War Dogs

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Filmdaten
Deutscher Titel War Dogs
Originaltitel War Dogs
War Dogs.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Todd Phillips
Drehbuch Stephen Chin,
Todd Phillips,
Jason Smilovic
Produktion Bradley Cooper,
Mark Gordon,
Todd Phillips
Musik Cliff Martinez
Kamera Lawrence Sher
Schnitt Jeff Groth
Besetzung

War Dogs ist ein Film von Todd Phillips aus dem Jahr 2016. Das Drehbuch, welches von Phillips, Jason Smilovic und Stephen Chin verfasst wurde, basiert auf wahren Ereignissen und nutzt einen in der Zeitschrift Rolling Stone erschienenen Artikel von Guy Lawson als Vorlage. Der Film zeigt die Hauptdarsteller Jonah Hill und Miles Teller als Waffenhändler, die unerwartet einen Auftrag der US-amerikanischen Regierung erhalten, das Militär in Afghanistan mit Waffen zu versorgen.

Seine Premiere hatte der Film am 3. August 2016 in New York City, der offizielle Kinostart war am 19. August. In Deutschland startete er am 29. September 2016.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David Packouz lebt mit seiner Freundin Iz in Miami und arbeitet als medizinischer Masseur. Als seine Freundin schwanger wird, will David sein Einkommen verbessern. Da kommt es gelegen, dass ihm sein alter Schulfreund Efraim Diveroli anbietet, in dessen Waffenhandel AEY einzusteigen. Efraim erklärt David, dass die US-Regierung neuerdings sämtliche Beschaffungsaufträge auf einer Website öffentlich ausschreibe.[2] Neben den großen Rüstungsaufträgen gebe es genügend kleinere Ausschreibungen, auf die sich auch kleine Unternehmen bewerben dürfen.

Ihre erste Bewährungsprobe ist eine Ladung Berettas, die nach einer Gesetzesänderung nicht mehr direkt von Italien in den Irak geliefert werden darf. In der Folge schmuggeln Efraim und David ihre Lieferung von Amman, die dort festsitzt, auf dem Landweg nach Bagdad. Nach diesem Anfangserfolg wächst ihr Geschäft und erreicht eine neue Größenordnung, als sie einen Rüstungsauftrag für Afghanistan gewinnen. Dabei müssen sie nicht nur den Auftraggeber, das Pentagon, mit gefälschten Unterlagen zu ihrer Firma betrügen, sondern benötigen auch die Mithilfe eines Waffenhändlers, der auf der Terrorliste steht und deshalb selbst kein Geschäft mit der US-Regierung betreiben darf. Henry Girard verschafft den Jungunternehmern Zugang zu albanischen Beständen aus der Zeit des Kalten Krieges, die wegen Albaniens NATO-Beitrittsverhandlungen ohnehin entsorgt werden müssen. Als Efraim jedoch versucht, den Mittelsmann Henry Girard aus dem Geschäft zu manövrieren, entführt dieser David und bedroht ihn. Daraufhin bricht David mit Efraim.

Letztlich werden beide verhaftet, weil sie ihren albanischen Subunternehmer nicht bezahlt hatten und dieser die beiden bei den US-Behörden anzeigt. In der Schlussszene trifft sich David mit Henry Girard. Dieser bedankt sich, dass David ihn bei seinem Geständnis nicht erwähnt hat und übergibt David einen Koffer mit Geld aus seinem Anteil am Afghanistan-Geschäft.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jonah Hill TIFF 2011.jpg
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Jonah Hill (oben) porträtiert Efraim Diveroli
Miles Teller by Gage Skidmore.jpg
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Miles Teller (oben) porträtiert David Packouz

Grundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film basiert auf wahren Ereignissen und handelt von den zwei Jungen Waffenhändlern Efraim Diveroli und David Packouz, die mit ihrem Waffenhandel AEY einen Vertrag in Höhe von 298 Mio. USD mit der amerikanischen Regierung abschlossen und später wegen Missachtung der Vertragsbedingungen angeklagt und verurteilt wurden.

