Der Pate (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Pate
Originaltitel The Godfather
Thegodfather-logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Italienisch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 175 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch Mario Puzo
Francis Ford Coppola
Produktion Gray Frederickson
Albert S. Ruddy
Musik Nino Rota
Kamera Gordon Willis
Schnitt William Reynolds
Peter Zinner
Besetzung
Synchronisation

Der Pate (Originaltitel: The Godfather) ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo, der gemeinsam mit Coppola auch das Drehbuch verfasste. Der Spielfilm mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen war für insgesamt elf Oscars nominiert, von denen er drei gewann. Der Pate war an den Kinokassen ein herausragender Erfolg und zählt nach allgemeinem Tenor zu den künstlerisch bedeutendsten Werken der Filmgeschichte.

Die Fortsetzungen Der Pate – Teil II und Der Pate – Teil III erzählen die Geschichte weiter und thematisieren in Rückblenden auch die Vorgeschichte der Corleones.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung setzt im Jahr 1945 ein: Don Vito Corleone, einer der mächtigsten Mafiabosse von New York City und Oberhaupt einer der Fünf Familien, richtet zur Hochzeit seiner Tochter Connie ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihm anlässlich der Hochzeit ihre Aufwartung machen und teilweise die Gelegenheit nutzen, ihn um verschiedene Gefälligkeiten zu bitten, bei denen es meist um Rache oder Erpressung geht. Dank seiner zahlreichen Beziehungen kann Don Vito seinen Freunden jede Bitte erfüllen und schreckt auch vor Grausamkeiten nicht zurück. Beispielsweise erzwingt Don Vitos Anwalt und Ziehsohn Tom Hagen beim Filmproduzenten Woltz eine Hauptrolle für Don Vitos Patensohn Johnny Fontane, indem er dem widerspenstigen Woltz nachts den abgetrennten Kopf von dessen Lieblingspferd unter die Bettdecke platziert, während dieser darin schläft.

Mit dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Drogenhandel zu einem attraktiven Geschäftszweig entwickelt, und der skrupellose Mafioso Virgil Sollozzo, genannt „Der Türke“, macht den Corleones den Vorschlag, gemeinsam mit ihm den Heroinhandel in New York zu organisieren. Don Vito lehnt dieses ihm zu schmutzige Geschäft ab, da es ihm nicht nur unmoralisch, sondern vor allem zu riskant erscheint. Infolge seiner Weigerung, seine exzellenten Kontakte zu Politik und Wirtschaft mit den anderen Bossen zu Gunsten des Rauschgifthandels zu teilen, wird daraufhin ein Mordanschlag auf ihn verübt: Die Killer des abgewiesenen Sollozzo, der mit der Tattaglia-Familie verbündet ist, schießen ihn auf offener Straße nieder. Vito überlebt schwer verletzt. Zugleich wird sein wichtigster Helfer Luca Brasi ermordet. Während der Don sich nur langsam erholt, startet sein ältester Sohn Santino Sonny Corleone einen blutigen Rachefeldzug gegen die Tattaglias. Michael, Vitos jüngster Sohn, ein Weltkriegs-Veteran, der den Mafia-Aktivitäten eigentlich fern steht und gehofft hatte, niemals in die kriminellen Tätigkeiten verwickelt zu werden, rettet seinen Vater spontan vor einem weiteren Mordanschlag und erschießt in letzter Konsequenz Sollozzo und den korrupten Polizeichef McCluskey.

Michael flieht nun nach Sizilien und heiratet in der Stadt Corleone die junge Apollonia, obwohl zu Hause in New York seine US-amerikanische Freundin Kay auf ihn wartet. Don Vito ist inzwischen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Er möchte Frieden schließen, aber die anderen nehmen es ihm weiterhin übel, dass er sie nicht beim Drogenhandel unterstützt. Der jähzornige Sonny wird nun durch den Verrat seines Schwagers Carlo in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Auch Michaels Versteck auf Sizilien wird verraten, eine ihm zugedachte Autobombe tötet Apollonia. Jetzt schließt Don Vito Frieden mit Tattaglia, wobei er erkennt, dass in Wahrheit der mächtige Pate Don Barzini von Anfang an sein eigentlicher Feind war. Michael kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte.

