Abdul Adhim Kamouss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Abdul Adhim Kamouss (meist nur Abdul Adhim; * in Marokko) ist ein marokkanischer Imam, der seit 2005 an der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln predigt. Bekannt ist er darüber hinaus durch seine Internetpräsenz; ähnlich wie Pierre Vogel gilt er als "Popstar" einer deutschen, allgemein als salafistisch bezeichneten Szene. Auch wird er von den Medien als "Moslem-Macher" bezeichnet, da in seiner Moschee zahlreiche Konversionen stattfinden, vor allem von jungen Deutschen (nach Berichten bis zu fünf Gläubige pro Woche).[1][2]

Adhim hält seine Predigten und Vorträge auf Deutsch und vertritt ein strenges, orthodoxes Islamverständnis:[3] wie bei den Salafisten üblich orientiert er sich an den Lebensgewohnheiten der Prophetengefährten im 7. Jahrhundert.[4] So fordert er in einem seiner Vorträge die männlichen Muslime dazu auf, einen Bart zu tragen; dies gehöre zur Religion und zur Schönheit eines Mannes - "Medien, Technologie und Industrie" seien verantwortlich für ein modernes, bartloses Schönheitsideal.

Nach einem Bericht des WDR über seine Person im Jahr 2007 beschuldigte er den Sender, eine "große Medienkampagne gegen den Islam" zu führen und bei den Deutschen Angst gegenüber seiner Religion zu verbreiten.[5]

Adhim studierte an der Technischen Universität Berlin und schloss erfolgreich sein Diplom in Elektrotechnik ab.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Moslem-Macher" predigt in der Innenstadt RP-Online, 23. November 2009
  2. Religion: Die lässigen Gehirnwäscher Zeit Online, 7. Oktober 2010
  3. Im Schatten der Al-Nur-Moschee Frankfurter Allgemeine, 24. Februar 2009
  4. a b Glossar: Abdul Adhim Kamouss Bundeszentrale für politische Bildung
  5. Abdul Adhim äußert sich zur WDR-Sendung "Der Moslemmacher" ufuq.de