Whataboutism

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Whataboutism (von englisch What about …? „Was ist mit …?“, und -ism-ismus“) bezeichnet abwertend ein Verfahren, bei dem eine kritische Frage oder ein kritisches Argument nicht beantwortet oder erörtert, sondern mit einer kritischen Gegenfrage erwidert wird. Whataboutism wird unter logischem und argumentativem Gesichtspunkt als Variante des Tu-quoque-Musters eingeordnet (lat. ‚du auch‘, Bezeichnung für einen Gegenvorwurf), das eine Unterart des Ad-hominem-Arguments darstellt.[1]

Kommunikationsabsicht ist dabei häufig die Ablenkung vom Inhalt eines Themas (Ablenkungsmanöver). Das Ziel kann auch sein, die Berechtigung zur Kritik, die Legitimation, die Integrität und die Fairness des Kritikers infrage zu stellen, was den Charakter einer unter Umständen berechtigten oder unberechtigten Diskreditierung annehmen kann. Übliche Vorwürfe sind Doppelmoral, Doppelstandards und Heuchelei.

Mit Whataboutism kann auch die Kritik an eigenen Standpunkten oder Verhaltensweisen relativiert werden. (A: „Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet in Deutschland oft Armut.“ B: „Und was ist mit den Hungernden in Afrika und Asien?“).[2]

Der Vorwurf an den Gesprächspartner, Whataboutism zu betreiben, kann auch selbst manipulativer Natur sein und der Diskreditierung dienen. Für den Ausgangspunkt des Gesprächs können von vornherein kritische talking points selektiv und zielgerichtet eingesetzt werden (vgl. Agenda Setting, Framing, Framing Effect, Priming, Cherry picking), die Abweichung von ihnen wird dann als Whataboutism gebrandmarkt.

Der Begriff Whataboutism ist erst in den 1970er Jahren in den USA als sowjetkritischer Topos festzustellen und bezeichnete ursprünglich den als polemisch beurteilten Umgang der Sowjetunion mit westlicher Kritik.

Verwandte Manipulationstechniken im Sinne eines rhetorischen Ausweichmanövers sind der Themenwechsel und die Falsche Ausgewogenheit (bothsideism).[3]

Übliche Formulierungen des Whataboutisms sind außer dem typischen „Und was ist mit...?“ die Sprichwörter „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“,[4] „Wenn du mit dem Finger auf andere zeigst, weisen drei Finger auf dich selbst zurück“, „Du siehst den Splitter im Auge des anderen, den Balken im eigenen sieht du nicht“,[5] „Kehre vor der eigene Tür“.[6] „Wie es in den Wald reinschallt, so schallt es zurück!“[7]

Wortbedeutung und Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Whataboutism ist nach der Definition des Oxford Living Dictionary „die Technik oder Praxis, auf eine Anschuldigung oder eine schwierige Frage mit einer Gegenfrage zu antworten oder ein anderes Thema aufzugreifen“. Der Begriff stammt nach Angaben des Wörterbuchs aus den 1990er Jahren und ist synonym zu dem Begriff whataboutery, der in den 1970er Jahren aufkam.[8] Er wird auch in deutschsprachigen Artikeln verwendet.[9][10]

Logischer Fehlschluss und rhetorisches Mittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ziel des als rhetorisches Mittel eingesetzten Verfahrens ist oft, aber nicht immer,[11] die Position des Gegners zu diskreditieren, ohne seine Argumente zu widerlegen. Als klassisches und zum Sprichwort gewordenes Beispiel des Whataboutism gilt der in der Sowjetunion als Erwiderung auf Kritik am Sozialismus häufig geäußerte Satz „Und in Amerika lynchen sie Schwarze“.[12][13]

Das Beharren auf einem Whataboutism zielt auf die Wahrung der eigenen Deutungshoheit über ein bestimmtes Thema, selbst dann, wenn diese Deutungshoheit auf einer fehlerhaften Prämisse beruht. Dieses konfrontative Verhalten steht einer produktiven Kommunikation entgegen, wie sie typischerweise mit Hilfe des dialektischen Prinzips möglich wäre („These+Antithese=Synthese“): In deren Zentrum würde idealerweise die möglichst unvoreingenommene Ergründung eines Problems („Wahrheitsfindung“) stehen oder die Lösung eines Konflikts, per Kompromiss oder mittels Überzeugungskraft der „besseren“ Argumente.

