Villatoro

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Villatoro (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gemeinde Villatoro
Villatoro – Verraco-Figuren auf dem Kirchplatz
Villatoro – Verraco-Figuren auf dem Kirchplatz
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Villatoro
Villatoro (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Ávila
Comarca: Valle del Amblés
Koordinaten 40° 33′ N, 5° 7′ WKoordinaten: 40° 33′ N, 5° 7′ W
Höhe: 1183 msnm
Fläche: 56,02 km²
Einwohner: 181 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,23 Einw./km²
Postleitzahl: 05560
Gemeindenummer (INE): 05263 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: www.villatoro.es

Villatoro ist eine zentralspanische Gemeinde (municipio) in der Provinz Ávila in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villatoro liegt im Zentrum der Provinz Ávila auf der Nordseite des Iberischen Scheidegebirges (Sierra de la Serrota) in einer Höhe von ca. 1180 Metern ü. d. M. Die Stadt Ávila ist etwa 42 Kilometer (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung entfernt. Die reizvolle Kleinstadt Piedrahíta liegt etwa 22 Kilometer südwestlich. Nahe der Südwestgrenze der Gemeinde entspringt der Río Adaja, ein Nebenfluss des Duero.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1950 1960 1970 1981 1991 2001
Einwohner 737 570 382 296 270 234

Im ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Ort zwischen 750 und 1.000 Einwohner. Infolge des Verlusts von Arbeitsplätzen durch die Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerungszahl seitdem auf den derzeitigen Tiefststand zurückgegangen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft (vor allem die Viehzucht) spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. stammen die Überreste der Grabkammern zweier benachbarter megalithischer Dolmen. Im ersten Jahrtausend v. Chr. gehörte der Ort wahrscheinlich noch zum Osten des Siedlungsgebiets keltischer Stammesgruppen der Vettonen. Nach der Rückeroberung (reconquista) der Gebiete aus den Händen der Mauren und der anschließenden Wiederbesiedlung (repoblación) im 11. und 12. Jahrhundert erhielt der Ort eine Burg (castillo), von der noch Reste der Bergfrieds (torre de homenaje) an der höchsten Stelle des Ortes stehen. Das im Stadtwappen erscheinende Buch mit der Jahreszahl 1503 erinnert an die schriftliche Niederlegung eines Rechtekatalogs durch den damaligen Grundherrn (señor) des Ortes, Fernán Gómez Dávila.

Bergfried (torre de homenaje)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Umgebung des Ortes wurden zwei Tierskulpturen aus Granit gefunden, die zur Gruppe der Verracos gehören. Wann diese auf dem Platz vor der Kirche des Ortes aufgestellt wurden, ist unklar.
  • Der runde Bergfried der ehemaligen Burg mit seinen später hinzugefügten Kranz von horizontalen Schießscharten und einigen Fenstern überragt den Ort.
  • Die spätgotische Pfarrkirche mit ihrem gedrungen wirkenden Glockenturm in der Nordwestecke und ihren beiden Eingangsportalen auf der West- und auf der Südseite stammt aus dem 15./16. Jahrhundert. Ursprünglich war sogar ein zweiter Turm in der Südwestecke der Fassade vorgesehen, der jedoch nicht ausgeführt wurde. Das von einer Holzdecke geschlossene Langhaus der Kirche ist dreischiffig; es erinnert mit seinen weitgespannten Bögen beinahe an eine Hallenkirche. Der Chorbereich ist rippengewölbt.
Monasterio de Nuestra Señora del Risco

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Villatoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).