Wengenstadt

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Koordinaten: 49° 19′ 28″ N, 10° 36′ 4″ O

Wengenstadt
Stadt Ansbach
Höhe: 461 m ü. NN
Einwohner: 43 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 91522
Vorwahl: 0981

Wengenstadt (umgangssprachlich: Wengglschdad [2]) ist ein Ortsteil der kreisfreien Stadt Ansbach, Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt an dem Weihergraben, einem rechten Zufluss des Eichenbachs, der wiederum ein linker Zufluss der Fränkischen Rezat ist. Der Ort ist im Westen, Norden und Osten von Wald umgeben. 0,5 km südlich liegt die Flur Urlas mit einem Schießplatz der US-Army.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals namentlich erwähnt wurde das Dorf 1246 als Wenegestat mit der Bedeutung bei der kleinen Wohnstätte. Der Ort ist vermutlich wie Kammerforst als Rodungssiedlung entstanden.

1804 gab es in dem Ort fünf Haushalte, die alle dem Oberamt Ansbach untertan waren.

In dem Topo-geographisch-statistischen Lexicon vom Königreiche Bayern (1832) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:[4]

„Weiler im L[an]dg[ericht] Ansbach und in der Stadtpfarrei St. Johannis daselbst, mit 6 H[äusern] und 37 E[inwohnern], 1 St[unde] von Ansbach entfernt. Verschiedene Güter und Einkünfte zu Wenigstatt kamen durch das Testament Wolframs v. Dornberg im J[ahr] 1288 und noch mehre andere durch eine Stiftung seiner Wittwe Richza im J[ahr] 1309 an das St. Gumbertusstift. Auch die Schenken v. Schenkenstein besaßen ein Gut daselbst, welches sie im J[ahr] 1406 dem Stifte verkauften. An das Burggrafthum Nürnberg kam der Ort zugleich mit der Stadt Ansbach durch Kauf von den Grafen v. Oettingen.“

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) gehörte der Ort zur politischen Gemeinde Hennenbach. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Ansbach eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1832[4] 1867[5] 1987[1]
Einwohnerzahl 37 42 43

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wippendorf bzw. zur Kreisstraße ANs 2/AN 9, die nach Grüb bzw. nach Ansbach führt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Biernoth: 25 Jahre Eingemeindungen in die Stadt Ansbach. Ein Abriß der Ortsgeschichten von Bernhardswinden, Brodswinden, Claffheim, Elpersdorf, Hennenbach, Neuses und Schalkhausen. Ansbach 1997.
  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, Sp. 162.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 200.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Verein für Computergenealogie e. V., Wengenstadt
  2. E. Fechter, S. 200.
  3. Bayern Atlas, Wengenstadt
  4. a b Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, Band 2, S. 1048
  5. Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern, Sp. 985