Urft

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Dieser Artikel behandelt die Ortschaft Urft; für den gleichnamigen Fluss siehe Urft (Fluss).

Koordinaten: 50° 30′ 39″ N, 6° 34′ 32″ O

Urft
Gemeinde Kall
Höhe: 410 m ü. NHN
Einwohner: 336 (31. Dez. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Eingemeindet nach: Kall
Postleitzahl: 53925
Bahnhaltepunkt

Bahnhaltepunkt

Urft ist ein östlicher Ortsteil der Gemeinde Kall im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen. Urft hat etwa 340 Einwohner.

Urft, Schullandheim Haus Dalbenden, Luftaufnahme (2015)

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt halbkreisförmig um eine namenlose Anhöhe (502,3 m ü. NHN[2]).

Am Rande des Ortes mündet der Gillesbach in die Urft.[3]

Südwestlicher Nachbarort ist Steinfeld.[3] Nordwestlich grenzt Sötenich an Urft, nördlich Keldenich.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der römischen Zeit stammt die in der Nähe des Ortes verlaufende Eifelwasserleitung mit einem interessanten Aufschluss mit Durchlass.[4]

Im Mittelalter entstanden die Burg Dalbenden sowie die schon in der Gemarkung Keldenich liegende Stolzenburg:

  • Die Stolzenburg war eine auf dem nordöstlich Talhang der Urft thronende Ruine einer Höhenburg.
  • Die Burg Dalbenden ist eine im 12. Jahrhundert als Wasserburg entstandene Burganlage.

Am Ortsrand befindet sich der ehemalige Atombunker der Landesregierung, der Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen.

Am 1. Juli 1969 wurde Urft nach Kall eingemeindet.[5]

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausweichsitz Nordrhein-Westfalen kann besichtigt werden.

Durch den Ort führen der

  • Römerkanal-Wanderweg mit den Stationen 3 bis 6, der auch an der Burg Dalbenden und an der Stolzenburg vorbeiführt,[6]

sowie die Radfernwege

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hermann-Josef-Haus Urft, eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung, umfasst auf einem ca. 11 ha großen Gelände im Gillesbachtal eine Kapelle, Schul- und Wohneinrichtungen für ca. 100 junge Menschen, einen Sportplatz und eine therapeutische Reitanlage. Träger ist der Katholische Erziehungsverein Köln.

In Urft befinden sich ein Jugendwaldheim und zwei Schullandheime.

Am westlichen Ortsausgang befindet sich eine Kläranlage an der Urft.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Urft verlaufen die Landesstraßen 22 und 204.[3] An die Autobahn 1 ist Urft über die Autobahnanschlussstelle Nettersheim angebunden.[3]

Der Ort verfügt über die Bahnstation Urft (Steinfeld) an der Eifelstrecke.[3]

In Urft fährt bei Bedarf ein Anruf-Sammel-Taxi (Linie 835 des VRS). [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Kall: Einwohner nach Ortsteilen, abgerufen am 2. Februar 2017
  2. Deutsche Grundkarte 1:5000
  3. a b c d e f g Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise) (Abfrage vom 14. Dezember 2016)
  4. Klaus Grewe: Aquädukte. Wasser für Roms Städte. Der große Überblick – vom Römerkanal zum Aquäduktmarmor. Regionalia Verlag, Rheinbach 2014, ISBN 978-3-95540-127-6, S. 272 f.
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.
  6. Klaus Grewe, Manfred Knauff: Die lange Leitung der Römer. Der Römerkanal-Wanderweg Nettersheim-Köln. Hrsg.: Eifelverein e.V. 1. Auflage. 2012, ISBN 978-3-921805-81-7, S. 41 ff, 150 ff.
  7. Anruf-Sammel-Taxi (AST) Kreis Euskirchen. In: AST Telefonnummern. Verkehrsverbund Rhein-Sieg, 2015, S. 31, abgerufen am 20. April 2015 (PDF).