Nachdem Don Vito an einem Herzinfarkt gestorben ist, holt Michael mit eiskalter Konsequenz zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus. Er lässt zeitgleich sämtliche Oberhäupter der konkurrierenden vier Mafia-Familien ermorden, darunter auch Barzini, und verschont auch abtrünnig gewordene Mitglieder seiner eigenen Familie nicht, wie Carlo und einen seiner Capos, Tessio, der ihn im Auftrag Barzinis in eine Falle locken sollte. Als seine Schwester Connie ihm vorwirft, er habe ihren Mann Carlo ermorden lassen, fragt ihn seine neue Frau, Kay, ob dies wirklich stimme. Michael lügt ihr ins Gesicht und leugnet, und sie glaubt ihm zunächst. Doch dann sieht sie in der letzten Szene des Films, wie ihr Mann, der ja niemals hatte kriminell werden wollen, von den Mafiosi als ihr neuer Pate begrüßt wird.

Hintergrund[Bearbeiten]

Unter dem Namen Don Vito war der sizilianische Mafiaboss Vito Cascio Ferro bekannt; Corleone ist einer der berüchtigtsten Mafia-Orte Siziliens.

Das Vorbild des Attentats auf Don Vito ist die Ermordung von Francesco Scalice, Boss der Gambino-Familie, der am 17. Juni 1957 vor einem Obststand in der 2380 Arthur Avenue in New York City erschossen worden war.

Die Orange tritt, wie in den Fortsetzungen auch, als Bote des Todes auf. So rollen Orangen über die Straße, als Don Vito angeschossen wird, und er hat ein Stück dieser Frucht im Mund, als er schließlich im Garten an einem Herzinfarkt stirbt. Im ersten Teil mag diese Symbolik noch zufällig wirken, in den Fortsetzungen wurde sie jedoch bewusst eingesetzt.

Entstehung[Bearbeiten]

Vorbereitungen[Bearbeiten]

Die Verleihfirma Paramount kaufte die Filmrechte an Mario Puzos Roman Der Pate für 12.500 US-Dollar. Da zu dieser Zeit die US-amerikanische Filmwelt in einer Krise steckte, musste die Verfilmung des Stoffes zu einem Erfolg werden. Deshalb trat das Studio an möglichst bekannte Regisseure wie Peter Yates, Richard Brooks und Constantin Costa-Gavras heran, die jedoch alle ablehnten. Danach fiel die Wahl auf den damals 31-jährigen Francis Ford Coppola, der zuvor erst drei Filme als alleiniger Regisseur gedreht hatte.[1] Die Vorbereitungen zum Film begannen Anfang der 70er Jahre und waren zuerst von vielen Unstimmigkeiten geprägt. Coppola war zuerst wenig am Film interessiert, da er vorher kleinere Filme nach europäischem Vorbild gedreht hatte, während sich das Studio eine Adaption mit vielen Stars vorstellte, die aus Kostengründen in der Gegenwart spielen sollte. Schließlich wollte der Regisseur eine epische Umsetzung des Werkes, die sich über die gesamte erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckt.[2]

Einfluss der Mafia[Bearbeiten]

Die Mafia – Thema des gesamten Werks – wollte ursprünglich die Verfilmung verhindern. Der Produzent Albert S. Ruddy wurde bedroht, indem man eine Scheibe seines Autos zerschoss. Der Sänger und Entertainer Frank Sinatra fühlte sich durch die Figur des Johnny Fontane verunglimpft, außerdem hatte er selber für die Rolle des Vito Corleone vorgesprochen, weshalb er zusammen mit Sammy Davis Jr. auf einer Veranstaltung insgesamt 600.000 Dollar einsammelte, um damit die Produktion zu verhindern.[3] Auch die Italian-American Civil Rights League, eine Organisation mit dem Ziel der Bekämpfung des Vorurteils, alle Italiener seien Mafiosi, war von dem Vorhaben nicht begeistert. Präsident dieser Organisation war Joseph Colombo, ironischerweise selbst ein mächtiger Mafioso. Auch die Filmgewerkschaften wollten die Umsetzung erst dann unterstützen, wenn das Wort „Mafia“ aus dem gesamten Film getilgt würde.[4] Ruddy sagte dazu: „Das Wort Mafia kam einmal im Drehbuch vor, ich strich es und konnte drehen.“[3]

Viele Mafiosi erzählten später jedoch, der die Mafia stark idealisierende Film habe ihr Lebensgefühl genau getroffen, und ein Experte für organisiertes Verbrechen nannte Coppolas Werk den „beste[n] Werbespot für die Mafia, der je gedreht wurde“.[5]