Diveroli übernahm 2004 von seinem Vater die kleine Briefkastengesellschaft AEY Inc., welcher das Unternehmen zuvor als Druckereibetrieb führte. Er firmierte das Unternehmen zu einem Waffenhandel um und begann schnell, sich einen Namen in der Branche zu machen. 2005 heuerte Diveroli seinen Freund David Packouz für die Firma an und zusammen suchten die beiden im Internet auf offiziellen Regierungsseiten nach Gesuchen, Waffen zu handeln. Die Nachfrage war groß, da während des Kalten Kriegs große Mengen an Rüstungsgütern vom US-Militär nach Osteuropa geschafft wurden, diese jedoch dort nicht mehr benötigt wurden. AEY wurde bekannt dafür, große Konkurrenten mit unschlagbaren Preisen zu unterbieten und so eine große Anzahl der Aufträge zu erhalten. Ende 2006 hatten die beiden bereits über 10 Mio. USD Umsatz erzielt.

Anfang 2007 machte schließlich das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten dem Unternehmen ein Angebot in Höhe von 298 Mio. USD, die verbündete Afghanische Nationalarmee für den Krieg gegen den Terror mit Waffen und Munition zu versorgen. In Albanien fanden Diveroli und Packouz die nötigen Rüstungsgüter, welche ursprünglich aus China stammten. Aufgrund eines bestehenden US-Embargos gegen chinesische Militärgüter war im Vertrag jedoch ein Verbot für ebendiese festgehalten worden. Obwohl Diveroli und Packouz von der Herkunft der Waffen wussten, versuchten sie trotzdem sie – getarnt als Waffen des albanischen Militärs – an die Afghanische Armee zu liefern. Dies flog jedoch auf und im Januar 2011 wurden die beiden wegen Betrugs angeklagt. Diveroli wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, Packouz zu sieben Monaten Hausarrest.[3]

Die Geschichte wurde vom Journalisten Guy Lawson aufgegriffen und 2011 in der Zeitschrift Rolling Stone veröffentlicht.[4] Lawson hat die Geschichte mittlerweile zudem in einem Buch mit dem Titel Arms and the Dudes (dt. etwa Waffen und die Jungs) niedergeschrieben.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Hauptrollen waren ursprünglich Jesse Eisenberg und Shia LaBeouf vorgesehen.[5]

Die Dreharbeiten begannen am 2. März 2015 in Rumänien. Gedreht wurde außerdem in Burbank, Kalifornien, und im Mai 2015 in Miami, Florida.

Der von Green Hat Films, The Mark Gordon Company und RatPac-Dune Entertainment produzierte und von Warner Bros. vertriebene Film kam am 19. August 2016 in die amerikanischen und am 29. September 2016 in die deutschen Kinos.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von Kritikern positiv bewertet. Auf Rotten Tomatoes hält er eine Bewertung von 61 %, basierend auf 181 gewerteten Stimmen und einer Durchschnittsbewertung von 6/10.[6] Die Website Metacritic bewertet War Dogs mit 57 von 100 möglichen Punkten, basierend auf 41 Kritiken.[7]

Frank Schnelle von filmstarts.de vergab 3,5/5 Sternen und befand in seinem Fazit: „Von Todd Phillips elegant inszenierte, auf schier unglaublichen Tatsachen basierende Komödie, die das Rad nicht neu erfindet, aber bestens unterhält.“[8] Der Filmdienst urteilte: „Das moralisch-satirische Potenzial des Stoffes löst sich in der Ironie eines unverbindlichen Feel-Good-Movies […] allzu schnell auf.“[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für War Dogs. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. http://www.fbo.gov
  3. Gerichtsunterlagen: Efraim Diveroli vs United States of America auf uscourts.gov, abgerufen am 7. Juni 2016.
  4. The Stoner Arms Dealers: How Two American Kids Became Big-Time Weapon Traders auf rollingstone.com, abgerufen am 7. Juni 2016.
  5. Miles Teller Eyed to Join Jonah Hill in Todd Phillips’ ‘Arms and the Dudes’ (englisch), thewrap.com. 3. Dezember 2014. 
  6. War Dogs bei Rotten Tomatoes (englisch)Vorlage:Rotten Tomatoes/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und Wikidata
  7. War Dogs bei Metacritic (englisch)
  8. Kritik von Frank Schnelle auf filmstarts.de, abgerufen am 25. September 2016.
  9. Kritik der Filmdienst-Redaktion auf filmdienst.de, abgerufen am 25. September 2016.