Durch diese Art der Entgegnung bleibt der Gesprächspartner die sachliche Antwort auf die vorgehaltene Kritik schuldig, kann dadurch aber auch die Korrektheit der Vorwürfe direkt oder indirekt eingestehen. Die oft vorwurfsvoll geäußerte Frage spricht dem Kritiker in der Regel die Berechtigung zu seiner Kritik ab.[10][14][15]

Erster Vorwurf und Gegenvorwurf verlagern das Thema vom Inhaltlichen auf die Beziehungsebene, zu ethischen und politischen Aspekten, versuchen das Gespräch zu organisieren und dabei Themen zu priorisieren und zu hierarchisieren. Insofern ist eine rein logische Betrachtung nicht immer angemessen, um die Kommunikation im Ganzen zu beurteilen.[16]

Verwendung zur Kennzeichnung einer sowjetischen und russischen Propagandataktik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausdruck wurde 2008 von dem Journalisten Edward Lucas in einem Artikel des The Economist populär gemacht.[17] Lucas schrieb Whataboutism als Propaganda-Taktik Russland zu und hielt den neuerlichen Gebrauch des Ausdrucks für ein Zeichen der Wiederkehr des Kalten Krieges und der Mentalität der Sowjetzeit bei Russlands derzeitiger Regierung. Dieses taktische Verfahren wurde seinerzeit der Sowjetunion für ihren Umgang mit Kritik aus der westlichen Welt vorgehalten. Diese Verwendung des Begriffs seit dem Kalten Krieg wurde mehrfach dargestellt[18] und auch systematisch analysiert.[19]

Whataboutism wurde und wird in vielen Bereichen angewendet, im politischen Bereich meist, um Kritik an der Politik des eigenen Landes abzuwiegeln und sie mit Verweis auf „Was ist mit…?“ auf Begebenheiten in anderen Ländern zu lenken, die Ähnlichkeiten mit dem ursprünglichen Gegenstand der Kritik aufweisen.[20][21][22] So wurden Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen in Russland mit Hinweisen auf Verbrechen im Gefangenenlager Guantanamo durch die USA gekontert, die Krim-Annexion wurde mit der militärischen Konfliktlösung im Kosovo gleichgesetzt.[23][24]

Im modernen Russland, speziell im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Menschenrechtsverletzungen und anderer Kritik an der russischen Regierung, lebte die Praxis des Whataboutism wieder auf.[20][25] Whataboutism wird auch mit sogenannten „aktiven Maßnahmen“ kombiniert.[26] Miriam Elder von The Guardian erörterte, wie diese Taktik insbesondere von der Regierung Wladimir Putins und seinen Sprechern angewendet wurde, womit die meiste Kritik an Menschenrechtsverletzungen in der Regel unbeantwortet blieb.[27] Im Juli 2012 schrieb Konstantin von Eggert, ein Kolumnist bei RIA Novosti, einen Artikel über die Verwendung von Whataboutism in Bezug auf die russische und amerikanische Unterstützung für verschiedene Regierungen im Nahen Osten.[28][29]

In Euromaidanpress veröffentlichte Alex Leonor eine ausführliche Analyse der russischen Propaganda mit einer Vielzahl von Beispielen.[30]

Bei einem Interview Wladimir Putins mit NBC im Sommer 2021 musste dieser sich mehrfach unterbrechen lassen und anhören, dass dieser Diskussionstrick Whataboutismus genannt werde.[31]

Im Rückblick

Joshua Keating stellte 2014 anhand des Buches über den Krimkrieg von Orlando Figes das Phänomen des Whataboutism in den größeren Kontext der russischen Geschichte seit jener Zeit und fand Übereinstimmungen zeitgenössischer Äußerungen mit denen Wladimir Putins während der Krimkrise. Schon im Vorfeld des Krimkriegs wollte Zar Nikolaus I. aus religiösen und geopolitischen Erwägungen Krieg gegen das Osmanische Reich führen, die europäischen Mächte Frankreich und Großbritannien verfolgten indes ihre eigenen, durchaus eigennützigen Partikularinteressen, was schließlich in einen kriegerischen Konflikt mündete, der einen Vorgeschmack auf die folgenden, industriell geprägten Abnutzungskriege des 20. Jahrhunderts liefern sollte.