Besetzung[Bearbeiten]

Auch die Besetzung des Filmes gestaltete sich wegen Uneinigkeiten zwischen Studio und Regisseur als schwierig. Coppola bestand auf Al Pacino für die Rolle des Paten Michael Corleone, was die Studioleitung aber ablehnte. Paramount wollte den Part mit Robert Redford besetzen, da sich dieser im Gegensatz zu Pacino in der Filmwelt schon einen Namen gemacht hatte, während der Regisseur erfolgreich auf einen italo-amerikanischen Darsteller bestand. Hinzu kam, dass Al Pacino bei Testaufnahmen für seine Rolle nach fünfmaliger Wiederholung einer Szene von den Verantwortlichen mit der Begründung, er spiele zu verhalten, fast entlassen worden wäre.[6] Später gab er an, die fragliche Szene habe ihn nicht herausgefordert und er hätte es als lächerlich empfunden. Doch nach den Dreharbeiten und dem Erfolg des Films seien alle, die ihn zuvor abgelehnt hatten, plötzlich für ihn gewesen. Pacino: „Aber dann konnten sie nicht verstehen, weshalb ich mit denen nichts mehr zu tun haben wollte.“[7]

Auch mit Marlon Brando als Vito Corleone war die Studioleitung zunächst nicht einverstanden. Als Hauptargumente wurden der geringe Altersunterschied zwischen dem ersten Oberhaupt der Familie Corleone und seinen Filmsöhnen genannt. So betrug der Altersunterschied von Brando zu Al Pacino und James Caan jeweils nur 16 Jahre. Außerdem erschien er für die Rolle selbst viel zu jung, da er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 47 Jahre alt war, während er im Roman als deutlich älterer, mindestens 65-jähriger Mann beschrieben wird. Des Weiteren hatte die Paramount mit Brando häufig Probleme gehabt, weil er in früheren Filmen oft zu spät zum Set gekommen war und sich sehr aufmüpfig gab.[2][8] Schließlich erhielt er doch die Rolle, nachdem der Mitbewerber Laurence Olivier aus Krankheitsgründen ausgeschieden war und Brando bei Probeaufnahmen sehr überzeugend agiert hatte. Auch Frank Sinatra selbst hatte zunächst Vito Corleone spielen wollen, war aber abgelehnt worden.[9]

Die Kirche San Nicolò in Savoca, wo die Trauung zwischen Michael und Apollonia gedreht wurde.

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen am 29. März und endeten am 6. August 1971.[10] Das Budget betrug sechs Millionen Dollar. Dieser Etat war das Verdienst Coppolas, dem der Produzent Albert S. Ruddy zuerst nur 2,5 Millionen Dollar zugestehen wollte.[11]

In der ursprünglichen Heimatstadt des Paten, Corleone, konnte nicht gedreht werden, da der zu diesem Zeitpunkt bereits hoch entwickelte Ort nicht mehr der Kleinstadt der 1950er Jahre entsprach. Stattdessen wich man auf die Kleinstädte Forza d’Agrò und Savoca in der sizilianischen Provinz Messina aus. In Savoca befindet sich die Traukirche von Michael und Apollonia sowie die Bar Vitelli von Michaels Schwiegervater, in der die Hochzeit gefeiert wird.[12]

Rezeption[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film wurde in den Vereinigten Staaten und in Europa von der Kritik sehr positiv aufgenommen. Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, der Film fessle trotz seiner Länge von fast drei Stunden „so wirksam, dass er sich nie beeilen muss“.[13]

Die Filmkritikerin Pauline Kael lobte die Spannung, „die in den Treffen bei der Düsternis der Unterwelt liegt; man bekommt den Eindruck, dass dieses geheime Leben seine eigene Poesie der Angst hat, für die Männer (und vielleicht auch für die ausgeschlossenen Frauen) wirklicher als die lichtdurchflutete Welt draußen“.[14]

In Deutschland urteilte das Lexikon des Internationalen Films: „Ein gewaltiger Gangsterfilm, der zeitgenössische Probleme der USA transparent macht und in reißerischer Verpackung als perfekte Unterhaltung anbietet. […] Der überlange Film ist nicht ohne detaillierte Grausamkeit, wird aber vornehmlich sehenswert wegen des brillanten Spiels der Hauptdarsteller und interessiert auch als Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen.“[15]

