Berlin-Neukölln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert den Ortsteil Berlin-Neukölln; zu anderen Bedeutungen siehe Neukölln.

Neukölln
Ortsteil von Berlin

Neukölln Britz Buckow 2 Gropiusstadt Buckow 1 Rudow
Neukölln auf der Karte von NeuköllnÜber dieses Bild
Koordinaten 52° 28′ 53″ N, 13° 26′ 7″ O7Koordinaten: 52° 28′ 53″ N, 13° 26′ 7″ O
Einwohner 148.497 (30. Juni 2007)
Eingemeindung 1. Okt. 1920
Postleitzahlen 12043, 12045, 12047, 12049, 12059, 12051, 12053, 12055, 12057, 12058
Ortsteilnummer 0801
Gliederung
Verwaltungsbezirk Neukölln
Ortslagen
Quelle: statistik-berlin.de

Neukölln ist der namensgebende Ortsteil des Bezirks Neukölln von Berlin. Der Ortsteil Neukölln ist der nördlichste und am dichtesten bebaute Teil des Bezirks Neukölln. Bis 1920 war der Ortsteil Neukölln eine eigenständige Stadt, bis 1912 hieß die Stadt Rixdorf (bei Berlin).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ortsteile und Stadtquartiere

Rixdorfer Wappen
Rixdorfer Wappen

Zum Ortsteil Neukölln gehören die Ortslagen Rixdorf (um den Richardplatz) und Böhmisch Rixdorf (um die Kirchgasse).

Bekanntere Stadtquartiere im Ortsteil sind die Rollbergsiedlung (an der Rollbergstraße), die High-Deck-Siedlung und das Gebiet der Schillerpromenade. Die größten Straßen sind die Karl-Marx-Straße, die Hermannstraße und die Sonnenallee.

[Bearbeiten] Geschichte und Bebauung

Neukölln hieß bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung in der Gründungsurkunde vom 26. Juni 1360 Richardsdorp, später Rieksdorf und schließlich Rixdorf. Der Ortskern befand sich am Richardplatz. Richardsdorf gehörte anfangs dem Johanniterorden, dem Nachfolger der Tempelritter, die in Tempelhof ansässig waren. Aus diesem Grund trägt das Wappen des Bezirks das Johanniterkreuz.

1737 gestattete Friedrich Wilhelm I. die Ansiedlung böhmischer Exilanten in Rieksdorf, die wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben worden waren. Diese Anhänger der Herrnhuter Brüdergemeine bauten ihre eigene Kirche und siedelten in einem eigenen Bereich abseits des Dorfangers, entlang der heutigen Richardstraße. Das entstandene Böhmische Dorf erhielt schließlich im Jahre 1797 als Böhmisch-Rixdorf eine eigene Verwaltung.

Mit der Wiedervereinigung der beiden selbstständigen Gemeinden Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf am 1. Januar 1874 zur Einheitsgemeinde hatte der Ort Rixdorf bereits 8.000 Einwohner, und wuchs im Folgejahr auf 15.000 Einwohner. Seit dem 1. Mai 1899 bildete Rixdorf, bis dahin als größtes Dorf Preußens zum Kreis Teltow gehörig, einen eigenen Stadtkreis.

Die Umbenennung von „Rixdorf“ zu „Neukölln“ erfolgte im Jahre 1912 und wurde von den Behörden deshalb beschlossen, weil Rixdorf mittlerweile für die Berliner zum Inbegriff frivoler Unterhaltung geworden war, der damalige – und zum Teil noch heute – populäre Gassenhauer „In Rixdorf ist Musike“ bringt das zum Ausdruck. Das negative Image für den Ort sollte mit dem Namen abgestreift werden. Der Name Neucölln leitet sich von den nördlich des alten Rixdorf gelegenen Neucöllner Siedlungen ab, die auf die Lage vor den südlichen Toren des alten Berlin-Cölln hinweisen.

Mit dem 1. Oktober 1920 wurde der Stadtkreis Neukölln zusammen mit den Dörfern Britz, Rudow und Buckow als 14. Verwaltungsbezirk nach Groß-Berlin eingemeindet. Nach der Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 gehört der Ortsteil Neukölln nunmehr zum achten Berliner Bezirk Neukölln.

[Bearbeiten] Öffentlicher Verkehr im Ortsteil Neukölln

U-Bahnlinien
  • U7 U Rudow ↔ S+U Rathaus Spandau
  • U8 S+U Hermannstr. ↔ S+U Wittenau
S-Bahnlinien
  • S41 S Südkreuz → S+U Gesundbrunnen → S Südkreuz (im Uhrzeigersinn)
  • S42 S Südkreuz → S+U Gesundbrunnen → S Südkreuz (gegen den Uhrzeigersinn)
  • S45 S+U Hermannstraße ↔ S Flughafen Berlin-Schönefeld (nur Montag bis Freitag)
  • S46 S Westend ↔ S Königs Wusterhausen
  • S47 S Spindlersfeld ↔ S Südkreuz (↔ S+U Bundesplatz)
MetroBuslinien
  • M29 U Hermannplatz ↔ Grunewald, Roseneck
  • M41 Sonnenallee/Baumschulenstraße ↔ S+U Hauptbahnhof via Tiergartentunnel
  • M44 Buckow-Süd, Stuthirtenweg ↔ S+U Hermannstr. Nachts weiter als N8 in Richtung Wittenau

[Bearbeiten] Wichtige Straßen

[Bearbeiten] Wichtige Plätze

[Bearbeiten] Parkanlagen und Friedhöfe

[Bearbeiten] Gewässer

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Einkaufszentren

[Bearbeiten] Kultur

In Neukölln hat sich in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Künstlernetzwerk entwickelt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Verena S. Diehl, Jörg Sundermeier, Werner Labisch (Hrsg.): Neuköllnbuch. Verbrecher-Verlag, Berlin 2003. ISBN 3935843283
  • Christiane Borgelt, Regina Jost: Architekturführer Berlin-Neukölln. Stadtwandel Verlag, Berlin 2003. ISBN 3-933743-9-15
  • 100 Jahre Bauen für Neukölln – Eine kommunale Baugeschichte. Herausgegeben vom Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abt. Bauwesen, Berlin 2005. ISBN 3-00-015848-0
  • Falk-Rüdiger Wünsch: Neukölln – Alte Bilder erzählen. Sutton Verlag, Erfurt 1998. ISBN 3-89702-096-3
  • Wolfgang Borowski: Berlin-Neukölln – Seine Geschichte und Denkmale Rixdorf. Hrsg. vom Bezirksamt Neukölln von Berlin, Berlin 1999.
  • Uli Hannemann: Neulich in Neukölln – Notizen von der Talsohle des Lebens Ullstein Verlag, Berlin 2008. ISBN 978-3-548-26818-7

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Berlin-Neukölln – Bilder, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge