Wesley Pentz

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Wesley Pentz (2014)

Thomas Wesley Pentz (* 10. November 1978 in Tupelo, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Musiker und DJ im Bereich der elektronischen Musik, des Hip-Hops sowie des Baile Funks, der unter dem Künstlernamen Diplo sein erstes Album bei Big Dada Recordings im Jahr 2004 veröffentlicht hat. Weitere Pseudonyme von ihm sind Diplodocus, Wes Gully und Wes Diplo, zudem ist er durch die Musikprojekte Major Lazer und Jack Ü bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Er wuchs in Florida auf und lebt derzeit in Philadelphia, wo er 2003 ein Filmstudium an der Temple University absolvierte. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er als Teil des DJ-Duos „Hollertronix“, welches „Southern“ und „Eastern“ Rap-Musik in Clubs auflegte, und für witzige, gekonnte Mixtapes bekannt war.

Sein erstes Album „Florida“ setzt sich zu einem großen Teil aus Samples von Platten zusammen, auf welche er bei seiner Arbeit als DJ gestoßen ist. In einem Interview mit BBC im September 2004 bezeichnet er seinen Stil als „durchwegs Hip-Hop, woran er jedoch „viele verschiedene Dinge ausprobiert“ („It’s really hip-hop music but I’m trying out lots of different things“). „Die Sachen auf dem Album sind diejenigen, die funktionierten. Jeder Song ist ein anderer Stil“, erzählt er weiter („The things on the record are the ones that worked. Every track is a different style.“). So wird zum Beispiel der „Diplo Rhythm“, welchen er auch als Single veröffentlichte, dem Grime zugeschrieben.

Ein weiterer Titel auf seinem Album „Florida“, der nach Eigenaussage auf Grund des psychedelischen Rocks, den rückwärts abgespielten Gitarrensounds, dem „süßen Gesang“ der Gastsängerin Martina Topley-Bird, der „boomenden 808 drum“ und der „dreckigen south stutter drum“ auch „ein bisschen von ihm selbst“ in sich trägt, ist „Into The Sun“, wie er ebenfalls im BBC-Interview von sich gibt („I’m really happy with that song. It has a bit of me in it: psychedelic rock, guitars turned all backwards, really lush music, a booming 808 drum and a dirty south stutter drum. And her vocals are so sweet on the top of it.“).

Weitere Stilrichtungen, denen Diplos Musik zugeschrieben wird, sind die Hip Hop-nahen Genres Crunk, Dirty South und Bass Music. Auch Einflüsse des Baile Funk sind in seinen Veröffentlichungen zu erkennen, von welchem er viel in seinen Brasilien-Reisen als DJ beeinflusst wurde.

Bei seinem Musiklabel Mad Decent sind verschiedene Künstler, wie Blaqstar, Bonde De Role, Boy 8-Bit, Crookers, Douster, Maluca, Paul Devro, Schlachthofbronx, South Rakkas Crew u. v. m. unter Vertrag.

2010 erschien weiterhin der 2007 in Brasilien gedrehte Dokumentarfilm „Favela On Blast“ von Wesley Pentz (Diplo) und Leandro HBL.

Sein bisher größter Chart-Erfolg ist die 2015 erschienene Single Lean On, welche er als Teil des Projekts Major Lazer mit DJ Snake produziert hat.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wesley Pentz/Diskografie

Single-Chartplatzierungen als Diplo[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2011 C’mon (Catch 'Em By Surprise) 68
(3 Wo.)
68
(2 Wo.)
13 Silber
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Februar 2011
(vs. Tiësto feat. Busta Rhymes)
2013 Earthquake 4
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. August 2013
(vs. DJ Fresh feat. Dominique Young Unique)
Elastic Heart
1000 Forms of Fear
29
(24 Wo.)
15
(22 Wo.)
12*
(31 Wo.)
10 Gold
(… Wo.)
17 Gold
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2013
(mit Siar feat. The Weeknd)
Boy Oh Boy 52
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. Oktober 2013
(mit GTA)

Single-Chartplatzierungen als Produzent[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH UK US
2008 Paper Planes
M.I.A.
76
(11 Wo.)
51
(8 Wo.)
19
(28 Wo.)
4
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Februar 2008
2011 Look at Me Now
Chris Brown feat. Lil Wayne & Busta Rhymes
44
(9 Wo.)
6
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Februar 2011
Too Close
Alex Clare
1 Platin
(42 Wo.)
5 Gold
(33 Wo.)
12 Platin
(39 Wo.)
4 Platin
(36 Wo.)
7 Platin
(44 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 2011
Beat of My Drum
Nicola Roberts
27
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2011
2012 Climax
Usher
44
(1 Wo.)
4
(10 Wo.)
17
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2012
End of Time
Beyoncé
39
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. April 2012
2013 I Won’t Stop
Sevyn Streeter feat. Chris Brown
30
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2013
Trampoline
Tinie Tempah feat. 2 Chainz
3
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juli 2013
Smoke the Weed
Snoop Lion feat. Collie Buddz
78
(1 Wo.)
60
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Dezember 2013
2014 X
Chris Brown
98
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. September 2014
Living for Love
Madonna
40
(5 Wo.)
49
(3 Wo.)
26
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Dezember 2014
2015 Bitch I’m Madonna
Madonna
84
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2015
(feat. Nicki Minaj)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen Diplo: DE AT CH UK US