerufen am 18. April 2021.
  18. a b automobilwoche.de vom 8. Juni 2004, Hyundai, Kia, Daewoo und Ssangyong mit zweistelligen Zuwachsraten: Koreanische Automarken blasen zum Angriff auf deutschen Markt
  19. a b c d Koreanische Automarken drängen in deutschen Markt. handelsblatt.com, 4. Juni 2004, abgerufen am 13. April 2021.
  20. a b adac.de, Hyundai Sonata 2.4 GLS (03/05 - 08/08), Technische Daten insbesondere Sicherheitsausstattung, abgerufen am 17. April 2021.
  21. Wie gut oder schlecht sind unsere Autos?: AUTO BILD Qualitätsreport 2010
  22. hyundai.de, Zusammenstellung des Auto Bild Qualitätsreportes 2011, (Memento vom 27. Januar 2012 im Internet Archive), abrufbar am 16. April 2021.
  23. automobilwoche.de vom 7. März 2017, Hyundai streicht freiem Handel die Garantie, abgerufen am 18. April 2021.
  24. focus.de 2019 Vorsicht beim Hyundai-Kauf: 5-Jahres-Garantie gilt nur noch bei autorisierten Händlern, abgerufen am 18. April 2021.
  25. motortrend.com
  26. Hyundai spins off Genesis luxury brand, promises six new models by 2020. CNET, abgerufen am 17. April 2021 (englisch).
  27. pushevs.com
  28. fueleconomy.gov
  29. Flotte von Wasserstoff-Lastwagen entert Schweizer Strassen. In: swissinfo.ch. 24. September 2018, abgerufen am 25. September 2018.
  30. Hyundai liefert erste Wasserstoff-Lkw vom Typ Xcient Fuel Cell aus. In: ecomento.de. 8. Oktober 2020, abgerufen am 9. Oktober 2020.
  31. Stefan Leichsenring: Hyundai gründet Submarke Ioniq und kündigt Ioniq 5, Ioniq 6 und Ioniq 7 an. In: de.motor1.com. 10. August 2020, abgerufen am 18. April 2021.
  32. WORLD MOTOR VEHICLE PRODUCTION: HYUNDAI (englisch; PDF; 14 kB)
  33. manager-magazin.de vom 12. Mai 2016, Die weltgrößten Autohersteller 2015, abrufbar am 17. April 2021.
  34. handelsblatt.com vom 19. Februar 2020, VW vor Toyota: Das sind die größten Autohersteller der Welt
  35. Peter Dietz: Hyundai zieht nach Offenbach. fr-online.de, 21. Juni 2012, abgerufen am 9. Oktober 2013.
  36. worldwide.hyundai.com
  37. heise.de
  38. Jung Kook Bae ist Präsident von Hyundai-Deutschland. In: auto.de. 30. Januar 2012, abgerufen am 27. April 2014.
  39. Auto Bild.de: Nutztier aus Korea, 4. September 2014
  40. ecomento.de
  41. de.motor1.com
  42. Hyundai/Kia Motors fifa.com
  43. Die Uefa fährt bald Volkswagen faz.net, 9. August 2017
  44. Klinken putzen für einen Sponsor fr.de, 14. Juni 2012
  45. Deutscher Hockey-Bund verliert seinen Hauptsponsor Hyundai new-business.de, 7. Dezember 2012

Koordinaten: 37° 27′ 50,8″ N, 127° 2′ 32,3″ O