Ulrich Behrens beschreibt den Paten als wegweisenden Film. Es habe „Shakespeare’sche Qualitäten, wie Coppola mit einem exzellenten Al Pacino als tragischem Held diese eigentümliche Welt der Mafia aufdeckt, ihre Widersprüchlichkeiten, Brüche, ihr Wertesystem, ihre spezifische Legalität außerhalb der ‚normalen‘ Strukturen, die Verbindungslinien zwischen staatlicher Legalität und Mafia-System veranschaulicht. […] Coppola hat als erster und bis heute […] unerreicht durch andere Filme, die ‚Der Pate‘ nach sich zog, diese Welt inszeniert und nahe gebracht.“[16]

Der bekannte Fernsehjournalist Dagobert Lindlau bezeichnet dagegen den Film in seinem Buch „Der Mob“ als „kalkulierten Schwindel“. Lindlau begegnete laut eigener Schilderung dem von Marlon Brando im Film in der Figur des Vito Corleone dargestellten Sam Cavalcante als junger Reporter vor einem Gerichtsgebäude in Trenton (New Jersey) und charakterisiert ihn, anders als der Film, als „kleinen Wicht“. Der von Robert Duvall gespielte Mafia-Anwalt „philosophiert über das Verbrechen im grauen Flanell und mit der Beredsamkeit eines Absolventen der Harvard Law School […] Ich habe damals versucht, ihm nicht zu nahe zu kommen. Er hält nichts davon, sich zu waschen, und danach riecht er auch“.[17] Lindlau betont, dass es in dem Film „nicht um organisiertes Verbrechen oder um Gangster geht. Das eigentliche Thema ist familiärer Stolz und persönliche Ehre“,[18] wodurch der Streifen auf Mitglieder des Mobs – nach Aussage eines Polizisten vor einem US-Senatsausschuss 1981 – „eine starke Wirkung gehabt habe“: „Sie wollten so sein wie im Film“. Der Film, so Lindlau, habe dem Mob „natürlich nicht“ gezeigt, „wie man Leute umbringt und Geld erpresst […] Aber sie haben gelernt, wie man beides glorifiziert. Der Film […] könnte aus dem Werbeetat der Cosa Nostra finanziert sein“.[19]

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten]

Der Film startete in den USA am 15. März 1972 in sechs Kinos in New York City und spielte bis zum Sonntag, dem 19. März, etwa 416.000 US-Dollar ein, davon ca. 300.000 am ersten Wochenende.[20][10] Der Pate spielte insgesamt (mit allen Wiederaufführungen) 245 Millionen Dollar ein, davon 110 Millionen im Ausland. Der Film war insbesondere im Verhältnis zu seinem sehr geringen Budget von 6 Millionen Dollar ein großer finanzieller Erfolg[20] und bewahrte Paramount vor dem Ruin.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscarverleihung 1973

Der Film wurde 1973 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. Marlon Brando sollte für seine Rolle den Oscar als bester Schauspieler erhalten, verweigerte allerdings die Annahme aus Protest gegen die Behandlung der Indianer in den USA. An seiner Stelle verlas die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung Brandos mit dem American Indian Movement. Letztlich wird dieser Oscar Brando trotzdem zuerkannt.[21][7] Der dritte Oscar ging an Mario Puzo und Francis Ford Coppola für das beste adaptierte Drehbuch. Außerdem erhielt der Film acht weitere Nominierungen; diejenige von Nino Rota für die beste Filmmusik wurde zurückgezogen, weil das Thema des „Godfather Waltz“ schon bei Fortunella benutzt worden war.[22]

Die Oscars in der Übersicht:

Golden Globe Award 1973

Bei der Verleihung der Golden Globes 1973 war der Film fünf Mal erfolgreich:

Weiterhin

British Academy Film Award 1973

Der Pate gewann einen britischen Filmpreis und war für vier weitere nominiert:

