Wu Wei (Musiker)

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Wu Wei spielt die chinesische Mundorgel Sheng

Wu Wei (* 29. April 1970 in der Volksrepublik China) ist ein Instrumentalvirtuose der traditionellen chinesischen Musikinstrumente Sheng und Erhu in der improvisierenden Musik, der Neuen Musik und des Jazz sowie Komponist.

Mit seiner Offenheit gegenüber modernen Kompositions- und Spieltechniken hat er dem 4000 Jahre alten Instrument Sheng neue Einsatzmöglichkeiten im Konzertleben eröffnet. Darüber hinaus bewährt er sich in Konzerten von Weltmusik im Zusammenspiel mit chinesischen Instrumentalisten als stilsicherer Interpret der traditionellen Musik seines Heimatlandes.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wu Wei absolvierte an der Musikhochschule Shanghai ein Studium der chinesischen Mundorgel Sheng und war Solist beim „Shanghai Chinese Orchestra“, bevor er 1995 mit einem Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) zum Studium an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin ging. Seitdem lebt er in Berlin. Seit 2013 ist er Professor an der Musikhochschule Shanghai.

Als Solist trat er bei den bedeutendsten Festivals weltweit auf und wurde von führenden Orchestern begleitet. So arbeitete er u. a. mit den Berliner Philharmonikern (Kent Nagano), dem Los Angeles Philharmonic (Gustavo Dudamel), dem Orchestre National de France (Chung Myung-whun), dem Kungliga Filharmoniska Orkestern Stockholm (Susanna Mälkki), dem BBC Symphony Orchestra (Ilan Volkov), dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester, dem NHK-Sinfonieorchester Tokyo, dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, dem Ensemble intercontemporain und dem Ensemble Modern zusammen.

Wu Wei hat bislang mehr als 280 Werke, darunter zehn Konzerte für Sheng und Orchester, von Komponisten wie John Cage, Chin Un-suk, Toshio Hosokawa, Enjott Schneider, Jörg Widmann, Klaus Hinrich Stahmer, Guus Janssen, Jukka Tiensuu, Tan Dun, Chen Qigang, Guo Wenjing und Huang Ruo zur Uraufführung gebracht. Außerdem hat er selbst eine Reihe von Werken für Sheng komponiert. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der „Fondation Royaumont“, der Sächsischen Kulturstiftung, der „musica viva“ München, der Hamburgischen Kulturstiftung sowie der „Civitella Raniera Foundation“ New York.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 und 2002 jeweils 1. Preis im Welt-Musikwettbewerb Musica Vitale in Deutschland
  • 2004 Preisträger des Deutschen Folk-Preises Ruth.
  • 2011 Herald Angel Award des Edinburgh International Festival
  • 2014 BBC Music Magazine Jury Award für die CD Unsuk Chin/3 Concertos (siehe Diskografie)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]