Der Ärger des Zaren über die nicht vorhergesehene Konfrontation mit den Westmächten wurde vom Panslawisten Michail Pogodin bestärkt, indem er die vermeintliche Doppelmoral der europäischen Kolonialmächte kritisierte, die ihnen erlaube, Kriege zu führen und Länder zu besetzen, während dies Russland wiederum untersagt sei (wobei anzumerken ist, dass Russland währenddessen in Mittel- und Ostasien weiter kräftig expandierte).[32]

Allgemeine Verwendung als Propagandamethode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff ist nicht auf die politische oder speziell russlandkritische Verwendung eingeschränkt.

Bereits 1938 wurde die Technik von der Nazi-Presse verwendet. Nach der Reichspogromnacht schrieb die Oesterreichische Volks-Zeitung als Schlagzeile am 12. November 1938: „Londoner Hetze wegen Glasscherben. Aber kein Wort über zerstörte Araberdörfer! Wieder empörende Anpöbelungen in der jüdischen ‚Weltpresse‘.“[33]

„Wenn der Papst den Syrer Assad kritisiert, könnte Assad einfach sagen: ‚Und was ist mit den pädophilen Priestern?‘ Als Oskar Lafontaine auf die Mauertoten angesprochen wurde, stellte er die Gegenfrage: ‚Was ist mit den Toten im Mittelmeer‘?“[10][9] Auch im US-amerikanischen Wahlkampf von 2016 fanden sich viele Beispiele.[15][34] Besonders Donald Trump wurde von seinen Kritikern vorgehalten, Whataboutism zu betreiben.[35] Alan Cassidy schrieb im direkten Vergleich von Trump mit Wladimir Putin allerdings davon, dass Putin den Whataboutismus „perfektioniert“ habe,[36] so auch im Interview mit dem ORF im Juni 2018, als auch die russische Nowaja Gaseta darauf hinwies, dass Putin auf die vier Kernfragen mit Gegenvergleichen („auf seine Weise“) geantwortet hatte.[37] Im Unterschied zu einem Schutz-Vergleich handle es sich bei Putin und anderen um einen Gegenangriff, konstatierte Harald Martenstein bereits 2016.[10]

Einschränkungen der Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Journalist Edward Lucas weist darauf hin, dass Whataboutism „keine schlechte Taktik“ ist, wenn sie nicht wie im Falle Russlands übertrieben werde. „Jede Kritik muss in einen geschichtlichen und geografischen Kontext gesetzt werden. Ein Land, das die meisten seiner furchtbaren Probleme gelöst hat, verdient Lob und sollte nicht für die übrig gebliebenen Probleme verbal fertig gemacht werden. Auf ähnliche Weise kann ein Verhalten, das an internationalen Standards gemessen unvollkommen sein mag, in einer bestimmten Umgebung ziemlich gut sein.“ Demgemäß ist eine Zurückweisung als ungerecht empfundener Kritik durch den Hinweis auf Schwächen der anderen Seite, die diese Kritik zur Herabsetzung benutzt, eine verständliche und sinnvolle Reaktion.[38]