Weitere Auszeichnungen
  • David di Donatello als bester ausländischer Film; Al Pacino erhielt einen Sonderpreis als bester Darsteller.
  • 1973 gewann Nino Rota einen Grammy Award für die beste Filmmusik.
  • In den vom American Film Institute herausgegebenen Listen der „100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten“ ist Der Pate zweimal auf Spitzenpositionen platziert: In der Ausgabe 1998 auf Position 3 und in der Ausgabe 2007 auf Platz 2.
  • In der Liste der 100 besten amerikanischen Thriller aller Zeiten rangiert Coppolas Werk auf Position 11.
  • Vertreten ist dieser Film auch auf der von diesem Institut herausgegebenen Liste der 100 besten Filmzitate. „I’m going to make him an offer he can’t refuse.“ („Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“) steht dort auf Platz 2.
  • In der 2008 veröffentlichten Liste der „10 bedeutendsten Filme in 10 klassischen Genres“ belegte Coppolas Regiearbeit im Genre der Gangsterfilme den 1. Platz.
  • Die Filmmusik von Nino Rota und Carmine Coppola schaffte es auf Platz 5 der vom American Film Institute herausgegebenen Liste der 25 größten Filmmusiken aus 100 Jahren.
  • Bei metacritic.com erreichte „Der Pate“ die – überaus seltene – Bewertung von 100 Punkten.[23]
  • Auf Rotten Tomatoes beträgt die Durchschnittswertung des Films 100 %, die Durchschnitts-Nutzerwertung 97 %.[24]

Als besonders erhaltenswerte Produktion wurde der Film im Jahr 1990 in das National Film Registry der USA aufgenommen. Der Film war lange Zeit die Nummer eins auf der von Fans gewählten IMDb-Liste der besten Filme aller Zeiten. Seit 2008 steht er jedoch auf Platz 2.[25]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Chronologische Versionen[Bearbeiten]

TV-Fassungen, Die Saga (The Saga), The Epic 1902–1959, The Trilogy 1901–1980, chronologische Ausgaben auf VHS und Laser-Disk.[26]

DVD und Blu-ray[Bearbeiten]

Der erste Teil des Paten erschien am 22. Juli 2001 erstmals auf DVD. Am 11. Oktober 2001 veröffentlichte Paramount alle drei Teile unter dem Titel Der Pate – DVD Collection auf vier DVDs plus einer Bonus-Disc. „Der Pate – Teil II“ ist hier auf 2 DVDs geteilt. Die Spieldauer der Kinofilme beträgt 523 Minuten.[27][28] Auf der Disc 5 ist das Bonusmaterial, u. a. mit einigen unveröffentlichten Szenen, die für die drei Filme gedreht wurden, aber in den Kinofassungen nicht enthalten sind.[29] (englisch)

Am 5. Juni 2008 veröffentlichte Paramount alle drei Teile mit vollständig restauriertem Bild und Ton und einer neuen deutschen Synchronisation unter dem Titel Der Pate – The Coppola Restoration auf insgesamt fünf DVDs. Die Kinofassungen von „Der Pate“ (1972) und „Der Pate – Teil II“ (1974) wurden aufwändig restauriert; dabei mussten teilweise Szenen Bild für Bild aus unterschiedlichen Quellen, wie noch existierenden Negativen, Farb-Separationen und Archiv-Kopien, wieder hergestellt werden. „Der Pate – Teil III“ (1990) war bereits auf technisch besserem Niveau gedreht und wurde lediglich remastered. Paramount gibt die Spieldauer dieser restaurierten Versionen der Kino-Filme mit gesamt 549 Minuten an.[30][31] Zusätzlich zu den Hauptfilmen sind auf der Disc 4 die Extras aus der 2001er DVD-Version.[32] Auf Disc 5 sind weitere, neue Features zur Entstehung des Films und seiner digitalen Aufbereitung enthalten. Diese wurden in HD erstellt.

Die Körnigkeit, Farbgebung wie auch Über- und Unterbelichtungen der Original-Filme wurden bei der Restaurierung nicht digital korrigiert, sondern bewusst beibehalten, um die Atmosphäre der Originalfassungen zu bewahren. Dies beruht auf Entscheidungen des Regisseurs Coppola und seines Kameramanns Gordon Willis und wird in einem Beitrag auf der Bonus Disc erläutert.

Am 6. Oktober 2008 erschien diese Ausgabe unter dem Titel Der Pate – The Coppola Restoration auch auf Blu-ray Disc auf insgesamt 4 Blu-ray-Discs. Disc 1 bis 3 enthalten die Kinofilme, jeweils in der ursprünglichen Fassung, Blu-ray-Disc 4 enthält das Bonusmaterial aus 2001 und das zusätzliche HD-Material aus 2008 (gleicher Umfang wie DVDs 4 und 5 aus 2008).

