Russophobie

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Puck», 1903)

Russophobie oder Russenfeindlichkeit (auch Antirussismus[1]) ist eine ablehnende Haltung gegenüber Russland, den Russen oder der russischen Kultur. Sie ist eine Ausprägung der Xenophobie und das Gegenteil von Russophilie.

„Russophob“ wurde von russischer Seite seit Beginn der Ära Putin von Regierungsstellen als auch in der vom Kreml kontrollierten Propaganda als Etikett verwendet für Menschen, die mit dem Verhalten des russischen Präsidenten nicht einverstanden waren, sei es in Russland oder im Ausland.[2]

Zeitgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste negative Darstellungen der Russen datieren aus dem 13. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Kampf des Deutschen Ordens gegen die „Schismatiker“ im Osten. So werden die Russen beispielsweise in der Livländischen Reimchronik als Ungläubige bezeichnet, die Ländereien der Christen plündern. Zu dieser Zeit kann allerdings noch nicht von einer systematischen Russophobie gesprochen werden.

Um die Wende zum 16. Jahrhundert intensivierten sich Russisch-Litauische Kriege zwischen dem Großfürstentum Moskau und dem Großfürstentum Litauen um das Erbe der Kiewer Rus. Der Anspruch der Rurikiden-Fürsten von Moskau, Herrscher der ganzen Rus zu sein, stieß auf Widerstand in der Personalunion Polen-Litauen. Zu dieser Zeit entwickelten vor allem polnische Gelehrte und Autoren eine antirussische Publizistik, die sie in Europa verbreiteten.[3] Um Allianzen der Russen in Europa zu verhindern, schrieb König Sigismund I. an europäische Herrscher und an den Papst, die „Moskowiter“ seien Feinde des Christentums und hätten sich mit Türken und Tataren verschworen, um das Christentum zu zerstören.[3]

Im Zusammenhang mit dem Livländischen Krieg berichteten europäische Russlandreisende von der Tyrannei des russischen Zaren Iwans „des Schrecklichen“ (richtige Übersetzung: der Furchteinflößende), wodurch sich das Bild einer überaus repressiven russischen Herrschaft verbreitete. Neueste Forschungen zeigen, dass während der 37-jährigen Herrschaft Iwans IV. etwa fünftausend Menschen hingerichtet wurden, wobei die zuerst gegen konkurrierende Fürstenfamilien gerichteten Repressionen auf immer neue Zielgruppen ausgedehnt wurden.[4]

Neue Zeit bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antirussische Auffassungen kamen im 19. Jahrhundert in Frankreich auf. Während die europäische Aufklärung insgesamt ein positives Verhältnis zu Russland hatte,[5] betrachtete Napoléon Bonaparte die Russen als rückständige Barbaren, die seinen liberalen und revolutionären Ideen im Wege stünden.[6] Einige Autoren fassen die Respektlosigkeit französischer Soldaten während des Russlandfeldzugs 1812 gegenüber der russischen Zivilbevölkerung und Kultur als Beleg für eine besondere Russenfeindlichkeit auf.[6] Die französischen Truppen plünderten aber auch in anderen eroberten Gebieten Klöster und Kirchen und nutzten sie als Pferdeställe oder Militärlager. Vor seinem Abzug aus Moskau versuchte Napoléon die Türme des Moskauer Kremls sprengen zu lassen. Nach der französischen Niederlage gab es weiter eine ablehnende Haltung gegenüber den Russen. Astolphe de Custine bereiste das Russische Kaiserreich in den 1830er Jahren und hinterließ eine Reisebeschreibung, die eine scharfe Kritik der Autokratie und des Lebens im zeitgenössischen Russland enthielt.

