Vienna Vikings

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AFC Dacia Vienna Vikings Flag of Austria.svg
Stadt: Wien
Gegründet: 1983
Teamfarben: Purple, Gold & White
Cheftrainer: Chris Calaycay
Liga (2019): Austrian Football League (AFL)
Größte Erfolge
2004, 2005, 2006, 2007, 2013 Eurobowl-Sieger
1994, 1996, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007, 2009, 2012, 2013, 2014, 2017 Österreichischer Meister
Stadion
Name:

Stadion Hohe Warte

Adresse: Klabundgasse 11, 1190 Wien-Döbling
Spielbelag: Naturrasen
Kapazität: 4.500
Zuschauerschnitt (2010): 2500
Kontakt
Internet: www.daciavikings.com
Datenstand
15. Mai 2017
Die Vienna Vikings beim Gewinn der Austrian Bowl XXIX (2013)
Cheerleaders der Vienna Vikings (2013)

Die AFC Dacia Vienna Vikings (früher auch Vienna Vikings, Chrysler Vikings Vienna, Dodge Vikings Vienna, Raiffeisen Vikings Vienna) sind ein American-Football-Team aus der österreichischen Bundeshauptstadt Wien.

Vereinsgeschichte bis Saison 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vienna Vikings wurden am 11. Oktober 1983[1] von Thomas Aichmair gegründet, der zuvor nach teaminternen Querelen während der Football-Europameisterschaft 1983 in Castel Giorgio (Italien) die Vereinsleitung bei den – ebenfalls von ihm gegründeten – Vienna Ramblocks niedergelegt hatte. Als Voraussetzungen für die Vereinsneugründung installierte er seinen Freund und Nationalteam-Kollegen Thomas Bundschuh als Leiter der Offense und ließ nur Football-Neulinge für den Spielerkader zu.

Bereits Anfang April 1984, nur wenige Wochen nach dem ersten Training in Ausrüstung, stellten sich die Vikings dem regierenden Staatsmeister „Salzburg Lions“. Bei strömenden Regen gingen die Neulinge in einer wahren „Gatsch-Schlacht“ mit 50:0 unter. Zwei Wochen später am 8. April 1984 waren mit den Nürnberg Vikings die Namensvetter aus Nürnberg zu Gast. Bei der 13:47-Niederlage konnte Horst Obermayer den ersten Touchdown der Vereinsgeschichte erzielen.

In den darauf folgenden zwei Saisons konnten die Vienna Vikings alle Gegner besiegen: Die Meisterschaft der zweiten Liga ging ungeschlagen an sie. Freundschaftsspiele, u. a. auch wieder gegen die Nürnberg Vikings, wurden gewonnen und auch die ersten Spiele der 1. Liga in der Saison 1986 gewannen die Vikings zum Teil ohne Gegenpunkte. Einzig ein Spiel gegen die Linzer Rhinos, welche durch unkonventionelle Spielzüge (bspw. Punts im 3. Versuch) verblüfften, wurde verloren.

Nach dem Durchmarsch durch die 2. und die 1. Liga fuhren die Vikings am 26. Juni 1986 zu ihrem ersten Meisterschaftsfinale – der[2][3] Austrian Bowl II – nach Salzburg. Zweiter Finalist waren die ewigen Rivalen „Graz Giants“, welche man in der regulären Saison in beiden Partien klar besiegen konnte. Aber im Finale konnten die Vikings nicht mithalten. Graz konnte das Endspiel mit einem ungefährdeten 31:12-Sieg für sich entscheiden. Einige Spieler verließen daraufhin das Team und Thomas Aichmair entschied, die Vikings zu reorganisieren und in der nächsten Saison in der 2. Division anzutreten.[4] 1987 gewann man die 2. Division, ohne eine Spiel zu verlieren und stieg erneut in die erste Liga auf.

