Gestratz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gestratz
Gestratz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gestratz hervorgehoben
Koordinaten: 47° 39′ N, 9° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Argental
Höhe: 629 m ü. NHN
Fläche: 15,32 km2
Einwohner: 1270 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88167
Vorwahl: 08383
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 112
Adresse der Verbandsverwaltung: Mühlenstr. 1
88167 Röthenbach (Allgäu)
Webpräsenz: www.gestratz.de
Bürgermeister: Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft)
Lage der Gemeinde Gestratz im Landkreis Lindau (Bodensee)
Baden-Württemberg Österreich Schweiz Landkreis Oberallgäu Bodolz Gestratz Grünenbach Heimenkirch Hergatz Hergensweiler Lindau (Bodensee) Lindenberg im Allgäu Maierhöfen Nonnenhorn Oberreute Opfenbach Röthenbach (Allgäu) Scheidegg Sigmarszell Stiefenhofen Wasserburg (Bodensee) Weiler-Simmerberg Weißensberg BodenseeKarte
Über dieses Bild
Gestratz von Osten
Ortseingang an der Straße An der Reuthe

Gestratz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Argental.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage, Weiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestratz liegt in der Region Allgäu, genauer im Westallgäu. Zu der Gemeinde gehören kleinere Weiler wie Altensberg, Altringenberg, Brugg, Dinnensberg, Dorenwaid, Eggen, Ehrlach, Gestratz, Hochglend, Horben, Hubers, Isnerberg, Kenners, Kössentöbele, Lanzenberg, Leiden, Lengersau, Malleichen, Metzlers, Rauen, Rothentöbele, Rutzen, Schnattern, Schweineburg, Tannen, Thalendorf, Unterschmitten sowie Zwirkenberg. Der namengebende Hauptort der Gemeinde liegt am Nordufer der Oberen Argen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argenbühl Isny im Allgäu
Röthenbach (Allgäu) Nachbargemeinden Maierhöfen
Grünenbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestratz gehörte, bevor der Ort zu Bayern kam, zu Österreich. Es handelt sich um einen Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1043 Einwohner
  • 1987: 1028 Einwohner
  • 1991: 1086 Einwohner
  • 1995: 1090 Einwohner
  • 2000: 1160 Einwohner
  • 2005: 1221 Einwohner
  • 2010: 1187 Einwohner
  • 2015: 1270 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Kimpfler (Freie Wählerschaft).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gestratzer Wappen zeigt in Blau eine eingeschweifte, gekürzte goldene Spitze, darin eine blaue Dornenkrone; vorne drei schräglinks gelegte goldene Pfeile übereinander, hinten ein goldener Bärenrumpf.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 398. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1072 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Volksschule: eine mit neun Lehrern und 210 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Maria Wehinger (* 2. Juni 1853 in Gestratz; † 4. Mai 1922 in Dornbirn) leitete ab 1889 eine der ersten Koch- und Haushaltungsschulen im deutschsprachigen Raum und verfasste das nicht nur historisch bekannte „Dornbirner Kochbuch“.
  • Michael Kitzelmann (* 29. Januar 1916 im Ortsteil Horben; † 11. Juni 1942 in Orel, Russland), hingerichtet durch ein Erschießungskommando, bezahlte seine öffentlich geäußerte Kritik am NS-Regime mit dem Leben.

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gestratz spielt der Roman „Tims Briefe“ von Katrin Stehle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gestratz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).