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack wurde am 26. Juli 2001 vom Label Silva auf CD veröffentlicht. Darauf sind die Stücke der Komponisten Nino Rota und Carmine Coppola aus allen drei Teilen der Trilogie enthalten, darunter auch „The Godfather Waltz“ und „The Godfather Theme“. Es spielt die Tschechische Philharmonie aus Prag. filmmusik2000.de meint, Dirigent Nic Raine sei „eine sehr überzeugende Einspielung“ der Musik gelungen und auch heute habe das „melodiös-nostalgische Flair der Musik“ nichts von seiner Wirkung eingebüßt. Allerdings sei die recht kurze Laufzeit von rund 52 Minuten sowie die bescheidene Gestaltung der Edition etwas enttäuschend.[22]

Synchronisation[Bearbeiten]

Der Pate wurde erstmals 1972 bei der Berliner Synchron unter der Regie von Ottokar Runze synchronisiert. Im Jahr 2008 wurde für eine restaurierte DVD-Veröffentlichung bei der gleichen Firma eine neue deutsche Fassung in Auftrag gegeben.

Rolle Schauspieler Synchronsprecher 1972[33][34] Synchronsprecher 2008[35]
Don Vito Corleone Marlon Brando Gottfried Kramer Helmut Krauss
Michael Corleone Al Pacino Lutz Mackensy Lutz Mackensy
Santino „Sonny“ Corleone James Caan Thomas Stroux Oliver Stritzel
Fredo Corleone John Cazale Jürgen Thormann Olaf Reichmann
Peter Clemenza Richard S. Castellano Richard Haller Hans-Werner Bussinger
Tom Hagen Robert Duvall Norbert Langer Tom Vogt
Capt. McCluskey Sterling Hayden Arnold Marquis Bert Franzke
Jack Woltz John Marley Edgar Ott Roland Hemmo
Don Emilio Barzini Richard Conte Christian Rode Klaus-Dieter Klebsch
Virgil „Der Türke“ Solozzo Al Lettieri Gert Günther Hoffmann Erich Räuker
Kay Adams Diane Keaton Traudel Haas Traudel Haas
Sal Tessio Abe Vigoda Heinz Petruo Engelbert von Nordhausen
Connie Corleone Rizzi Talia Shire Katrin Miclette Alexandra Wilcke

Charaktere der Trilogie, die der Familie Corleone angehören[Bearbeiten]

Don Vito Corleone geb. Andolini † (Marlon Brando und Robert DeNiro)
Er ist der erste Pate der Familie Corleone. Er floh von Corleone in die USA. Dort stieg er langsam zum Paten auf. Er starb an einem Herzinfarkt, während er mit seinem Enkel spielte. Sein Nachfolger war Michael Corleone.
Santino Corleone † (James Caan)
Er ist der älteste Sohn von Vito, er sollte eigentlich der Nachfolger von Vito sein. Er wurde jedoch in einen Hinterhalt gelockt und erschossen.
Federico Corleone † (John Cazale)
Er ist der zweitälteste Sohn von Vito. Er galt als willensschwach und einfältig und wurde, als es um den Nachfolger von Vito Corleone ging, übergangen. Er verriet Michael und wurde nach dem Tod seiner Mutter in dessen Auftrag ermordet.
Don Michael Corleone † (Al Pacino)
Er war der jüngste Sohn von Vito Corleone und dessen Nachfolger als Oberhaupt der Familie Corleone. Er diente als Soldat im 2. Weltkrieg und wollte eigentlich nie etwas mit der Mafia zu tun haben, konnte sich dem Einfluss der Familie jedoch nicht entziehen. Nach dem Tod von Santino wurde er von Vito zum neuen Paten ernannt und ließ nach dem Tod seines Vaters alle ermorden, denen Vito eigentlich verziehen hatte. Sein Nachfolger war sein Neffe Vincent Corleone. Michael Corleone starb an Altersschwäche.
Constanzia Corleone-Rizzi (Talia Shire)
Sie ist die Tochter von Vito Corleone.
Don Vincent Mancini-Corleone (Andy García)
Er ist der uneheliche Sohn von Santino und der dritte Pate der Corleone Familie.
Anthony Vito Corleone (Franc D'Ambrosio)
Er ist der Sohn von Michael. Entgegen dem Wunsche seines Vaters schlug er eine Karriere als Opernsänger ein anstatt Anwalt zu werden.
Mary Corleone † (Sofia Coppola)
Tochter von Michael. Sie wurde bei einem Attentatsversuch auf Michael erschossen.
Tom Hagen † (Robert Duvall)
Er ist der Ziehsohn von Vito Corleone und war der Consigliere von Vito Corleone und Anwalt von Michael Corleone. Er ist verstorben.
„Mama“ Corleone † (Morgana King)
Sie war die Frau von Vito und die Mutter von Santino, Frederico, Michael und Constanzia und die Ziehmutter von Tom Hagen.
Kay Adams Corleone (Diane Keaton)
Sie war die Ehefrau von Michael. Sie hat ein Kind von ihm abgetrieben, da sie nicht noch ein Kind von ihm gebären wollte, daraufhin trennten sich die beiden. Sie ist die Mutter von Anthony und Mary.
Stammtafel der Corleone
 