1988 standen die Vikings zum zweiten Mal in der Austrian Bowl, man stand erneut den „Graz Giants“ gegenüber. Die Giants gewannen das Endspiel mit 33:15. Nach dieser Niederlage beschloss Thomas Aichmair seinen Rücktritt als Präsident der Vikings. In derselben Saison standen die Vienna Ramblocks vor ihrer Auflösung und boten den Vienna Vikings die Übernahme an; tatsächlich wechselten ein paar der noch verbliebenen Spieler in das Lager der Vikings.

In den Jahren 1989 und 1990 verpassten die Vikings den Einzug in die Austrian Bowl. In der Saison 1991 gelang der Einzug in die Austrian Bowl VII. Zum dritten Mal verloren die Vikings gegen die Graz Giants (7:38). Auch in den folgenden zwei Saisons wurde der Einzug in die Austrian Bowl verpasst.

Unter dem amerikanischen Coach Tom F. Smythe zogen die Vikings durch einen 88:12-Sieg (österreichischer Rekord) gegen die „Klosterneuburg Mercenaries“ in die Austrian Bowl X ein. Diese konnten die Vikings am 7. Juli 1994 zum ersten Mal gewinnen. Der Gegner im Finale waren wieder einmal die Graz Giants.

In der Saison 1995 traf man in der Austrian Bowl XI erneut auf die Graz Giants und verlor zum vierten Mal (20:26). Die Vikings bestritten 1995 ebenfalls ihre erste Eurobowl-Saison. Hier schied man jedoch in der zweiten Runde gegen die Düsseldorf Panthers aus.

Vor der Saison 1996 mussten die Vikings den Abgang von zehn Startspielern verkraften, sie erreichten trotzdem das Endspiel. In der Austrian Bowl XII konnten die Vikings zum zweiten Mal die Meisterschaft gewinnen. In einem Spiel mit vielen Punkten gewannen die Vikings mit 41:35 gegen den langjährigen Rivalen, die Graz Giants. Weitere Meisterschaften gewannen die Vikings in den Jahren 1999 bis 2003, 2005 und 2007. In den Jahren 2004 bis 2007 war man ebenfalls im Eurobowl erfolgreich. 2004 und 2005 schlug man die Bergamo Lions, 2006 La Courneuve Flash und 2007 die Marburg Mercenaries. Die Vikings waren europäischer Meister und das erste und einzige Team in der Geschichte, welches den Pokal viermal gewinnen konnte.

1999 wurde der Name der Mannschaft von Vienna Vikings in Chrysler Vikings Vienna geändert, im Dezember 2005 aufgrund neuer Sponsorenverträge in Dodge Vikings Vienna. Seit Jahresbeginn 2008 hieß das Team Raiffeisen Vikings Vienna. Im Frühjahr 2017 erfolgte die Umbenennung nach dem neuen Hauptsponsor in Dacia Vienna Vikings[5], und die Heimspiele werden wieder auf der Hohen Warte ausgetragen.[6]

Vereinsgeschichte ab Saison 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem mit Beginn der Saison 2009 viele strukturelle Änderungen der Liga, wie beispielsweise die Reduktion von A-Klasse-Legionären am Feld und im Kader, in Kraft traten und mit Ende der Saison 2008 wichtige Leistungsträger der Vikings, wie der langjährige Quarterback Luke Atwood, der sieben Saisons für die Wiener gespielt hatte[7], aus dem Kader ausschieden, mussten die Vikings grundlegende Änderungen vornehmen und einen Zukunftsplan erstellen, um möglichst bald wieder an frühere Erfolge anknüpfen zu können. Dabei stellten die Vikings im Herbst 2008 ein für österreichische Verhältnisse ungewöhnliches, später auch viel kritisiertes, aber schlussendlich erfolgreiches Konzept ohne amerikanischen Quarterback und dafür mit zwei gleichwertigen österreichischen Spielmachern, Christoph Gross und Philipp Jobstmann, vor.

