Zoë Jenny

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Zoë Jenny (* 16. März 1974 in Basel) ist eine Schweizer Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zoë Jenny wurde 1974 in Basel als Tochter des Verlegers Matthyas Jenny und der Malerin Rahel Knöll geboren. Als sie drei Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden. Jenny und ihr Bruder wuchsen beim Vater in Basel, in Griechenland und in Carona im Kanton Tessin auf. Von 1982 bis 1984 besuchte sie die reformpädagogische Freie Volksschule Basel. Bereits als Schülerin wurde sie schriftstellerisch tätig und veröffentlichte ab 1993 verschiedene Kurzgeschichten, Erzählungen und Essays in Literaturzeitschriften des deutschsprachigen Raums. 1994 absolvierte Jenny ihren Abschluss an der Diplommittelschule in Basel.

1997 erschien Jennys erster Roman Das Blütenstaubzimmer, der Bestsellerstatus erlangte und in 27 Sprachen übersetzt wurde. Sie unternahm ausgedehnte Vortragsreisen in die Vereinigten Staaten, nach China und Japan; zeitweise lebte sie in New York und in Berlin. 1999 erschien der Roman Der Ruf des Muschelhorns. 2000 folgte das Kinderbuch Mittelpünktchens Reise um die Welt. Im selben Jahr erschien der Roman Ein schnelles Leben, eine moderne Adaption der Romeo-und-Julia-Thematik. 2002 war Zoë Jenny Preisrichterin am Internationalen Filmfestival von Locarno. Sie war Kolumnistin für Die Zeit, die Financial Times und die Schweizer Illustrierte.

Im Jahr 2004 zog Jenny nach London. 2007 erschien ihr Künstlerroman Das Portrait. 2008 heiratete sie den Briten Matthew Homfray, im Januar 2010 wurde ihre Tochter geboren. Im Jahr 2010 folgte der in englischer Sprache verfasste Roman The Sky is Changing. 2013 erschien der Erzählband Spätestens morgen. Nachdem ihre Ehe 2012 geschieden wurde, zog Jenny 2013 nach Zürich.[1] Im Januar 2015 zog sie nach Wien.[2]

Auch aufgrund eigener Kindheitserfahrungen ging sie 2013 in einem in der Zeitung Die Welt erschienenen Artikel mit Reformpädagogik und der Alternativen Szene der 1980er Jahre hart ins Gericht. Auf die Pädophiliedebatte der Grünen Bezug nehmend, kritisierte sie die Lernresistenz der (wie sie sie nennt) „Weltverbesserer“: „In den links-grünen Kommunen der Siebziger- und Achtzigerjahre lebten Kinder hochgefährlich. Frei fühlten sich vor allem die Erwachsenen, die in einer falsch verstandenen Liberalität sämtliche Grenzen überschritten.“[3]

Jenny ist Botschafterin der schweizerischen Kinder- und Jugendorganisation Pro Juventute.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zoë Jenny: Sie zieht nach Zürich - mit neuer Liebe
  2. «Man führte einen Krieg gegen uns». In: Schweizer Illustrierte, Nr. 22, 22. Juni 2015.
  3. Zoë Jenny: Meine Lehrer waren pädophile Weltverbesserer. In: Die Welt vom 14. Oktober 2013.
  4. Pro Juventute: Zoë Jenny. Abgerufen am 28. Januar 2014.