Westallgäu

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Karte

Westallgäu (in Skizze rot eingezeichnet)

Basisdaten
Staat: Deutschland
Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern
Landkreise: Ravensburg, Lindau
Höhe: bis 1118 m ü. NN
Dialekt: Westallgäuerisch
Adressen
Webseite: www.westallgaeu.de

Das Westallgäu ist eine Teilregion des Allgäus und besteht heute aus großen Teilen des Landkreises Lindau im Südwesten des Regierungsbezirks Schwaben in Bayern und aus Teilen des Landkreises Ravensburg im Südosten von Baden-Württemberg.

Ausdehnung & Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Westallgäu erstreckt sich nördlich unter anderem bis zu den Städten Leutkirch im Allgäu, Kißlegg, Wangen im Allgäu und Isny im Allgäu. Im Osten grenzt das Westallgäu an den Landkreis Oberallgäu, und im Süden an das österreichische Bundesland Vorarlberg. Im Südwesten grenzt das Westallgäu mit der Stadt Lindau an den Bodensee und somit indirekt an den Schweizer Kanton St. Gallen. Im Nordosten grenzt das Westallgäu an den Landkreis Unterallgäu und im Nordwesten an den Landkreis Biberach. Früher wurden weite Teile des Gebietes als Niederallgäu beziehungsweise Unterallgäu bezeichnet.[1] Teil des Westallgäus ist auch die Adelegg, ein Ausläufer der Alpen. Der Schwarze Grat ist mit 1118 m der höchste Punkt. Das Westallgäu gehört zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte Vorarlbergs 1783

Bayerisches Westallgäu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des heutigen Bayerischen Westallgäus war bis Anfang des 19. Jahrhunderts Außer-Vorarlberg und gehörte zu Vorarlberg. Mit dem Pressburger Frieden 1805 wurde das bis dahin habsburgerische Vorarlberg Bayern zugeschlagen. Die Übergabe an das Haus Wittelsbach erfolgte am 13. März 1806 im Gasthaus Löwen in Bregenz. Am 3. Juni 1814 folgte die Rückgliederung Vorarlbergs an Österreich, jedoch ohne Außer-Vorarlberg. Damit sicherte sich Bayern einen Zugang zum Bodensee. Die Proteste der Bevölkerung gegen den Verbleib bei Bayern blieben ohne Erfolg. Aus dem Außer-Vorarlberg wurde das Bayerische Westallgäu.[3][4][5]

Städte und Gemeinden im Westallgäu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerisches Westallgäu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über das bayer. Westallgäu; mit Maierhöfen im Vordergrund und dem Säntis im Hintergrund
Westallgäu bei Simmerberg

Orte im Landkreis Lindau in Bayern (Bayerisches Allgäu):

Württembergisches Allgäu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberamt Wangen 1860

Welche Gemeinden des heutigen Landkreises Ravensburg zum Allgäu zu rechnen sind, ist umstritten. Eine halbamtliche Abgrenzung befindet sich in der Beschreibung des Oberamts Wangen aus dem Jahre 1841:

„Gegenwärtig begreift im Sprachgebrauch des Volks das Allgäu württembergischer Seite das ganze Oberamt Wangen, die östlichste Ecke des Oberamts Tettnang, die Gemeinde Vogt im Oberamt Ravensburg, die Gemeinde Arnach vom Oberamt Waldsee, und wenigstens zwei Drittheile des Oberamts Leutkirch.“[6]

Orte im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg, die demnach das Württembergische Allgäu bilden:

Westallgäu bei Amtzell

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westallgäu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Craemer: Das Allgäu. Wesen und Werden eines Landschaftsbegriffs. Verlag der Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1954, S. 36 ff. (Forschungen zur deutschen Landeskunde 84, ISSN 0375-6343).
  2. (Scheidegg 2007 / Lindenberg im Allgäu 2006)
  3. Chronik Land Vorarlberg. Abgerufen am 11. Juni 2017 (deutsch).
  4. Georg Albrecht: Jez isch as halt a so - blos anderscht. Abgerufen am 11. Juni 2017 (deutsch).
  5. Ein kurzer Abriss über die Geschichte des Landkreises Lindau (Bodensee). Abgerufen am 11. Juni 2017 (deutsch).
  6. August Friedrich Pauly: Beschreibung des Oberamts Wangen. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1841, Volltext auf Wikisource, Zitat von Seite 102