Alex Rocco

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Alex Rocco (Emmy-Verleihung 1990)

Alexander Federico Petricone, Jr. (* 29. Februar 1936 in Cambridge, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Rocco, damals noch Petricone, wuchs in Somerville, Massachusetts, als Sohn von Maria, geb. di Biase, und Alessandro Sam Petricone auf. Er ist italienischer Abstammung. In seiner frühen Jugend hatte er Verbindung zu der irischen Winter Hill-Gang und zur McLaughlin-Gang und wurde 1961 in Charlestown zusammen mit Buddy McLean, dem Boss der Winter Hill-Gang, festgenommen. Zur Anklage gegen ihn kam es jedoch nicht. Nach seiner Freilassung, verließ er die Bostoner Gegend und zog 1962 nach Kalifornien. Hier nahm er dann auch den Namen Alex Rocco an.[2] Nachdem er zunächst in Santa Monica als Barkeeper gearbeitet hatte, nahm er in der Folgezeit Schauspielunterricht bei Leonard Nimoy, der ihm empfahl, zusätzlich noch Sprachunterricht zu nehmen, da sein Bostoner Akzent sehr stark war.[3][4]

Seine Karriere als Schauspieler startete Rocco 1965 in Motorpsycho … wie wilde Hengste, einem Film des Kultregisseurs Russ Meyer. Rocco spielte darin den Tierarzt Cory Maddox, dessen junge Frau von drei Jugendlichen vergewaltigt wird. 1967 übernahm er die Rolle des Michael Mosconi in der Fernsehserie Batman.[4] In der Blaxploitation-Produktion Detroit 9000 von 1973 war er als Lt. Danny Bassett eine Minderheit mit „all den schwarzen Bullen“ im Film, wie er es ausdrückte.[4] 1977 spielte Rocco den Moe Greene, eine seiner bekanntesten Rollen, in dem Mafiafilm Der Pate: Die Saga. Verwundert gestand er in einem Interview, dass er auf diese Rolle auch heute noch von jungen Menschen angesprochen werde. Aber auch auf seine Rolle in Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant bekomme er viel Resonanz von jüngeren Zuschauern.[4]

In der Actionkomödie Der lange Tod des Stuntman Cameron von 1980 spielte er den Polizeichef Jake. Diesen Film hält er zusammen mit Die Freunde von Eddie Coyle, wo er als Jimmy Scalise an der Seite des großen Robert Mitchum zu sehen war, für einen der größten Kultfilme.[4] Von 1981-1988 war er als Charlie Polniaczek in der Fernsehserie Die Tatsachen des Lebens zu sehen. Für seine Arbeit in der Fernsehserie Teddy Z (The Famous Teddy Z) in den Jahren 1989/1990 wurde Rocco mit einem Emmy geehrt.[5]

Auch bei den Simpsons wirkte Rocco von 1990-1997 mit und lieh seine Stimme Roger Myers Jr. In dem Tom Hanks-Film That Thing You Do! (1996) bekam er eine Rolle, weil Hanks ihn von The Famous Teddy Z her kannte und mochte, wie er in einem Interview beteuerte.[4] 1991 verkörperte Rocco in dem britischen Spielfilm Ein Papst zum Küssen die Figur eines Kardinals namens Rocco. Der Animationsfilm Das große Krabbeln (1998) habe ihm ganz neue Erfahrungen als Schauspieler geboten, äußerte er nach dem Film. 2006 wirkte er erneut in einem Mafiafilm mit. In Find Me Guilty – Der Mafiaprozess übernahm er die Rolle des Nick Calabrese unter der Regie von Sidney Lumet. In der Dramaserie Magic City verkörperte er den jüdischen Buchmacher Arthur Evans, der noch nie einen Tempel von innen gesehen hat.[4] Das Haus auf der anderen Straßenseite (The House Across the Street) heißt ein Horrorthriller von 2013, in dem Rocco als Mr. Barnes zu sehen ist.

Privates[Bearbeiten]

Nach seinem Umzug nach Los Angeles wurde Rocco Mitglied der Religionsgemeinschaft Bahaitum. 1964 heiratete er seine erste Frau Sandra Elaine Garrett, die ihren Sohn Marc mit in die Ehe brachte, der von ihm adoptiert wurde. Zusammen hat das Ehepaar eine Tochter sowie einen Enkel. Sandra Rocco starb 2002 mit 59 Jahren an Krebs. Marc Rocco, der als Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor tätig war, verstarb 2009 im Schlaf. Im Oktober 2005 ging Rocco eine Ehe mit Shannon Wilcox ein.[6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Serie[Bearbeiten]

  • 1967: Batman (zwei Folgen)
  • 1967: Mini-Max (Get Smart, zwei Folgen)
  • 1970–1971: Süß, aber ein bißchen verrückt (That Girl, zwei Folgen)
  • 1971–1973: Kobra, übernehmen Sie (Mission: Impossible, zwei Folgen)
  • 1977: Starsky & Hutch (Starsky and Hutch, drei Folgen)
  • 1984–1986: T.J. Hooker (zwei Folgen)
  • 1985: Golden Girls (The Golden Girls, eine Folge)
  • 1985–1986: Mord ist ihr Hobby (Murder, She Wrote, zwei Folgen)
  • 1990–1997: Die Simpsons (The Simpsons, drei Folgen)
  • 2001–2004: Lady Cops – Knallhart weiblich (The Division, 14 Folgen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alex Rocco bei hark.com. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  2. Goodfella Alex Rocco bei wordpress.com. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  3. Mord im OP bei film-lexikon.de. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  4. a b c d e f g Alex Rocco spricht über Magic City, The Godfather und mehr bei avclub.com. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  5. The Famous Teddy Z bei emmys.com. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  6. Alex Rocco bei nndb.com. Abgerufen am 25. Mai 2013.