Die Mannschaft startete mit zwei Heimsiegen gegen die Cineplexx Blue Devils und die Swarco Raiders Tirol und einer Auswärtsniederlage gegen den amtierenden österreichischen Meister Turek Graz Giants in die neue Saison, der eine über sechs Spiele andauernde Niederlagenserie folgte, darunter im Viertelfinale der EFL gegen La Courneuve Flash und bei der Charity Bowl gegen die Wesleyan Titans. Ab diesem Zeitpunkt steigerte sich die Leistung von Spiel zu Spiel, womit sie, inklusive der Austrian Bowl XXV, kein Spiel mehr verloren. Eine besondere Leistungssteigerung der Vikings war in einem der letzten beiden Quarters des Austrian-Bowl-Halbfinales (auswärts gegen die Swarco Raiders) zu erkennen, als sie einen 0:21-Rückstand noch in einen 22:21-Sieg drehen konnten. Das Endspiel gewannen die Vienna Vikings in Graz mit 22:19 gegen die Turek Graz Giants, womit der zehnte Meistertitel erreicht werden konnte.[8]

Saison 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2010 verlief trotz einiger Siege mäßig. Das Siege-Niederlagen-Verhältnis konnte im Vergleich zu 2009 zwar von 6:6 auf 8:4 verbessert werden, doch waren die Siege nicht überzeugend genug und die Niederlagen zu deutlich, um daraus Hoffnung schöpfen zu können, den Austrian Bowl auch in dieser Saison zu erreichen. Der 22:50-Niederlage in Innsbruck Ende April folgten einige wenig überzeugende Siege (unter anderem gegen die Badalona Drags und Courneuve Flash), bevor die Vikings in der entscheidenden AFL-Phase zwei Niederlagen gegen die Dragons einfuhren und sich so als Titelverteidiger bereits in den Play-offs um die Meisterschaft verabschieden mussten. Schließlich mussten sich die Vikings auch im Eurobowl-Finale trotz der besten Saisonleistung durch ein 53-Yards-Fieldgoal (bei auslaufender Zeit) den Adlern aus Berlin geschlagen geben. Die Vikings Junioren verabschiedeten sich im Herbst mit einem Meistertitel (26:0-Sieg über die Raiders) aus der Juniorenmeisterschaft, um ab 2011 als Team 2 in der Division 1 anzutreten.

Saison 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2011 begann für das Team mehr als verheißungsvoll, gelang es doch kurz vor Saisonbeginn, mit RB Tony Hunt einen waschechten NFL-Spieler zu verpflichten. Aufgrund von Verletzungen musste die Offense relativ häufig auf ihre Spieler Hunt und Calhoun verzichten, konnte aber trotzdem in der regulären Saison eine 5:1-Bilanz erzielen. Durch den 42:0-Sieg über die Danube Dragons, konnte zum ersten Mal seit Bestehen dieser Bowl-Serie der Blue River Bowl nach Wien geholt werden. Der Wendepunkt einer vielversprechenden Saison war das Eurobowl-Halbfinale gegen die Tyrolean Raiders am 28. Mai 2011. Acht Minuten trennten die Vikings vom Finaleinzug, als sie mit einer 10:7-Führung im Rücken die Raiders zum Punt zwangen und nach einem Punt-Return das First Down auf der Raiders-15-Yards-Linie erreichten. Der Spielzug wurde jedoch annulliert, da ein Vikings-Spieler den Raiders-Punter unerlaubt attackiert hatte. Die Raiders konnten daraufhin mit auslaufender Zeit das entscheidende Fieldgoal zum 13:10 erzielen. Ebenfalls verloren die Vikings mit Running Back Tony Hunt und Linebacker Paul Werner zwei nicht zu ersetzende Leistungsträger in diesem Spiel. Zwar konnten die Wikinger danach noch die Austrian Bowl XXVII gegen die Tyrolean Raiders erreichen, mussten sich aber auf Grund einer guten Leistung in den Special Teams verdient mit 23:13 geschlagen geben. Bei der Verleihung der Liga-MVPs, die im Rahmen der Austrian Bowl stattfand, konnte mit Wide Receiver Laurinho Walch als „Young Star of the Year 2011“ ein Vikings-Spieler jubeln. Zwei Wochen später startete nach einer mehrjährigen Vorbereitung (sowohl sportlich als auch organisatorisch) die Football-Weltmeisterschaft in Graz, Wien und Innsbruck. Innerhalb von nur vier Tagen absolvierte das österreichische Nationalteam ihre drei Grunddurchgangsspiele in der Grazer UPC Arena, konnte dabei aber trotz 20 Wikingern in den Reihen des österreichischen Teams keinen einzigen Sieg einfahren, so spielte Österreich am Ende um Platz Sieben. Im September 2011 zeigte dann das Juniorennationalteam (inklusive einer Reihe von Vikings-Spielern und -Coaches) bei der Junioren-EM eine gute Leistung. So konnte Football-Österreich nach dem 24:14-Finalsieg über Frankreich erstmals einen EM-Titel feiern. Auch die Wikinger gewannen am Ende der Saison 2011 noch den Jugendmeistertitel.

