Agentenpoker

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Filmdaten
Deutscher Titel Agentenpoker
Originaltitel Hopscotch
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 106 Minuten
Stab
Regie Ronald Neame
Drehbuch Brian Garfield,
Bryan Forbes
Produktion Otto Plaschkes,
Edie Landau,
Ely Landau
Musik Ian Fraser,
Wolfgang Amadeus Mozart,
Gioachino Rossini
Kamera Arthur Ibbetson,
Brian W. Roy
Schnitt Carl Kress
Besetzung

Agentenpoker ist eine US-amerikanische Agentenkomödie aus dem Jahr 1980 mit den Hauptdarstellern Walter Matthau und Glenda Jackson. Der Alternativtitel ist Bluff Poker – Ein Schlitzohr packt aus, weiterer Titel Hopscotch – Der Aussteiger.

Der Film basiert auf dem 1975 erschienenen Roman Hopscotch von Brian Garfield.

Handlung[Bearbeiten]

Nach 20 Jahren als CIA-Agent im Außendienst soll Miles Kendig ins Archiv versetzt werden. Doch der alte Hase lässt sich von seinem neuen Chef Myerson nicht so leicht abschieben. Statt sich um die alten Akten zu kümmern, verschwindet er, um in Salzburg die Zeit mit seiner Geliebten, der verwitweten, ehemaligen Geheimdienstmitarbeiterin Isobel von Schönenburg, zu genießen und ein Buch über die Machenschaften der Geheimdienste zu schreiben.

Kendig sendet den Text des ersten Kapitels an die wichtigsten Geheimdienste der Welt. Als die ersten Leseproben in Washington eintreffen, setzt der wütende Myerson die Agenten Cutter und Ross auf den Verräter an. Doch Kendig narrt seine Verfolger und lockt sie in einem Katz-und-Maus-Spiel um die ganze Welt – es geht von Österreich über die Schweiz und Frankreich zurück in die USA und über die Bermudas weiter nach London.

In London hat Kendig mit Parker Westlake einen mutigen Verleger gefunden, der bereit ist das brisante Buch zu veröffentlichen. Die Geheimdienstleute verfolgen Kendig bis zur Kanalküste und sind Zeugen, wie sein Fluchtflugzeug explodiert. Der Fall Kendig scheint damit abgeschlossen zu sein. In der Schlusseinstellung sieht man Kendig der, verkleidet als Inder, mit einer Angestellten in einem Londoner Buchladen über den Bestseller Hopscotch plaudert.

Kritiken[Bearbeiten]

Für das Lexikon des Internationalen Films handelte es sich um eine „[w]itzige und größtenteils schwungvolle Agenten-Komödie, die zwar die aktionsreiche Seite dieses Metiers sehr betont, aber durch einen glänzenden Hauptdarsteller und überraschende Tempowechsel für entspannende Unterhaltung sorgt“.[1]

Musik[Bearbeiten]

Im Film werden viele Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart als musikalische Begleitung verwendet. Zu erwähnen sind die Arie Non Più Andrai aus der Oper Die Hochzeit des Figaro, der Satz Andante aus der kleinen Nachtmusik, der erste Satz der Klaviersonate Nr. 11 (vor allem bekannt wegen ihres dritten Satzes Rondo alla Turca/Türkischer Marsch) und das Rondo in D-Dur (Köchelverzeichnis KV 382).

Herrman Preys kraftvolle Interpretation der Arie Non Più Andrai unterstreicht das absurde Alter eines Doppeldeckers, auf den Myerson schießt. Die Arie schildert wie Cherubino („little baby“), nachdem er den Offiziersdienst antrat, nicht mehr der holde Liebling der Gräfin ist, genauso wie Myerson langsam, aber sicher seinen Einfluss bei der CIA verliert.

Daneben kommt die Arie Largo al Factotum aus der Oper Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini zur Aufführung. Walter Matthau singt sie als er eine Grenzkontrollstelle passiert. Im Text der Arie wird erklärt, wie jeder nach dem Barbier sucht. Matthau, der im Film vom gesamten CIA gesucht wird, bewegt sich dabei blitzschnell über die Grenze.

Matthau, ein großer Liebhaber von Opern, sagte, er habe die Stücke selbst für den Film ausgesucht.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Rolle des Leonard Ross spielt Walter Matthaus Sohn David.[2]

Gedreht wurde neben Schauplätzen in den Vereinigten Staaten von Amerika (Atlanta, Georgia und Savannah, Georgia) und Großbritannien (East Sussex, London und London Heathrow Airport) auch in München und Salzburg.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Agentenpoker im Lexikon des Internationalen Films
  2. The Internet Movie Base
  3. The Internet Movie Base – Locations