Ursula Berlinghof

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Ursula Berlinghof (* 1961 in Heidelberg[1][2]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursula Berlinghof absolvierte ihre Schauspielausbildung von 1980 bis Sommer 1984 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Saarbrücken.[1][2][3]

Im Anschluss daran hatte sie Festengagements am Schauspielhaus Kiel (1984–1990), beim Tournee-Theater Greve (Saison 1990/91), bei der Komödie Winterhuder Fährhaus (Spielzeit 1991/92), beim „Jungen Theater für Hamburg“ auf Kampnagel (1992–1994), beim Carrousel-Theater (1995), am Staatstheater Braunschweig (1997), am Staatstheater Darmstadt (1997, und erneut in der Spielzeit 2000/01) und am Stadttheater Heidelberg (1998–2000).[3]

Seit 2002 ist Berlinghof als freischaffende Schauspielerin tätig. Sie trat in den Folgejahren an zahlreichen Münchener Bühnen (u. a. Teamtheater München, Pasinger Fabrik, Junges Schauspiel Ensemble München) sowie an verschiedenen Theatern in Bayern und im süddeutschen Raum auf.

Regelmäßig spielte sie ab 2009 am Kleinen Theater/Kammerspiele Landshut, wo sie in zahlreichen Inszenierungen zu sehen war. Sie trat dort unter anderem mit ihrem Soloprogramm Die Eisprinzessin (nach F. K. Waechter), als Stelzfuß (Pegleg) in The Black Rider, in Antigone und als Mrs. Peachum in Brecht/Weills Die Dreigroschenoper (2011–2013, Premiere: Spielzeit 2011/12) in der Regie von Sven Grunert auf.[3] 2013 gewann sie bei den 9. Wasserburger Theatertagen den Darstellerpreis für ihre Rolle in der Landshuter Produktion Bloß a Gschicht.[3]

Weitere Theaterengagements hatte sie am Stadttheater Landsberg (2010), beim Theater an der Rott in Eggenfelden (2014/2015) und mehrfach an der Württembergischen Landesbühne Esslingen (2016–2018).[1][4] In der Spielzeit 2016/17 war sie an der Württembergischen Landesbühne Esslingen die Gymnasiallehrerin Inge Lohmark in der Bühnenfassung des Romans Der Hals der Giraffe von Judith Schalansky.[5] In der Spielzeit 2017/18 verkörperte sie dort, an der Seite von Ernst Konarek, die weibliche Hauptrolle der Maude Gutman in dem Theaterstück Das Original von Stephen Sachs.[6]

In der Spielzeit 2017/18 gastierte sie am Theater Kempten in der Eigenproduktion von Madame Bovary.[7][8] Mit dieser Produktion geht Berlinghof nach der Wiederaufnahme in der Spielzeit 2018/19 auch auf Tournee.[9] In der Spielzeit 2018/19 übernahm sie an der Württembergischen Landesbühne Esslingen die Rolle der Frau Brigitte in einer Neuinszenierung von Der zerbrochne Krug.[10]

Berlinghof stand seit Anfang der 1990er Jahre auch für zahlreiche TV-Produktionen vor der Kamera, wo sie meist prägnante Nebenrollen (u. a. als Supermarktverkäuferin, Kassiererin oder Verwaltungsangestellte) verkörperte.

Zu ihren Filmarbeiten gehören Episodenrollen in SOKO 5113 (als verzweifelte Mutter, bzw. Ex-Ehefrau), Tiere bis unters Dach (als Markthändlerin), ein Kurzauftritt als Lehrerin im Kinofilm Fack ju Göhte (2013) und Rollen in einigen Kurzfilmen. Im Dezember 2018 ist Berlinghof in der ZDF-Serie Die Rosenheim-Cops in einer Episodenrolle als Emmi Winter, die Haushälterin eines ermordeten Modeschöpfers, zu sehen.[11]

Berlinghof ist auch als Sprecherin für Hörspiele, Hörbücher und Videospiele tätig. Sie lebt seit 2001 mit ihrer Familie in München.[1][7]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Ursula Berlinghof bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  2. a b Ursula Berlinghof. Vita und Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  3. a b c d Menschen am kleinen theater: Ursula Berlinghof. Vita mit Rollenverzeichnis. Offizielle Internetpräsenz Kleines Theater/Kammerspiele Landshut. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  4. URSULA BERLINGHOF. Vita. Offizielle Internetpräsenz Württembergische Landesbühne Esslingen. Abgerufen am 25. November 2018.
  5. Der Hals der Giraffe. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  6. Theateraufführung von „Das Orginal“(sic!) in Esslingen: Der Gutachter und die Federboa. Aufführungskritik. In: Stuttgarter Zeitung vom 28. Januar 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  7. a b Ursula Berlingshof. Vita. Offizielle Internetpräsenz Theater Kempten. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  8. Von tragisch bis komisch, aber nie flach. Aufführungskritik. In: Donaukurier vom 21. Dezember 2017. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  9. MADAME BOVARY. Offizielle Internetpräsenz Tournee-Theater THESPISKARREN. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  10. Zerbrochener Krug nicht klein zu kriegen. Aufführungskritik. In: Südwestpresse vom 28. November 2018. Abgerufen am 11. Dezember 2018.
  11. Die Rosenheim-Cops | Ein doppelter Einbruch. Offizielle Internetpräsenz ZDF (mit Foto von Ursula Berlinghof). Abgerufen am 11. Dezember 2018.