In François Guizots Geschichte der europäischen Zivilisation (1828) kommt Russland nicht vor und auch Jules Michelet schloss Russland von der „wirklichen“ Geschichte aus.[7] Die Unterdrückung des polnischen Freiheitskampfes 1830 löste eine Solidarisierungswelle in Europa mit den gegen das Zarenregime aufbegehrenden Polen aus, die sich auf „vorgeformte Bilder russophober Publizistik“[8] stützen konnte. 1835 hatte Alexis de Tocqueville in seinem Buch Über die Demokratie in Amerika die USA und Russland als Weltmächte gegenübergestellt, die einen Gegensatz von Demokratisierung und Freiheit einerseits und Zentralisation und Knechtschaft andererseits bildeten. Ein Jahr später wurde der Philosophische Brief von Pjotr Jakowlewitsch Tschaadajew gedruckt, in dem die konservativen Slawophilen den reformorientierten Westlern gegenübergestellt sind. Jutta Scherrer meinte, „die Slavophilen schufen in der Dichotomie Russland/Europa erstmals Selbst- und Fremdbilder von ‚wir‘ und ‚sie‘ (my i oni), vom 'Eigenem' und 'Fremden'.“[9] 1843 erschien das Buch Russland im Jahr 1839 von Astolphe de Custine, das noch im gleichen Jahr ins Englische und Deutsche übersetzt wurde und zahlreiche Neuauflagen erlebte.[10] Custine, der durchaus mit Sympathien nach Russland gereist war, prägte desillusioniert das Bild von der dortigen despotischen Staatsform und einer versklavten, unterwürfigen Bevölkerung nachhaltig. Dagegen beschrieben Anatole Leroy-Beaulieu[11] und Eugène-Melchior de Vogüé[12] ein Russland, das dem von Custine vollständig entgegengesetzt ist. Auch Jules Vernes RomanMichel Strogoff (1876) (und dessen 1880 in Paris uraufgeführte Bühnenadaption) trug zu einer Wende im französischen Russlandbild bei. Ähnliches lässt sich für das etwa über Nietzsche, Rilke, Thomas Mann in Deutschland vermittelte Russlandbild sagen.

Während europäische Konservative in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Russland nach den napoleonischen Kriegen eher als „Retter Europas“, als Hort legitimer Monarchie und Bewahrer christlicher Glaubenstradition sahen (vgl.: Heilige Allianz), wurde von liberalen und linksrevolutionären Kreisen das Bild Russlands als "Hort der Reaktion" aufgegriffen und verbreitet, darunter auch von Karl Marx und Friedrich Engels; letzterer erhoffte sich ein Zurückdrängen Russlands.[13]

Die Furcht vor dem "russischen Bären" ging auf Russlands tragende Rolle in der reaktionären Heiligen Allianz zurück. Vor allem wurde die Unterdrückung nationaler Unabhängigkeitsbestrebungen im russisch beherrschten Polen angeprangert. Schon zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches wurde ein zu starker Machtgewinn Russlands auf Kosten des Osmanischen Reiches befürchtet, für die österreichische Habsburgermonarchie hingegen war das christliche Russland wichtiger Partner in den jahrhundertelangen Türkenkriegen. Großbritannien sorgte sich um seinen Überseehandel. Es unternahm Anstrengungen, um ein russisches Vordringen über den Bosporus hinaus ins Mittelmeer, sowie eine russische Expansion nach Persien und Zentralasien – und möglicherweise sogar Indien – zu verhindern. Dieser britisch-russische Interessenkonflikt, der sogar in Neuseeland eine Russian scare auslöste, wurde als Great Game bekannt[14] und führte zum Krimkrieg, an dem auch Frankreich teilnahm.

Erste Hälfte 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts näherten sich Frankreich und Großbritannien politisch wieder Russland an, wohingegen die traditionell über Jahrhunderte hinweg sehr guten Beziehungen Deutschlands[15] und Österreich-Ungarns zu Russland bereits in der Endphase der Ära Bismarck stark abkühlten. Beide wollten eine russische Machterweiterung im Machtvakuum, das auf dem Balkan nach dem möglichen Zusammenbruch des Osmanischen Reiches zu erwarten stand, eindämmen. Ebenso den Panslawismus, was in Deutschland und Österreich-Ungarn stark mit Slawophobie und Nationalismus, der sich auch gegen andere Nationen richtete, verflochten war.[16] 1914 konnten sich auch große Teile der Linken in Deutschland mit dem Kampf gegen den als fortschrittsfeindlich empfundenen Zarismus identifizieren. Dies erleichterte den Eintritt in den Ersten Weltkrieg und kam der sogenannten Burgfriedenspolitik zugute. Während des Krieges ließ Österreich-Ungarn zahlreiche russophile Ruthenen in Konzentrationslager wie Thalerhof oder Theresienstadt deportieren, wo Tausende von ihnen starben.