Christian Christensen, Professor für Journalismus in Stockholm, macht deutlich, dass die kritische Zurückweisung des Whataboutism auch ein Ausdruck davon sein kann, dass man die eigenen Fehler in verzerrter Selbstwahrnehmung als geringerwertig empfindet, dass man also doppelte Standards zugrunde legt. So erscheine die Handlung des Gegners etwa als verbotene Folter, die eigenen Maßnahmen als „erweiterte Verhörmethoden“, die Gewalt des anderen als Aggression, die eigene lediglich als Reaktion. Christensen sieht sogar einen Nutzen im Gebrauch des Arguments: „Die sogenannten ‘whataboutists’ stellen das bisher nicht in Frage Gestellte infrage und bringen Widersprüche, Doppelstandards und Heuchelei ans Tageslicht. Das ist keine naive Rechtfertigung oder Rationalisierung […], es ist die Herausforderung, über die (manchmal schmerzhafte) Wahrheit unserer Stellung in der Welt kritisch nachzudenken.“[39]

In seiner Analyse von Whataboutism kommt Logik-Professor Axel Barceló von der UNAM zu dem Schluss, dass der Gegenvorwurf oft den gerechtfertigten Verdacht ausdrücke, dass die Kritik nicht der wirklichen Position und den wahren Gründen des Kritikers entspreche.[40][41]

Abe Greenwald wies darauf hin, dass schon der erste Vorwurf, der zum Gegenvorwurf führt, eine willkürliche Setzung bedeutet, die genauso einseitig und voreingenommen sein kann oder sogar einseitiger als die Gegenfrage „what about?“ Der Whataboutism kann also auch aufklärend wirken und den Vorwurf ins richtige Licht setzen.[42]

In ihrer Analyse des Whataboutism im US-Präsidentschaftswahlkampf stellt Catherine Putz 2016 in The Diplomat Magazine fest, das Kernproblem sei, dass dieses rhetorische Mittel die Diskussion von Streitfragen eines Landes ausschließe (z. B. Bürgerrechte vonseiten der USA), wenn dieses Land in diesem Bereich nicht perfekt sei. Es erfordere standardmäßig, dass ein Land gegenüber anderen Ländern nur für diejenigen Ideale plädieren dürfe, bei denen es die höchste Perfektion erreicht habe. Das Problem mit Idealen sei, dass wir sie als menschliche Wesen selten erreichten. Die Ideale seien aber weiterhin wichtig, und die USA sollten weiterhin dafür eintreten: „Die Botschaft ist wichtig, nicht der Botschafter.“[43]

