Wüstenbruck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 49° 17′ 3″ N, 10° 30′ 12″ O

Wüstenbruck
Stadt Ansbach
Höhe: 467–487 m ü. NN
Einwohner: 133 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91522
Vorwahl: 0981
Wüstenbruck

Wüstenbruck

Wüstenbruck (umgangssprachlich: əstəbrúk [2]) ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Ansbach, Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf entspringt der Höllmühlbach, der ein linker Zufluss der Altmühl ist. Ca. 0,5 km nordwestlich liegt der Brücklesweiher, im Nordosten liegt der Schönfeldwald und im Osten die Schweizeräcker.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals namentlich erwähnt wurde das Dorf 1342 als Wustenpruk. Wusten leitet sich vom mittelhochdeutschen wuosti ab, das öde, unbebaut, leer bedeutet (siehe auch Wüstendorf). Der Ortsname verweist also auf eine unbebaute Gegend, in deren Nähe es eine Brücke gab.

1804 gab es im Ort acht Haushalte, die alle dem Oberamt Ansbach untertan waren.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) gehörte der Ort zur politischen Gemeinde Elpersdorf bei Ansbach. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1832[4] 1846[5] 1856[6] 1867[7] 1875[8] 1900[9] 1925[10] 1950[11] 1961[12] 1970[13] 1987[1]
Einwohner 47 56 56 50 62 65 66 84 86 103 133
Wohngebäude 7 8 9 13 12 12 16 34

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfen und zur B 14.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Biernoth: 25 Jahre Eingemeindungen in die Stadt Ansbach. Ein Abriß der Ortsgeschichten von Bernhardswinden, Brodswinden, Claffheim, Elpersdorf, Hennenbach, Neuses und Schalkhausen. Ansbach 1997.
  • Johann Kaspar Bundschuh: Wüstenbruck. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 491 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 207.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wüstenbruck (Ansbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 323 (Digitalisat).
  2. E. Fechter, S. 207.
  3. Bayern Atlas, Wüstenbruck
  4. Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, S. 1144 (Digitalisat).
  5. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 38 (Digitalisat).
  6. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Brügel’sche Officin, Ansbach 1856, S. 47 (Digitalisat).
  7. Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 984, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  8. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1148 (Digitalisat).
  9. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1152 (Digitalisat).
  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1189 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern - Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1025 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 754 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 167 (Digitalisat).