Wurmfarne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wurmfarne
Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae)
Gattung: Wurmfarne
Wissenschaftlicher Name
Dryopteris
Adans.

Die Pflanzengattung der Wurmfarne (Dryopteris) gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae). Die mindestens 150 Arten sind vor allem auf der Nordhalbkugel verbreitet. Es existieren auch viele Hybriden, die hauptsächlich im viktorianischen Zeitalter Englands gezüchtet wurden, als Farne für den Gartenbau sehr populär waren.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Dryopteris macropholis
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen. Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Die Dryopteris-Arten zeichnen sich durch einen sehr dicken, kurzen und mit braunen Schuppen dicht besetzten Wurzelstock aus. Die Blätter sind einfach oder doppelt gefiedert und stehen an einem kurzen, kräftigen Blattstiel und variieren stark in Länge und Breite. Die Blattspreite wird nach unten hin kaum schmaler, was ein Unterscheidungsmerkmal zum Frauenfarn (Athyrium) ist.

Die Sporen sind in großen Sori auf der Blattunterseite angeordnet.

Unterseite eines Wedels des Rotschleier-Wurmfarn (Dryopteris erythrosora) mit Sori
Gebirgs-Wurmfarn (Dryopteris wallichiana)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Einige Arten werden von manchen Autoren zu den Gattungen Ctenitis oder Thelypteris gerechnet. Von einigen Autoren wurden Dryopteris Arten der Gattungen Aspidium und Nephrodium zugeordnet. Bei den meisten Arten sind reife Sporen zur sicheren Bestimmung und zur Unterscheidung der reinen Art von den Hybriden unbedingt erforderlich.

Die Gattung der Wurmfarne umfasst mehr als 150 und wahrscheinlich mehr als 280 Arten weltweit. Dazu gehören in Mitteleuropa:

  • Spreuschuppiger Wurmfarn (Dryopteris affinis (Lowe) Fraser-Jenk.), auch Goldschuppenfarn genannt, Verbreitungsgebiet: Europa.
  • Gewöhnlicher Dornfarn oder Karthäuserfarn (Dryopteris carthusiana (Vill.) H.P.Fuchs, Syn.: Dryopteris spinulosa (Muell.) Watt), kommt in Europa und Westasien vor.
  • Kammfarn (Dryopteris cristata (L.) A.Gray), Verbreitungsgebiet: Europa, Westsibirien, Kanada, USA.
  • Breitblättriger Dornfarn oder Breiter Wurmfarn (Dryopteris dilatata (Hoffm.) A.Gray), Verbreitungsgebiet: Europa, West- und Nordasien, Nordamerika, Grönland.
  • Feingliedriger Dornfarn (Dryopteris expansa (C.Presl) Fraser-Jenk. & Jermy), Verbreitungsgebiet: Europa.
  • Echter Wurmfarn (Dryopteris filix-mas (L.) Schott), Verbreitungsgebiet: Europa, Asien, Nordafrika, Amerika.
  • Geröll-Wurmfarn (Dryopteris oreades Fomin), Verbreitungsgebiet: Europa und Kaukasus.
  • Entferntfiedriger Dornfarn oder Entferntfiedriger Wurmfarn (Dryopteris remota (A. Braun ex Döll) Druce), Verbreitungsgebiet: Europa und Türkei.
  • Starrer Wurmfarn (Dryopteris villarii (Bellardi) Woynar ex Schinz & Thell.), Verbreitungsgebiet: Gebirge Europas, Westasiens und Nordwestafrikas.

Außerhalb Mitteleuropas kommen vor (Auswahl):

Verwendung[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Dryopteris-Arten enthalten in den Wurzelstöcken Phloroglucinverbindungen („Filizin“) – medizinisch wirksame Substanzen, die Darmparasiten lähmen. Die Extrakte wurden daher früher zur Behandlung von Bandwurmbefall eingesetzt. Daher der Trivialname Wurmfarn. Wegen zahlreicher Vergiftungen, auch mit tödlichem Ausgang, wurde der Wurmfarn inzwischen auf die Negativliste der Phytopharmaka gesetzt. Nur beim Versagen moderner Bandwurmmittel werden diese Mittel von qualifizierten Heilpraktikern eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer, Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • Bernhard Marbach, Christian Kainz: BLV Naturführer Moose, Farne und Flechten. blv, München 2002, ISBN 3-405-16323-4.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wurmfarne (Dryopteris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Wurmfarn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!