Gina Schad sieht in der Charakterisierung von Gegenargumenten als „Whataboutism“ einen Mangel an kommunikativer Kompetenz, insofern durch diesem Vorwurf Diskussionen abgeschnitten werden. Der Vorwurf an andere, Whataboutism zu betreiben, werde auch als ideologischer Schutzmechanismus eingesetzt, der zu „Verschließungen und Echokammern“ führe.[44] Der Hinweis auf „Whataboutism“ wird auch als „Diskussionsstopper“ wahrgenommen, „um eine bestimmte Diskurs- und Deutungshegemonie abzusichern“.[45]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Whataboutism – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In Defense of (Some) Whataboutism. In: Bloomberg.com. (englisch, bloomberg.com [abgerufen am 1. Juli 2018]).
  2. {Sophie Elmenthaler u. a.: A–Z: Whataboutism – Kritisierst du mich, kritisier ich dich einfach zurück. In: der Freitag. 11. März 2018, abgerufen am 7. Oktober 2021 (Beispielsliste, Abschnitt Afrika).
  3. Looking at ‘Bothsidesing’. Abgerufen am 11. März 2022 (englisch).
  4. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Abgerufen am 8. April 2022.
  5. splitter im auge. Abgerufen am 8. April 2022.
  6. vor der eigenen tür kehren. Abgerufen am 8. April 2022.
  7. wie es in den wald. Abgerufen am 8. April 2022.
  8. whataboutery – definition of whataboutery. In: Oxford Dictionaries. Abgerufen am 26. Dezember 2016 (englisch).
  9. a b Heinrich Schmitz: Wie mit Gegenfragen Diskussionen vermieden werden. In: The European. 8. November 2014 (theeuropean.de [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  10. a b c d Harald Martenstein: Harald Martenstein über rhetorische Ausweichmanöver. In: Die Zeit magazin. Nr. 24, 2016 (zeit.de).
  11. Axel Barceló: Whataboutism Defended: Yes, the Paris Attacks were horrible, …but what about Beirut, Ankara, etc.? S. 8 ff. (englisch, academia.edu [abgerufen am 3. Mai 2020]).
  12. Edward Lucas: The New Cold War. How the Kremlin Menaces Both Russia and the West. Bloomsbury Publishing, 2009, ISBN 978-0-7475-9578-6, S. 307 (englisch): “Castigated for the plight of Soviet Jews, they would complain with treacly sincerity about discrimination against American Blacks. (footnote: the accusation ‘and you are lynching negroes’ became a catchphrase epitomizing Soviet propaganda based on this principle.)”
  13. „Und was ist mit …?“ – Perfider Trick aus der Mottenkiste der Rhetorik. In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 1. Juli 2018]).
  14. Christian Christensen: OPINION: We need ‘whataboutism’ now more than ever. 26. Januar 2015 (englisch, aljazeera.com [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  15. a b Never Trump Nevermore. In: National Review. (englisch, nationalreview.com [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  16. Identitäten (7/7) - Warum weiße Menschen so gerne gleich sind. Abgerufen am 3. Mai 2020 (deutsch): „Gerne werden strukturelle Probleme durch sogenanntes „Whataboutism“ gegeneinander ausgespielt. Das ist der Versuch, soziale Probleme und Diskurse zu hierarchisieren. Somit bewegt sich die Diskussion weg vom inhaltlichen hin zum organisatorischen: Wäre es nicht wichtiger, zuerst über andere strukturelle Probleme zu sprechen?“
  17. Whataboutism. In: The Economist. 31. Januar 2008 (englisch, economist.com [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  18. Olga Khazan: The Soviet-Era Strategy That Explains What Russia Is Doing With Snowden. In: The Atlantic. (englisch, theatlantic.com [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  19. Thomas Ambrosio: Tu Qouque: How The Kremlin Redirects External Criticism Through Rhetorical Attacks. North Dakota State University, 2008, wiscnetwork.org (Memento vom 6. September 2009 im Internet Archive) (PDF).
  20. a b Whataboutism: Come again, Comrade? In: The Economist. 31. Januar 2008, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  21. The West is in danger of losing its moral authority. In: European Voice. 11. Dezember 2008, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  22. Adam Soboczynski: Bitte nicht stören. In: Die Zeit. Nr. 4, 2016 (zeit.de).
  23. Christian Weisflog: Warum die Krim nicht Kosovo ist. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. November 2014 (nzz.ch).
  24. Serghei Golunov: The Kremlin’s Compulsion for Whataboutisms: Western Experience in the Putin Regime’s Political Rhetoric. In: PonarsEuarasia – Policy Memos. 14. Juni 2013 (englisch, ponarseurasia.org [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  25. Olga Khazan: The Soviet-Era Strategy That Explains What Russia Is Doing With Snowden. In: The Atlantic. (englisch, theatlantic.com [abgerufen am 30. Dezember 2016]).
