Abisko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Ort Abisko; für den Nationalpark siehe Nationalpark Abisko.
Abisko
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Abisko (Schweden)
Abisko
Abisko
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Norrbottens län
Historische Provinz (landskap): Lappland
Gemeinde (kommun): Kiruna
Koordinaten: 68° 21′ N, 18° 50′ O68.3518.833333333333385Koordinaten: 68° 21′ N, 18° 50′ O
Einwohner: 85 (31. Dezember 2005)[1]
Fläche: 0,13 km²
Bevölkerungsdichte: 654 Einwohner je km²
Höhe: 385 m ö.h.

Abisko ist ein Ort (småort) in der nordschwedischen Provinz Norrbottens län und der historischen Provinz Lappland.

Er liegt 195 km nördlich des Polarkreises und 39 Straßenkilometer östlich der schwedisch-norwegischen Grenze auf einer Höhe von 385 m über dem Meeresspiegel. Der 85 Einwohner zählende Ort in der Gemeinde Kiruna liegt am Südufer des Sees Torneträsk und ist nördlicher Ausgangs- bzw. Endpunkt des Fernwanderwegs Kungsleden. Wanderer können in der 1902 eröffneten und etwa 2 km westlich des Ortes gelegenen Abisko turiststation übernachten, die wie die anderen Hütten entlang des Kungsleden vom schwedischen Touristenverband STF betrieben wird.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der 1909 gegründete Nationalpark Abisko. Abisko liegt an der Europastraße 10 und der Bahnstrecke von Kiruna nach Narvik (Norwegen). Der Bahnhof des Orts heißt Abisko Östra und ist nicht zu verwechseln mit dem Haltepunkt Abisko turiststation. In der Nähe befinden sich Skigebiete mit Schneesicherheit bis in den Juni hinein.

Markantes landschaftliches Wahrzeichen des Ortes ist das große, fast halbkreisförmige Trogtal Lapporten zwischen den beiden Bergen Tjuonatjåkka (1554 m ö.h.) und Nissuntjårro (1738 m ö.h.).[2] Der Name Abisko geht auf die nordsamische Bezeichnung Ábeskovvu zurück, wobei die Vorsilbe von áphi, einem nordischen Leihwort für See, herrührt und die Nachsilbe mit dem schwedischen und norwegischen skog für Wald in Verbindung gebracht wird. Der Name wird daher als der Wald am See (See, d.h. Torneträsk) gedeutet.[3]

In Abisko liegt eine Forschungsstation, die Abisko Scientific Research Station (schwedisch Abisko naturvetenskapliga station), die bis zum 1. Dezember 2010 von der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften (Kungliga Vetenskapsakademien) betrieben wurde und seither beim Schwedischen Sekretariat für Polarforschung (Polarforskningssekretariatet) angesiedelt ist.

Klima[Bearbeiten]

Abisko ist der niederschlagsärmste Ort Schwedens.

Abisko 1961-1990
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
25
 
 
19
 
 
15
 
 
12
 
 
13
 
 
22
 
 
54
 
 
45
 
 
23
 
 
28
 
 
22
 
 
26
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: SMHI
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Abisko 1961-1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −11,9 −10,9 −7,9 −2,8 3,1 8,4 11,0 9,7 5,2 0,3 −5,0 −9,1 Ø −0,8
Niederschlag (mm) 24,7 18,7 15,3 12,0 13,2 22,2 53,7 44,6 23,3 27,7 22,4 25,9 Σ 303,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
24,7
18,7
15,3
12,0
13,2
22,2
53,7
44,6
23,3
27,7
22,4
25,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: SMHI

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Böldl: Südlich von Abisko. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt a.M. 2004, ISBN 3-596-16711-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Abisko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Småorternas landareal, folkmängd och invånare
  2. Länsstyrelsen Norrbotten – Bevarandeplan Natura 2000, S. 4. (PDF; 907 kB)
  3. Svenskt ortnamnslexikon. Språk- och folkminnesinstitutet (SOFI), Uppsala 2003, ISBN 91-7229-020-X, S. 17.