Saison 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chris Calaycay

Zu Beginn der Saison 2012 gab es unter den Coaches einen Paradigmenwechsel in der Philosophie. Ab nun sollte bei den Imports aus den USA der Charakter eine noch wichtigere Rolle spielen, um sicherzustellen, dass die Spieler auch wirklich in die Mannschaft passen würden. Die Legionäre mussten aber auch sportlich das Team weiterbringen. Mit Tillman Stevens wurde ein Defensive Back geholt, dazu kam Dusty Thornhill, den die Vikings bereits 2011 nach Wien holen wollten, zu den Wikingern.

Das Import-Trio wurde mit Kyle Kaiser, einem Wide Receiver, vervollständigt. Leider hatte Kaiser immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen, was ihn um den einen oder anderen Einsatz brachte. Da das Team vor der Saison 2012 extrem verjüngt wurde, schafften zahlreiche junge Spieler den Sprung in die Mannschaft.

Gleich zum Auftakt gelang gegen die Giants aus Graz mit 20:13 der erste Sieg. In den nächsten Spielen wurde Dusty Thornhill zu einem wichtigen Spieler der Wikinger. Nachdem ein Spieler der Vikings aufgrund eines Studienstipendiums nach Kanada zog und zwei weitere Spieler schwere Knieverletzungen erlitten, gingen Head Coach Chris Calaycay immer mehr die Spieler auf der Running-Back-Position aus. Islaam Amadu rückte auf dieser Position nach. Auch Linebacker Simon Blach wurde teilweise zum Running Back umfunktioniert.

Für Quarterback Chris Gross standen am Ende der Saison 33 Touchdowns bei nur drei Interceptions zu Buche. Nachdem die Defense dauerhaft solide Leistungen brachte, schafften es die Vikings nach Siegen über die Schwäbisch Hall Unicorns (25:13) und die Berlin Adler (34:7) in den Eurobowl.

Im Eurobowl traten die Wikinger gegen die mit zahlreichen internationalen Stars gespickten Calanda Broncos an, gegen die die Vienna Vikings mit 14:27 verloren.

In der AFL mussten die Vikings im Grunddurchgang nur eine einzige Niederlage hinnehmen. Auswärts unterlagen die Wikinger den Giants aus Graz mit 34:35, nachdem die Grazer in letzter Sekunde eine Two-Point-Conversion erfolgreich abgeschlossen hatten. Im Playoff der AFL hielten die Danube Dragons das Duell mit den Vikings auf der Hohen Warte für eine lange Zeit offen, in der zweiten Halbzeit drehten die Dragons aber noch einmal auf und siegten am Ende mit 48:32. Damit kam es in der Austrian Bowl zum mittlerweile legendären Aufeinandertreffen mit den Swarco Raiders. Ursprünglich hätte das Finale in Innsbruck stattfinden sollen, aus wirtschaftlichen Gründen wurde das Endspiel vom AFBÖ kurzfristig auf die Hohe Warte verlegt. Die Vikings gewannen das Spiel und waren fortan alleiniger Rekordmeister der AFL.

Saison 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2013 war eine der erfolgreichsten Saisons der Wikinger. Mit keiner Niederlage in allen Wettbewerben feierte man am Ende den Sieg in der Austrian Bowl XXIX mit 48:31 gegen die Swarco Raiders und konnte so den 12. Staatsmeistertitel gewinnen. Auch im Eurobowl XXVII spielten die beiden österreichischen Spitzenmannschaften in diesem Jahr gegeneinander. Am 6. Juli 2013 besiegten die Vikings die Raiders mit 37:14.

Saison 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Titelverteidiger starteten die Vikings in die Saison 2014. Nach der regulären Saison der AFL schaffte man mit insgesamt fünf Siegen und drei Niederlagen den Einzug in die Play-offs. Im Play-off-Halbfinale gegen die Prague Black Panthers sicherte man sich mit einem 41:27-Sieg den Einzug in den Austrian Bowl XXX. Gegen die Swarco Raiders gewannen die Wikinger mit 24:17 und holten zum 13. Mal den Staatsmeistertitel.

In der BIG6 European Football League, welche 2014 neu geschaffen wurde, um die Eurobowl-Teilnehmer zu ermitteln, gewann man in der Gruppenphase gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig mit 14:13. Im zweiten Gruppenspiel folgte dann eine knappe 35:41-Niederlage gegen die Dresden Monarchs. Der Einzug in den Eurobowl XXVIII wurde dadurch verpasst.

Saison 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in der Saison 2015 war die Titelverteidigung das Ziel der Wikinger. Die Play-offs in der AFL erreichten die Vikings mit nur einer Niederlage. Das Halbfinale gewann man gegen die Danube Dragons mit 38:27. In der Austrian Bowl XXXI verlor man anschließend mit 0:38 gegen die Swarco Raiders.

Auch in der Big6 European Football League konnte man, wie im Vorjahr, nicht das Finale erreichen. Der Einzug in den Eurobowl XXIX wurde durch eine 23:45-Niederlage gegen die Schwäbisch Hall Unicorns, dem späteren Eurobowl-Sieger, verpasst.[9]

Saison 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2016 startete mit einem Umzug. Die Heimspiele wurden nun nicht mehr auf der Hohen Warte ausgetragen, sondern im FAC-Stadion. Der Saisonstart im Wiener Derby gegen die Danube Dragons glückte trotzdem mit einem 31:0-Sieg. Mit einer Bilanz von sieben Siegen bei drei Niederlagen, erreichte man die Wildcard-Playoffs. Diese Chance wurde genutzt und das Wildcard-Playoff mit 30:13 erneut gegen die Danube Dragons gewonnen. Im Halbfinale unterlagen die Vikings jedoch den Graz Giants mit 3:7.

In der Big6 European Football League reisten die Vikings nach Frankreich und holten einen 42:0-Sieg gegen die Argonautes d’Aix-en-Provence. Im anschließenden Gruppenspiel gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig unterlagen die Vikings mit 14:21, wodurch der Einzug in den Eurobowl XXX verpasst wurde.

Saison 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 konnten die Vikings die Play-offs direkt erreichen. Nach der AFL-Hauptrunde standen neun Siege und nur eine Niederlage zu Buche. Im Halbfinale gelang den Vikings ein 21:18-Sieg über die Danube Dragons. Das Finale gegen die Swarco Raiders, die Austrian Bowl XXXIII, konnte man mit 45:26 gewinnen. Es war der 14. Staatsmeistertitel für die Vikings.