Lenin und die Bolschewiki übertrugen den ursprünglich für die Habsburgermonarchie geprägten Begriff Völkergefängnis, eine negative Deutung des Vielvölkerstaates,[17] auf das Zarenreich. Die damit geweckten Hoffnungen auf Selbständigkeit in den von anderen Nationalitäten bewohnten Randgebieten Russlands erfüllten sich aber nicht.[18] Später wurde der Begriff „Völkergefängnis“ auch auf die Sowjetunion bezogen.[19]

Die Oktoberrevolution von 1917 und der anschließende Bürgerkrieg mit seinen Grausamkeiten auf beiden Seiten endeten Anfang der 1920er Jahre mit dem Sieg der Bolschewiki, den die anderen Großmächte vergeblich durch Militärinventionen zu verhindern gesucht hatten. Dies hatte einen internationalen Anstieg der Russophobie zur Folge (vgl. z. B. Red Scare in den USA), nachdem die kommunistische Bewegung bald von Moskau dominiert wurde und Sowjetrussland bzw. die Sowjetunion den kapitalistischen Mächten mit der Weltrevolution drohte. Eine brutale Repression im Innern, besonders seit dem Beginn des Stalinismus Ende der 1920er Jahre, sowie Abschließung und diplomatische Isolation der Sowjetunion begünstigten auch russenfeindliche Tendenzen der Zwischenkriegszeit.

Sowjetische Kriegsgefangene im KZ Mauthausen.

Eine rassistisch begründete Russophobie als Kombination von Antisemitismus und Antibolschewismus, dem zu bekämpfenden so genannten Jüdischen Bolschewismus war in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland vorherrschend. Hitler beschrieb die Russen in seinem Buch Mein Kampf als zur Selbstorganisation unfähige Untermenschen, die lediglich dank der „germanischen Oberschicht“ ein Reich hatten aufbauen können. Die Nationalsozialisten sahen die Sowjetunion als Lebensraum im Osten für die deutsche Herrenrasse. Nach dem Endsieg war im Generalplan Ost eine Dezimierung, Versklavung und großangelegte Deportation der Bevölkerung vorgesehen, wobei Städte wie Leningrad und Moskau dem Erdboden gleichgemacht werden sollten. Auch wenn diese Pläne nie realisiert wurden, wurden im Deutsch-Sowjetischen Krieg während der Leningrader Blockade über eine Million Menschen ausgehungert, und die nationalsozialistische Ideologie und Planung (siehe auch Hungerplan) bedingte die großflächige Vernichtung von Menschenleben und Kulturgut in der Sowjetunion. Trotz dieser Pläne kooperierten die Deutschen – notgedrungen seit der Wende des Zweiten Weltkrieges 1942/43 – zum Teil auch mit Russen. So wurde unter dem früheren General der Roten Armee Wlassow die Russische Befreiungsarmee gebildet, die gegen Kriegsende auf deutscher Seite kämpfte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kalten Krieg speiste sich Misstrauen aus dem politisch-ideologischen Kampf zwischen der westlichen Welt und dem kommunistisch regierten Ostblock. Die Angst vor den Kommunisten und vor der atomaren Bedrohung prägte das Bewusstsein in Europa und den USA seit den frühen 1950er Jahren. Präsident Wladimir Putin erklärte, die Russophobie des Westens und der osteuropäischen Staaten ginge auf die Interventionen der Sowjetunion in der DDR, in Ungarn und in der Tschechoslowakei zurück.[20]

Vor allem in der Ära Ronald Reagan griffen Hollywood-Produktionen stereotypenhafte Bilder von Russen auf. Nach der politischen Wende und dem Zerfall des Ostblocks warnten vor allem ehemalige Sowjetologen und Dissidenten aus Mittelosteuropa und Russland vor einem allzu optimistischen Bild Russlands. Dabei gab es eine starke Wechselwirkung mit der US-Osteuropapolitik.[21] Viele neue Staaten wie die baltischen Staaten oder die Ukraine bauten ihre nationale Identität auch aus einer Gegenüberstellung zu Russland auf. Ein weiterer Faktor der Russophobie war die Angst vor der sich ausbreitenden russischen Mafia, die in den 1990er Jahren das Bild eines kriminellen und kleptokratischen Russlands prägte. Andererseits unterstützte der Westen den Kurs des russischen Präsidenten Boris Jelzin und vermied weitgehend Kritik an seiner Politik.

