Weltspiegel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Weltspiegel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Seriendaten
Originaltitel Weltspiegel
Weltspiegel Logo 2.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) seit 1963
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Norddeutscher Rundfunk
Südwestrundfunk
Westdeutscher Rundfunk
Länge 40 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich
(sonntags, 19:20 Uhr)
Genre Magazin
Erstausstrahlung 5. April 1963 auf Deutsches Fernsehen

Der Weltspiegel ist eine Fernsehsendung im Ersten. Sie zeigt Berichte aus aller Welt der Korrespondenten der ARD-Auslandsstudios. Ihr Titel wurde der gleichnamigen Zeitung Der Weltspiegel nachempfunden. Sie wird jeweils sonntags um 19:20 Uhr unter Federführung des NDR, des WDR, des SWR oder des BR im Ersten ausgestrahlt. Als Sondersendung gibt es in loser Reihenfolge die Weltspiegel-Reportage.

Die Erstsendung erfolgte am 5. April 1963 und wurde von Gerd Ruge moderiert. Die Sendung wurde von ihm in Zusammenarbeit mit Klaus Bölling entwickelt. Ab 1965 wurde das Magazin auch mit Dieter Kronzucker besetzt. Bekannt durch den Weltspiegel wurden auch Dieter Gütt (bis 1977), Winfried Scharlau (1984–2000) und Nikolaus Brender (1989–1993).

Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Logo der Sendung

Aktuelle Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl ehemaliger Moderatoren[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Titelmusik wurde vom Trompeter Fritz Weichbrodt eigens für die Sendung komponiert und heißt „ARD/Weltspiegel-Urfassung“.[8]

Medienkritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2014 kritisierte der Programmbeirat der ARD nach einem von telepolis veröffentlichten Protokollresümee einstimmig[9] die Berichterstattung der ARD über den Ukraine-Konflikt im Zeitraum Dezember 2013 bis Juni 2014 als einseitig, undifferenziert und lückenhaft. Die Sendungen der ARD erweckten teilweise den „Eindruck der Voreingenommenheit“ und seien „tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen“ gerichtet. Im Protokoll werden zehn Punkte, darunter die Zentrierung auf die Person Putins, die Ausblendung der Beteiligung rechter Kräfte, die Nichtberücksichtigung der Strategien des Westens, die mangelnde Analyse des Assoziierungsabkommens und der russischen Position als Einseitigkeit und Mangel an Hintergrundinformation gerügt. Besonders für den Beginn der Berichterstattung wird eine oberflächliche und einseitig Partei ergreifende „Schwarz-Weiß-Zeichnung“ festgestellt.

Hervorgehoben wurde dabei die allgemein mangelnde Qualität des Sendeformats „Weltspiegel“, dabei stach „besonders negativ die sehr einseitige, fast schon an die Sprache des Kalten Krieges gemahnende Moderation in den ‚Weltspiegel‘-Ausgaben des BR hervor (1. Dezember 2013 und 2. März 2014).“[10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Objektiv – Sendung des DFF mit Schwerpunkt Auslandsberichterstattung
  • Auslandsjournal – Sendung des ZDF mit Schwerpunkt Auslandsberichterstattung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. br.de: Neue Moderatorin: Natalie Amiri Artikel vom 27. Februar 2014
  2. dwdl.de: Ute Brucker – Neue Moderatorin für ARD-Magazin "Weltspiegel" Artikel vom 5. Januar 2010
  3. presseportal.de: NDR-"Weltspiegel" mit neuem Moderator – und Internet-Chat – Sendetermin: Sonntag, 21. Mai, 19.10 Uhr im Ersten Artikel vom 17. Mai 2000
  4. presseportal.de: Erster ARD-"Weltspiegel" mit Michael Strempel am 24. Juni Artikel vom 20. Juni 2012
  5. fernsehserien.de: Auswahl der Moderatoren und Korrespondenten
  6. kress.de: BR-Mann auf globaler Mission: Bernhard Wabnitz übernimmt den "Weltspiegel". Artikel vom 19. März 2009
  7. dwdl.de: Für den Bayerischen Rundfunk: Natalie Amiri wird neue "Weltspiegel"-Moderatorin Artikel vom 27. Februar 2014
  8. Online-Eintrag der GEMA
  9. http://www.nachdenkseiten.de/?p=23381
  10. Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik auf Telepolis