Kiruna (Gemeinde)

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Gemeinde Kiruna
Wappen der Gemeinde Kiruna Lage der Gemeinde Kiruna
Wappen Lage in Norrbottens län
Basisdaten
Provinz (län): Norrbottens län
Historische Provinz (landskap): Lappland
Hauptort: Kiruna
SCB-Code: 2584
Einwohner: 23.196 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,2 Einwohner/km²
Fläche: 19.371,1 km² (1. Jan. 2011)[2]
Website: www.kiruna.se
Kiruna

Kiruna ist eine Gemeinde (schwedisch kommun) in der nordschwedischen Provinz Norrbottens län und der historischen Provinz Lappland. Sie ist die nördlichste Gemeinde Schwedens.

Der Hauptort der Gemeinde ist Kiruna. Neben Kiruna gibt es in der Gemeinde noch sechs weitere tätorter und weitere Siedlungen wie: Abisko, Jukkasjärvi, Karesuando, Kuttainen, Svappavaara, Riksgränsen und Övre Soppero. Durch die Gemeinde führen die Europastraßen 10 und 45 (Inlandsvägen) sowie die Erzbahn (Malmbanan).

Geographie[Bearbeiten]

Kiruna ist mit beinahe 20.000 km² die flächenmäßig größte Gemeinde Schwedens (etwas kleiner als Hessen). Sie erstreckt sich etwa 160 Kilometer entlang der norwegischen Grenze im Westen und 140 Kilometer entlang der finnischen Grenze im Norden.

Vom Hochgebirge in südöstliche Richtung fließen die Flüsse Torne älv, Lainioälven, Könkämäälven und Muonio älv, wobei die zwei letzteren die Grenze nach Finnland bilden.

Etwa die Hälfte des Gemeindegebietes wird von der Hochgebirgslandschaft im Nordwesten eingenommen. Hier liegen Schwedens höchster Berg, der Kebnekaise, und die Nationalparks Abisko und Vadvetjåkka. Der Südosten der Gemeinde ist von ausgedehnten Nadelwäldern bedeckt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Gemeinde wird vom Bergbauunternehmen LKAB dominiert. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind Weltraumforschung und Fremdenverkehr. Zu den Forschungseinrichtungen in Kiruna gehören das Institut für Weltraumphysik, der Raketenstartplatz Esrange, Svenska Rymdaktiebolaget, Satellitbild AB u.a.

Auch die traditionelle Rentierzucht spielt mit etwa 700 Rentierzüchtern noch eine gewisse Rolle.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

17 km östlich der Stadt Kiruna, die eine interessante Architekturgeschichte aufzuweisen hat, liegt Jukkasjärvi, in dem sich eine alte Kirche aus dem Jahr 1726 und im Winter ein Eishotel befinden. Karesuando, 170 km östlich von Kiruna an der finnischen Grenze, ist Schwedens nördlichstes Kirchdorf mit vorwiegend samischer Bevölkerung. In Karesuando liegt auch Lars Levi Laestadius Pfarrhof Lestadii pörte.

Etwa 100 km nordwestlich von Kiruna liegt Schwedens siebentgrößter See, der Torneträsk, an dem sich die Fremdenverkehrszentren Abisko und Björkliden befinden. Von Abisko führt der Weitwanderweg Kungsleden in das Gebirge und zum Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens. Weiter westlich an der norwegischen Grenze ist der Ort Riksgränsen besonders für Wintersportler interessant.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gemeinde Kiruna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Population in the country, counties and municipalities by sex and age 31/12/2013
  2. Statistiska centralbyrån: Kommunarealer den 1 januari 2011

68.19809320.297241Koordinaten: 68° 12′ N, 20° 18′ O