Kritik an Russlandberichterstattung in Deutschland bis 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Michail Gorbatschow wurde bemängelt, die Russlandberichterstattung in Deutschland sei teilweise oder überwiegend von einer ablehnenden Haltung und mangelnden Differenziertheit[22] geprägt. Schwierigkeiten und Missverständnisse in der Korrespondententätigkeit kommen hinzu.[23] Insbesondere der Fokus auf Wladimir Putin und die politischen Krisen Russlands in den westlichen Medien zeichne nach Ansicht einiger Kommentatoren ein schiefes Bild der tatsächlichen Verhältnisse in Russland.[24][25]

Der kontrovers diskutierte[26][27][28] Historiker Wolfgang Wippermann stellt die These auf, alle westliche Medienberichterstattung sei von Gedankengut beeinflusst, das der russischen Selbstwahrnehmung „fundamental“ widerspräche.[29]

USA vor 2009

Zum relevanten Zeitraum des Ausgangspunkts seines Buches, dem Jahr 2006, schrieb Andrei Tsygankov im 2009: In Abgrenzung zur objektiven Kritik an Russland zeichne sich Russophobie in Kreisen von Politikern der USA aus durch eine absichtliche „jenseitige Unverhältnismäßigkeit“ (“beyond any sense of proportion”); sie verfolge das Ziel, die politische Reputation Russlands zu unterminieren.[21]

Russische Niederschlagung des Novemberaufstands (1830). Zeitgenössische allegorische Darstellung Polens als Opfer eines asiatischen Nomaden

Kritische Einwände gegen Vorwürfe der Russophobie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Recherchen von u. a. Anna Politkowskaja zu den Aktivitäten staatlicher Dienste im Internet waren bereits 2003 russische Internet-Brigaden beschrieben worden; eines der ausgeprägten Merkmale der organisierten Teams sei es gewesen, jeden der Russophobie bezichtigten, der nicht mit der russischen Politik übereinstimmte (Accusation of Russophobia against everyone who disagrees with them).[30]

Dem Publizisten Lucian Kim zufolge wurde „russophob“ in der Ära Putin zu einem Etikett für Menschen, die mit dem aggressiven Verhalten des russischen Präsidenten nicht einverstanden seien, sei es in Russland oder im Ausland.[31] Laut Hannes Adomeit wird innerhalb Russlands auch der Terminus des Verräters verwendet, wo im Ausland Russophobie vorgeworfen werde.[32]

Für Artemi Troizki in der russischen Nowaja Gaseta ist der Begriff Russophobie ein „Zauberwort“, das als Phrase etwas bezeichne, was gar nicht existiere[33], und Dmitri Bykow verwies auf die Aussage der Verlegerin Marja Rosanowa, die sagte: „Russen mögen es, böse zu sein“ sowie die fehlende Solidarität der Russen untereinander. Damit dies verbessert würde, müsste das Wort Russophobie verboten werden.[34]

Karl Schlögel nannte das Wort einen Bestandteil der russischen Propaganda: „Die Propaganda lautet: Wer Putin oder einen seiner Freunde kritisiert, ist russophob.“ (Karl Schlögel: [35])

Osteuropaforscher Andreas Umland zufolge verbreiten russisch-nationalistische Kreise die Behauptung, die Haltung des Westens gegenüber Russland sei von einer jahrhundertealten und systematischen Russenfeindlichkeit geprägt. Die Russophobie sei das „Totschlagargument der sogenannten «Putin-Versteher»“.[36]

Manche Autoren sehen die Argumente gegen Russophobie in Russland in politisch rechtsorientierten Kreisen verbreitet, sie würden auch gegen demokratische Reformbestrebungen eingesetzt und dienten dazu, Mythen über dem Fall der Sowjetunion zu konstruieren.[37] Das Konzept der Russophobie wurde ein integraler Bestandteil der Mythologie russischer Nationalisten[38].

Die Geschichte der Verbindungen Russlands mit Westeuropa[39] und die erfolgreiche Integration nach Westeuropa, in die USA und nach Israel emigrierter Russen deute darauf hin, dass es keine allgemeine Russenfeindlichkeit gebe.[40]

Es wurde auch gefragt, „ob nicht unser Russlandbild meist auch in Abhängigkeit davon entsteht, wie Russland sich selbst einschätzt … Beide Arten von Bildern – Fremd- und Selbstbilder – haben sich im Verlaufe der Geschichte unserer gegenseitigen Wahrnehmungen und Beziehungen beeinflusst. Sie befinden sich in einer Art Symbiose insofern ein Bild ein anderes provoziert … Was sich zuweilen an diesen Bildern an Vorurteilen verbirgt und wozu sie eingesetzt werden können, hat manchmal schreckliche Folgen gehabt.“[41] Denselben Standpunkt nimmt auch der Journalist Boris Reitschuster ein wenn er sagt, Putin „ist russophob, also das, was er anderen vorwirft: Er hat eine geringe Meinung von den Menschen in Russland, weil er sie für unreif hält und wie Kinder behandelt. Kinder, die stark geführt werden müssen und auch mal Prügel wollen.“[42]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Russophobie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Russophobie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Heinz Gollwitzer: Vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Beginn des Imperialismus. V&R, 1972, S. 372.
  2. Jolanta Darczewska, Piotr Żochowski: Russophobia In the Kremlin's Strategy, Centre for Eastern Studies, Oktober 2015
  3. a b Poe, Marshall T. (2001). People Born to Slavery: Russia in Early Modern European Ethnography, 1478–1748. Cornell University Press, ISBN 0-8014-3798-9, S. 21.
  4. Vgl. die vom Autor erweiterte deutsche Übersetzung: Ruslan Grigrojewitsch Skrynnikow Ivan der Schreckliche und seine Zeit. Mit einem Nachwort von Hans-Joachim Torke. München 1992. Siehe auch den Nachruf auf Skrynnikow von Alexandr Lavrov dokumente.ios-regensburg.de.
  5. Leibniz, der Zar Peter I. mehrfach getroffen hatte, rühmte Russland als tabula rasa, wo man unzählige Fehler Westeuropas vermeiden könne. Montesquieu dagegen bezeichnete den Zaren, der seine Reformen mit tyrannischen Methoden durchsetzte, als „größten Barbaren der Menschheit“. Voltaire wiederum pries denselben in seiner „Geschichte des russischen Reichs unter Peter dem Großen“. Herder sah in Russland einen künftigen Träger europäischer Kultur. „Die Europäisierung des russischen Hofes und die Erziehung des russischen Adels, der die französische Sprache und französische Sitten übernahm, wurde im 18. Jahrhundert mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. Doch aufmerksamen Besuchern Russlands, deren Zahl seit dem 18. Jahrhundert ständig zunahm, fiel der enorme Abgrund zwischen der analphabetischen bäuerlichen Masse und der gebildeten Minderheit auf, der in Europa nichts Vergleichbares hatte.“ (Jutta Scherrer: Russlandbilder in Europa - Stimmen aus Frankreich, Deutschland und Polen. Tagung in Genshagen/Brandenburg 1.-2. Dezember 2006 bildungsserver.berlin-brandenburg.de (PDF), unpag. S. 5)
  6. a b McNally, Raymond. The origins of Russophobia in France 1812-1830. In: The American Slavic and East European Review 17 (1958), S. 173–189.
  7. Vgl. Martin Malia: Russia Under Western Eyes. Cambridge/Mass. 1999, S. 102.
  8. Dieter Groh: Russland und das Selbstverständnis Europas. Neuwied 1961, S. 189.
  9. Jutta Scherrer: Russlandbilder in Europa - Stimmen aus Frankreich, Deutschland und Polen. Tagung in Genshagen/Brandenburg 1.-2. Dezember 2006 bildungsserver.berlin-brandenburg.de (PDF), unpag. (S. 10)
  10. Gekürzte Ausgabe: russische Schatten
  11. L'Empire des tsars et les Russes. 3 Bde., 1881–2 und 1889.
  12. Le Roman russe. 1886.
  13. Geschichte der Russophobie. Weltfeind im Osten - Zur geistigen Vorgeschichte der „Neocons“, FAZ, 26. August 2008
  14. John Howes Gleason: The genesis of Russophobia in Great Britain: a study of the interaction of policy and opinion. Octagon Books, 1972.
  15. Siehe dazu Deutsch-russische Beziehungen
