Volksrepublik Mosambik

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República Popular de Moçambique
Volksrepublik Mosambik
Flag of Mozambique (1975-1983).svg Coat of arms of Mozambique (1975-1982).svg
Staatsflagge (1975–1983) Wappen der Mosambikanischen Volksrepublik
Flag of Portugal.svg Portugiesisch-OstafrikaRepublik Mosambik Flag of Mozambique.svg
Amtssprachen Portugiesisch
Hauptstadt Maputo
Staatsform Sozialistische Volksdemokratie
Regierungsform sozialistischer Einparteienstaat
Präsident Samora Machel
Premierminister Mário da Graça Machungo
Existenzzeitraum 19751990
Währung Metical
Lage der VR Mosambik in Südostafrika

Die Volksrepublik Mosambik (portugiesisch República Popular de Moçambique) war ein sozialistischer Staat marxistischer[1] Orientierung, der vom 25. Juni 1975 bis zum 1. Dezember 1990 als Nachfolgestaat der portugiesischen Überseeprovinz Mosambik existierte. Heute ist es die Republik Mosambik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge Mosambiks im April 1983

Nach der endgültigen Erlangung der Unabhängigkeit von Portugal im Jahre 1975 unterstützte die Volksrepublik Mosambik bzw. ihre regierende Partei FRELIMO befreundete politische Kräfte (ZANU) im Rhodesien-Konflikt des Nachbarlandes. Die rhodesische Regierung unter Premierminister Ian Smith reagierte gegenüber Mosambik mit Sabotage- und Destabilisierungsmaßnahmen, der etwa 3000 Mosambikaner durch Tötung und Verletzung zum Opfer fielen. Es sind 350 militärische Operationen gegen Mosambik durch rhodesische Regierungstruppen bekannt geworden. Zudem unterstützte die Regierung Smith im Nachbarland entstehende Oppositionsgruppen, die mit Überfällen, Sabotageaktionen und Minenanschlägen die Verhältnisse belasteten. Größte Bekanntheit erlangte die Mozambique National Resistance (RENAMO). Das war eine konservativ-antikommunistisch orientierte Guerilla-Bewegung, deren finanzielle Hilfe und materielle Unterstützung an die Gruppe schrittweise von der Apartheidregierung Südafrikas übernommen wurde. Konkret soll der ehemalige südafrikanische Geheimdienst BOSS die subversive Unterstützung angeführt haben. Angesichts dieser Entwicklung versuchte der mosambikanische Präsident Samora Machel durch eine öffentlich Betonung einer guten Nachbarschaft mit Südafrika der sich abzeichnenden Eskalation entgegenzuwirken. Nach dem Zusammenbruch des Apartheidregimes von Smith in Rhodesien erhielten die Anti-FRELIMO-Kräfte in Nordtransvaal auf südafrikanischem Territorium neue Rückzugsräume und konnten ihre Aktivitäten gegen das östliche Nachbarland weiter fortsetzen.[2]

Die Volksrepublik Mosambik unterhielt enge Beziehungen mit der DDR und Bulgarien, die in der damaligen Zeit sozialistische Staaten waren. Ferner nahm Mosambik auch Beziehungen zu Frankreich, Italien, Kuba, den Niederlanden und Schweden auf. Das Verhältnis zur Sowjetunion blieb, abgesehen von Waffenlieferungen und sehr begrenzter Hilfe mittels Ärzten, Lehrern und Geologen, schwierig. Der Antrag auf Aufnahme in den RGW wurde von der DDR und Bulgarien unterstützt, jedoch von der Sowjetunion entschieden abgelehnt. Die Volksrepublik Mosambik blieb ein Beobachter des RGW. Das mosambikanisch-sowjetische Verhältnis verharrte abgekühlt, auch weil Mosambik einen Militärstützpunkt verweigerte und ferner das Ziel verfolgte, den Indischen Ozean von Nuklearwaffen frei zu halten.[1][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Joseph Hanlon: Mosambik. Revolution im Kreuzfeuer. (= edition südliches Afrika. 21). Bonn 1986, ISBN 3-921614-25-2, S. 279.
  2. Ronald Meinardus: Die Afrikapolitik der Republik Südafrika. (= ISSA - wissenschaftliche Reihe. 15). Bonn, 1981, ISBN 3-921614-50-3, S. 429–431.
  3. Konrad-Adenauer-Stiftung: Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). auf www.kas.de