Saison 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2018 holten sich die Wikinger Unterstützung durch US-Quarterback Garrett Safron und US-Wide Receiver Reece Horn. Der Grunddurchgang wurde mit einer Bilanz von acht Siegen und zwei Niederlagen abgeschlossen. Im Play-off-Halbfinale traf das Team von Head Coach Chris Calaycay auf die Graz Giants. Diese wurden mit 35:21 besiegt. Somit stand das Finale, Swarco Raiders Tirol vs. Dacia Vienna Vikings fest. Die Austrian Bowl XXXIV fand in dieser Saison in der NV Arena in St. Pölten statt. Vor 5.500 Zuschauern verloren die Vikings die Partie drei Sekunden vor dem Ende durch ein Fieldgoal mit 48:51.[10]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel Meister Vizemeister
Austrian Bowl[11] 14 (1994, 1996, 1999–2003, 2005, 2007, 2009, 2012–2014, 2017) 11 (1986, 1988, 1991, 1995, 1998, 2004, 2006, 2011, 2015, 2018, 2019)
Eurobowl 05 (2004, 2005, 2006, 2007, 2013) 05 (2001, 2003, 2008, 2010, 2012)
Austrian Cup 02 (1993, 1994)
Wiener Landesmeister 02 (1993, 1994)
Silver Bowl 07 (1987, 2004–2008, 2014) 02 (2002, 2003)
Ladies Bowl 15 (2003 – 2017) 03 (2000–2002)
College Bowl 10 (1991, 1998 – 2000, 2002–2005, 2008, 2010) 02 (1997, 2001)
Jugendbowl 18 (1994–1998, 2001–2005, 2007–2009, 2011, 2013–2016) 03 (2000, 2006, 2010)
Schülerbowl 12 (1994–1999, 2004, 2005, 2009, 2013, 2015, 2016)
Minibowl 05 (2003–2005, 2012, 2013) 06 (2001, 2002, 2007 – 2010)
Flagbowl 01 (2003)
Österr. Cheerleadermeister 14 (2000–2014)
Österr. Staatsmeister Cheer All Girl 02 (2015–2016)
Österr. Meister Senior Groupstunt All Girl 01 (2015)
Österr. Meister Junior Cheer Elite Coed 01 (2016)
Österr. Junioren-Cheerleadermeister 14 (2001–2013, 2015)
Österr. Peewees-Cheerleadermeister 11 (2004–2014)
Österr. Junioren-Dance-Team-Meister 01 (2009)
Österr. Peewees-Dance-Team-Meister 02 (2009, 2011)

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Field-Goal-Versuch von Peter Kramberger im EFL-Spiel gegen die Badalona Dracs auf der Hohen Warte (2010)
Das Footballzentrum Ravelinstraße (2011)

Hohe Warte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1993 bis 2015 war das Stadion Hohe Warte mit einem Zuschauerfassungsvermögen von 4.500 Personen[12] die Heimspielstätte der Vikings. Da der Verpachter, der Fußballclub First Vienna FC, in Geldnot steckte, kam nach einem Jahr Pause erneut ein Pachtvertrag zwischen dem First Vienna FC und den Vienna Vikings zustande.[13]

Die Fans der Vikings nennen das Stadion auch „Heilige Warte“.[14] Im Schnitt besuchten im Jahr 2015, 2.500 bis 5.000 Fans die Spiele der ersten Mannschaft auf der Hohen Warte in Wien-Döbling.[15]

Floridsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2016 beendete der First Vienna FC den Pachtvertrag mit den Vikings, worauf die Footballer auf den FAC-Platz, das Stadion des Floridsdorfer AC, umzogen. Das Stadion wurde im Zuge dessen auf 4.000 Plätze erweitert. Nach nur einer Saison kehrten die Vikings aber wieder auf die Heilige Warte, wie sie von Fans genannt wird, zurück.[16]

Footballzentrum Ravelin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Jänner 2007 wurde der unbefristete Pachtvertrag unterschrieben[17], und seit 1. August 2007 steht den Vikings das American-Football-Trainingszentrum in der Ravelinstraße im 11. Wiener Gemeindebezirk zur Verfügung. Dieses Zentrum beinhaltet auf einer Fläche von 25.600 m² zwei permanent markierte Kunstrasen-Footballfelder, fernsehtaugliches Flutlicht sowie eine Tribüne für 888 Zuseher[18].

Auf dieser Spielstätte finden alle Spiele der Nachwuchs-, Flag-Football-, und Damenmannschaften statt. Außerdem dient das Trainingszentrum Ravelinstraße auch als Heimspielstätte für andere Football-Vereine aus Wien und dem Wiener Umland wie den Vienna Warlords oder den AFC Vienna Knights.