  16. John M. Haar: The Russian Menace: Baltic German Publicists and Russophobia in World War I Germany. University Microfilms, 1986.
  17. Matthias Theodor Vogt u. a. (Hg.): Peripherie in der Mitte Europas. Frankfurt am Main 2009, S. 126. Siehe auch Andreas Kappeler: Russland als Vielvölkerreich: Entstehung - Geschichte - Zerfall. 2. Auflage München 2008
  18. Vgl. Helmut Altrichter: Sowjetunion: Der russische Bürgerkrieg und die Gründung der Sowjetunion In: Universal-Lexikon universal_lexikon.deacademic.com
  19. z. B. Christian Esch: UdSSR. Die Trauer um das Völkergefängnis. In: fr-online vom 25. Dezember 2001 fr-online.de (Memento vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)
  20. Homepage des Kremls: Interview mit Wladimir Putin im Jahr 2000 (russisch) (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  21. a b Andrei Tsygankov. Russophobia: Anti-Russian Lobby and American Foreign Policy. Palgrave, 2009, ISBN 9780230620957, im Vorwort
  22. Offener Brief von Michail Gorbatschow an die deutschen Medien petersburger-dialog.de; Wenke Crudopf: Russland-Stereotypen in der deutschen Medienberichterstattung. Arbeitspapiere des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin. 29/2000 oei.fu-berlin.de (PDF).
  23. Siehe dazu z. B. Juliane Inozemtsev: Teil des Rausches. Selbstkritisches von deutschen Osteuropa-Korrespondenten zur „Orangen Revolution“. In: eurasisches Magazin vom 31. Juli 2008 eurasischesmagazin.de
  24. Gastkommentar auf derstandard.at, abgerufen am 11. August 2014.
  25. Nobody can doubt the brutality of Putin’s Russia. But the way the Ukraine conflict is covered in the west should raise some questions, www.theguardian.com, abgerufen am 11. August 2014.
  26. Die Wirklichkeit ausgepfiffen, Spiegel, 29. Juni 1998
  27. Stephan Waitz: Wolfgang Wippermann: Stalins Mann in Berlin. In: ef-magazin.de vom 16. Oktober 2007 ef-magazin.de
  28. Zweierlei VergleichNationalsozialistische, stalinistische und realsozialistische Herrschaftspraxis, FAZ, 21. Dezember 2009
  29. Russophobie Reloaded?, Wolfgang Wippermann in Neues Deutschland, abgerufen am 22. August 2014.
  30. CNN: Internet brigades in Russia - "Web Brigade's", 21. März 2009 (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  31. Do you suffer from Russophobia? The Kremlin thinks you might. reuters, 17. März 2016
  32. Hannes Adomeit: 'Russophobia' is a label to deflect criticism from the Kremlin auf raamoprusland.nl
  33. Neues altes Wort, Nowaja Gaseta, 30. August 2017
  34. Dmitry Bykov: Selbst das Weltall hat uns keine Solidarität gebracht, Echo Moskau, 13. Juli 2018; "Ich hoffe, dass dieses Wort zur rechten Zeit in einer anständigen Gesellschaft verboten wird, wie etwas völlig Unanständiges."
  35. Die Sanktionen gegen Russland sind Selbstverteidigung, NZZ, 10. Oktober 2017
  36. Russlands abenteuerliche Aussenpolitik - Die «Putin-Versteher» und ihre Irrtümer, NZZ, 11. Januar 2016
  37. Robert Horvath: The legacy of Soviet dissent: dissidents, democratisation and radical nationalism in Russia. Psychology Press 2005. S. 262
  38. Anatoly M. Khazanov: The nation-state in question, 2003 Princeton University Press, Seiten 90,91 96–97 Kapitel „A State without a Nation? Russia after Empire“; „In the late 1980s and early 1990s, only russian nationalists used the bugaboo of Russophobia“
  39. Siehe dazu z. B. das von Lew Kopelew initiierte Wuppertaler Forschungsprojekt kopelew-forum.de. Im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden die West-östlichen Spiegelungen in vollem Umfang digitalisiert und stehen über die Bayerische Staatsbibliothek zur Verfügung: digi20.digitale-sammlungen.de.
  40. Exkurs in die Geschichte: Russen im Ausland (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  41. Jutta Scherrer: Russland in Selbst- und europäischen Fremdbildern. Vortrag auf der Tagung in Genshagen/Brandenburg 1.-2. Dezember 2006 (unpag. S. 1)bildungsserver.berlin-brandenburg.de (PDF).
  42. Boris Reitschuster: „Putin selbst ist russenfeindlich“. Journalist Reitschuster im Interview.tagesschau.de