  26. Peter Pomerantsev, Michael Weiss: The Menace of Unreality: How the Kremlin Weaponizes Information, Culture and Money. In: Institute of Modern Russia. 2014, ceas-serbia.org (Memento vom 11. März 2016 im Internet Archive) (PDF; englisch).
  27. Miriam Elder: Want a response from Putin’s office? Russia’s dry-cleaning is just the ticket. In: The Guardian. 26. April 2012 (englisch, theguardian.com).
  28. Konstantin von Eggert: Due West: ‘Whataboutism’ Is Back – and Thriving. In: Sputnik. 25. Juli 2012, abgerufen am 18. April 2014 (englisch).
  29. The Economist schlägt angesichts der geschilderten Fälle zwei rhetorische Gegenmethoden vor: zum einen „Argumente anzuführen, die die russische Führung selbst gebraucht“, so dass sie nicht auf eine westliche Nation angewendet werden können, zum anderen die Empfehlung, dass westliche Nationen verstärkt Selbstkritik in ihren Medien und an Regierungsaussagen ausüben.
  30. Alex Leonor: A guide to Russian propaganda. Part 2: Whataboutism. In: Euromaidan Press. Abgerufen am 30. Dezember 2016 (Alex Leonor is a graduate student studying political, military history.).
  31. "Das russische Volk tut mir leid" (Memento vom 16. Juni 2021 im Internet Archive), Nowaja Gaseta, 15. Juni 2021
  32. Joshua Keating: The Long History of Russian Whataboutism. In: Slate, 21. März 2014 (slate.com). Vgl. für Details und Zitate Orlando Figes: Krimkrieg: Der letzter Kreuzzug. Berlin Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-8270-1028-5, S. 152 f. (Google Books).
  33. Londoner Hetze wegen Glasscherben. Aber kein Wort über zerstörte Araberdörfer. In: Volks-Zeitung. Band 84, Nr. 312, 12. November 1938 (onb.ac.at [abgerufen am 2. September 2018]).
  34. The Backwards Logic of This Election Year. In: The Federalist. 16. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016 (englisch).
  35. Catherine Putz: Donald Trump’s Whataboutism. In: The Diplomat. (englisch, thediplomat.com [abgerufen am 30. Dezember 2016]). Donald Trump’s Whataboutism (Memento vom 22. Juli 2016 im Internet Archive)
  36. Der Verrat von Helsinki, Tages-Anzeiger, 17, Juli 2018
  37. "Lass mich am Ende sagen" Wladimir Putin antwortete auf vier dringenden Fragen des österreichischen Fernsehens - und jedes Mal war es ein Vergleich. In: Nowaja Gaseta. 5. Juni 2018.
  38. Whataboutism. In: EdwardLucas.com. 2. Februar 2008, abgerufen am 29. April 2021 (amerikanisches Englisch).
  39. Opinion: We need ‘whataboutism’ now more than ever. (englisch, aljazeera.com [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  40. Axel Barceló: Whataboutism Defended: Yes, the Paris Attacks were horrible, … but what about Beirut, Ankara, etc.? (englisch, amazonaws.com [PDF]).
  41. Axel Barceló: Whataboutism Defended: Yes, the Paris Attacks were horrible, … but what about Beirut, Ankara, etc.? (englisch, academia.edu [abgerufen am 3. Mai 2020]).
  42. In Defense of Whataboutism. 4. Oktober 2019, abgerufen am 3. Mai 2020 (amerikanisches Englisch).
  43. Catherine Putz: Donald Trump’s Whataboutism. In: The Diplomat. (englisch, thediplomat.com [abgerufen am 30. Dezember 2016]): “The core problem is that this rhetorical device precludes discussion of issues (ex: civil rights) by one country (ex: the United States) if that state lacks a perfect record. It demands, by default, for a state to argue abroad only in favor of ideals it has achieved the highest perfection in. The problem with ideals is that we, as human beings, hardly ever live up to them. ‘If the United States waited to become a utopia before arguing in favor of liberty abroad, it would never happen. What matters is the set of ideals – that all are created equal with rights to “Life, Liberty and the pursuit of Happiness” – not that we have managed to perfectly live up to them. This is a struggle the United States shares with the world: to try and fail and try again. The United States may not be a “very good” messenger, but there may never be a better messenger. It’s the message that truly matters.’” Donald Trump’s Whataboutism (Memento vom 22. Juli 2016 im Internet Archive)
  44. Gina Schad: Digitale Verrohung? – Was die Kommunikation im Netz mit unserem Mitgefühl macht. Goldmann, 2017, ISBN 978-3-641-18497-1 (com.ph [abgerufen am 3. Mai 2020]).
  45. Marion Eckertz-Höfer, Margarete Schuler-Harms: Gleichberechtigung und Demokratie, Gleichberechtigung in der Demokratie: (Rechts-)Wissenschaftliche Annäherungen. Nomos, 2019, ISBN 978-3-7489-0018-4 (com.ph [abgerufen am 3. Mai 2020]).