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vikings 1 (Kampfmannschaft)
  • Vikings 2
  • Vikings Ladies
  • U18
  • U15
  • U13
  • U11
  • Superseniors
  • Vikings Flag
  • Allstars
  • Fusion
  • Infinity
  • Twisters
  • Galaxy
  • Evolution
  • Destiny (Dance Seniors)
  • Calypso (Dance Juniors)
  • Twinkles (Dance Peewees)

Besonders erfolgreich sind die Dacia Vikings in ihrer Nachwuchsarbeit. So gewannen die Minis, Schüler, Jugend und Junioren 2004 und 2005 in allen Klassen die österreichischen Meistertitel. Nachdem die Dacia Vikings eine schwächere Nachwuchssaison im Jahr 2006 verzeichnen mussten (2× Vizemeister – Schüler und Jugend) konnten die Vikings im Jahr 2007 drei Finalisten stellen und einen österreichischen Meistertitel in der Jugendklasse holen sowie zwei weitere Vizemeistertitel (Minis und Schüler). 2008 konnten sich das Jugend- und Juniorenteam im Finale durchsetzen und holten sich den Titel unter der Führung von den Coaches Obermayer und Herz wieder zurück.

Zusätzlich betreibt das Management das Dacia-Vikings-Team II, das 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 den Meistertitel in der Austrian Football Division One holte. Als Farmteam gedacht, spielen dort jene, die im Team I wenig oder gar nicht zum Einsatz kommen. Junioren kommen bereits hier zum Einsatz und treffen oft auf körperlich überlegene Gegner. Das Team II besteht zu zwei Dritteln aus Nachwuchsspielern. In der Saison 2009 gab es kein Vikings-Team II, da nicht genügend Spieler den internen Cut vor Weihnachten 2008 schafften. Auch in der darauf folgenden Saison gab es kein 2. Team.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Quarterback Christoph Gross (2010)

Stand: 1. April 2019

Kader der Dacia Vienna Vikings[19]
Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Team

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vienna Vikings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.football-aktuell.de/cgi-bin/news.pl?artikel=153927288480101114
  2. Im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz, wo Eigennamen der Bowl-Spiele immer männlich sind, ist in Österreich die weibliche Form gebräuchlicher.
  3. http://football.at/austrianbowl/
  4. http://viennavikings.com/wordpress/american-football/afl-team-i/history/1986-2/
  5. daciavikings.com
  6. Vikings: Rückkehr auf die Hohe Warte in Mein Bezirk Margareten vom 8. März 2017.
  7. Ex-Viking Luke Atwood feiert Comeback. vienna.at, 12. Februar 2010, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  8. AFL Crush (Memento vom 20. April 2010 im Internet Archive); Stand: 26. August 2009.
  9. http://www.eurobowl.info/index.php?Inhalt=newsmeldung&ID=1820
  10. http://football.at/american-football/statistik/afl/spielbericht/?divisionId=18&gameId=d314ad0b-34dd-43e3-8ab4-512a8032d5d2
  11. Austrian Bowl Historie. (Nicht mehr online verfügbar.) Austrianbowl.at, archiviert vom Original am 5. November 2016; abgerufen am 15. Mai 2017.
  12. „Fernwärme First Vienna FC 1894“ (Memento vom 24. Dezember 2010 im Internet Archive) online unter bundesliga.at; Stand: 6. Juli 2010
  13. Heimkehr auf die Heilige Warte. daciavikings.com, 8. März 2017, abgerufen am 15. Mai 2017.
  14. Stadion Hohe Warte (Memento vom 16. Mai 2010 im Internet Archive) online unter raiffeisenvikings.com; Stand: 8. Mai 2010.
  15. Archiv der Spielstatistiken (Memento vom 13. Oktober 2010 im Internet Archive) online beim AFBÖ; Stand: 6. Juli 2010.
  16. Vikings verlassen Hohe Warte. In: football-aktuell.de. 22. Februar 2016, abgerufen am 24. Februar 2016.
  17. Geschichte – 2007 (Memento vom 25. Mai 2010 im Internet Archive) online unter raiffeisenvikings.com; Stand: 7. Mai 2010.
  18. RAVELIN – Football Trainingszentrum online unter ravelin.at; Stand: 2. Mai 2010.
  19. „Roster 2017“ online unter daciavikings.com; Stand: 1. April 2018.