 
 
 
 
Vito Corleone †
 
 
 
"Mama" Corleone †
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Santino Corleone †
 
Frederico Corleone †
 
Michael Corleone†
 
 
 
Kay Adams
 
Constanzia Corleone-Rizzi
 
Tom Hagen †
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vincent Corleone
 
 
 
 
Anthony Corleone
 
 
 
 
 
Mary Corleone †
 
 
 
 
Andrew Hagen
 
 


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. moviereporter.net, abgerufen am 1. Januar 2009
  2. a b Die Mafia stand bei den Dreharbeiten Pate – Ein neuer HH mit Marlon Brando – Die Welt am 30. Juni 2008, abgerufen am 1. Januar 2009
  3. a b Hamburger Abendblatt am 22. Juli 1972, abgerufen am 1. Januar 2009
  4. wasistwas.de, abgerufen am 1. Januar 2008
  5. Kinofenster.de, abgerufen am 31. Dezember 2008
  6. Shooting The Godfather: Bildstrecke des Guardian, abgerufen am 4. Januar 2009
  7. a b c http://www.the-fan.net/brando/film/025.shtml
  8. splashmovies.de, abgerufen am 1. Januar 2009
  9. Shooting The Godfather: Bildstrecke des Guardian, abgerufen am 4. Januar 2009
  10. a b IMDb.com, abgerufen am 2. Januar 2009
  11. wissen.de, abgerufen am 2. Januar 2009
  12. The Godfather: Shooting Locations auf jgeoff.com, abgerufen am 4. Januar 2009
  13. rogerebert.suntimes.com, abgerufen am 2. Januar 2009
  14. “The tension is in the meetings in the underworld darkness; one gets the sense that this secret life has its own poetry of fear, more real to the men (and perhaps to the excluded women also) than the sunlight world outside.” (Zitat aus Toby Young: Pauline Kael aus dem Guardian 1991), abgerufen am 2. Januar 2008
  15. Der Pate im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 2. Januar 2008
  16. Ulrich Behrens auf follow-me-now.de, abgerufen am 2. Januar 2009
  17. Dagobert Lindlau: „Der Mob – Recherchen zum organisierten Verbrechen“, Tb.-Ausgabe 1998, München (Heyne), S. 391 f.
  18. Lindlau, a. a. O., S. 393
  19. Lindlau, a. a. O., S. 394
  20. a b Der Pate auf boxofficemojo.com, abgerufen am 3. Januar 2009
  21. ProSieben.de, abgerufen am 31. Dezember 2008
  22. a b filmmusik2000.de, abgerufen am 2. Januar 2009
  23. Metacritic: The Godfather auf Metacritic, abgerufen am 28. Mai 2014
  24. Rottentomatoes: Der Pate auf Rottentomatoes, abgerufen am 30. Januar 2013
  25. Der Pate auf Platz 2 in der IMDb
  26. The Godfather#Chronological versions
  27. http://wiki.dvdb.de/Der_pate
  28. http://www.dvd-sucht.de/movie.php?id=324
  29. http://www.thegodfathertrilogy.com/godfather_dvd_collection.html
  30. http://dvdspindoctor.typepad.com/dvd_spin_doctor/2008/09/review-the-godf.html
  31. http://www.thegodfather.com/
  32. The Godfather#The Coppola Restoration
  33. Der Pate (1972er Synchronisation) in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 31. Dezember 2008
  34. Eintrag in der Synchrondatenbank, abgerufen am 31. Dezember 2008
  35. Der Pate (2008er Synchronisation) in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 31. Dezember 2008