Zhuzhou

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Dieser Artikel behandelt die bezirksfreie Stadt Zhuzhou (株洲市) in der chinesischen Provinz Hunan. Für den in ihrem Verwaltungsgebiet gelegenen Kreis Zhuzhou, siehe Zhuzhou (Kreis).
株洲
Zhūzhōu
Zhuzhou
Zhuzhou (China)
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Koordinaten 27° 50′ N, 113° 9′ OKoordinaten: 27° 50′ N, 113° 9′ O
Basisdaten
Staat Volksrepublik China

Provinz

Hunan
Fläche 11.262 km²
Einwohner 3.855.609 (2010)
Dichte 342,4 Ew./km²
Website www.zhuzhou.gov.cn
Sonstiges
Gliederung auf Kreisebene: 4 Stadtbezirke, 1 kreisfreie Stadt, 4 Kreise
Postleitzahlen: 412000 - 412007
Zeitzone: China Standard Time (UTC+8)Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Anmerkung
Jianshe South Road (建设南路)
Jianshe South Road (建设南路)

Zhuzhou (株洲市; Pinyin: Zhūzhōu Shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Osten der chinesischen Provinz Hunan mit 3.855.609 Einwohnern (Stand: 2010).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Zhuzhou in Hunan

Zhuzhou liegt etwa 20 km östlich von Xiangtan an den Ufern des Xiang Jiang.

Administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bezirksfreie Stadt Zhuzhou setzt sich auf Kreisebene aus vier Stadtbezirken, einer kreisfreien Stadt und vier Kreisen zusammen. Diese sind:

  • Stadtbezirk Tianyuan - 天元区 Tiānyuán Qū;
  • Stadtbezirk Hetang - 荷塘区 Hétáng Qū;
  • Stadtbezirk Lusong - 芦淞区 Lúsōng Qū;
  • Stadtbezirk Shifeng - 石峰区 Shífēng Qū;
  • Stadt Liling - 醴陵市 Lǐlíng Shì;
  • Kreis Zhuzhou - 株洲县 Zhūzhōu Xiàn;
  • Kreis You - 攸县 Yōu Xiàn;
  • Kreis Chaling - 茶陵县 Chálíng Xiàn;
  • Kreis Yanling - 炎陵县 Yánlíng Xiàn.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Ostufer des Xian Jiang auf den Fernsehturm

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zhuzhou war bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine kleine Marktstadt mit einem Binnenhafen. Der Aufstieg zur Großstadt begann mit dem Aufbau einer modernen Verkehrsinfrastruktur in der Region und der Öffnung der Pingxiang-Kohlengruben in der Provinz Jiangxi im Osten, welche Kokskohle für die Eisenwerke in Hanyang im Norden lieferten. Es wurde eine Eisenbahnstrecke von Pingxiang nach Zhuzhou gebaut, von wo man die Kohle über Wasser nach Hankou verschiffte. Zhuzhou wurde später per Eisenbahn u.a. mit Kanton, Hankou, Changsha und Nanchang verbunden und so zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt.[1]

Die Entwicklung der Stadt verzögerte sich mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1937. Im Norden Hunans fanden schwere Kämpfe statt, 1944 wurde Zhuzhou von einer japanischen Großoffensive überrollt und geriet bis Kriegsende unter japanische Besatzung.[1]

In der Volksrepublik China war für Zhuzhou eine Rolle als wichtiges Industriezentrum vorgesehen. Ein großes Wärmekraftwerk wurde mit sowjetischer Hilfe errichtet und ging 1957 in Betrieb. In den 1950er und 1960er Jahren wurden zudem zwei Düngemittelfabriken errichtet.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchstes Bauwerk der Stadt ist der 293 Meter hohe Fernsehturm Zhuzhou.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umgebung der Stadt ist reich an Bodenschätzen, es kommen Eisen, Blei, Mangan, Zink, Wolfram, Kupfer und Antimon vor. Es hat sich eine umfangreiche Metallindustrie entwickelt, die Blei, Zink und Kupfer in beträchtlichen Mengen produziert. Zhuzhous Produktionsmengen an Nichteisenmetallen, Hartlegierungen und Flachglas machen einen Großteil der chinesischen Produktion aus.[1]

Ende der 1950er Jahre wurde ein Güterbahnhof gebaut, der zu den größten in Südchina gehört. Zhuzhou wurde auch zu einem Hauptproduzenten von Schienenfahrzeugen, Triebwagen und Elektrolokomotiven.[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen Verbindungen über Wasserwege mit Süd-Hunan. Zhuzhou steht im Zentrum eines dichten Autobahnnetzes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zhuzhou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Zhuzhou. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 3. August 2017 (englisch).