Der Pate (Film)
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Der Pate |
| Originaltitel | The Godfather |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch, Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1972 |
| Länge | 175 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | Francis Ford Coppola |
| Drehbuch | Mario Puzo Francis Ford Coppola |
| Produktion | Gray Frederickson Albert S. Ruddy |
| Musik | Nino Rota |
| Kamera | Gordon Willis |
| Schnitt | William Reynolds Peter Zinner |
| Besetzung | |
|
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Der Pate ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Francis Ford Coppola, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Mario Puzo, der gemeinsam mit Coppola auch das Drehbuch verfasste. Der Spielfilm mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen war für insgesamt elf Oscars nominiert, von denen er drei gewann.
Die Fortsetzungen Der Pate – Teil II und Der Pate – Teil III erzählen die Geschichte weiter und thematisieren in Rückblenden auch die Vorgeschichte der Corleones.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Die Handlung setzt im Jahr 1946 ein: Don Vito Corleone, einer der mächtigsten Mafiabosse von New York City, richtet zur Hochzeit seiner Tochter Connie ein opulentes Fest mit Hunderten von Gästen aus. Während diese im Garten tanzen, empfängt er im Hinterzimmer Freunde der „Familie“, die ihm anlässlich der Hochzeit ihre Aufwartung machen und teilweise die Gelegenheit nutzen, ihn um verschiedene Gefälligkeiten bitten, bei denen es um Rache oder Erpressung geht. Dank seiner zahlreichen Beziehungen kann Don Vito seinen Freunden jede Bitte erfüllen und schreckt auch vor Grausamkeiten nicht zurück. Beispielsweise erzwingt Don Vitos Anwalt Tom Hagen beim Filmproduzenten Woltz eine Hauptrolle für Don Vitos Patensohn Johnny Fontane, indem er Woltz nachts den abgetrennten Kopf von dessen Lieblingspferd unter die Bettdecke legen lässt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelt sich der Drogenhandel zu einem wichtigen Geschäftszweig der Mafia. Don Vito lehnt dieses ihm zu „schmutzige“ Geschäft ab. Weil er sich weigert, seine exzellenten Kontakte zu Politik und Wirtschaft mit den anderen Bossen (die in den Rauschgifthandel einsteigen wollen) zu teilen, wird ein Mordanschlag auf ihn verübt: Die Killer des abgewiesenen Drogenhändlers Virgil „Der Türke“ Sollozzo schießen ihn auf offener Straße nieder. Vito überlebt schwer verletzt. Während der Don sich nur langsam erholt, startet sein ältester Sohn Sonny einen blutigen Rachefeldzug. Michael, Vitos jüngster Sohn, für den der alte Don eine eigentlich bürgerliche Laufbahn geplant hatte, erschießt in letzter Konsequenz den Drogenhändler Sollozzo und den korrupten Polizeibeamten McCluskey.
Michael flieht nach Sizilien und heiratet in der Stadt Corleone die junge Apollonia, obwohl zu Hause in New York seine Freundin Kay auf ihn wartet. Don Vito ist inzwischen genesen, hat aber Mühe, seine Macht gegen die anderen Mafia-Familien zu behaupten. Er möchte Frieden schließen, aber die anderen nehmen es ihm übel, dass er sie nicht beim Drogenhandel unterstützt. Die Corleones werden schließlich von Carlo, einem Mitglied der Familie, verraten: Sonny wird in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Auch Michaels Versteck auf Sizilien wird verraten, eine ihm zugedachte Autobombe tötet Apollonia. Michael kehrt nach New York zurück und übernimmt die Geschäfte. Nachdem Don Vito an einem Herzinfarkt gestorben ist, holt Michael mit eiskalter Konsequenz zum Rundumschlag gegen seine Feinde aus. Er lässt sämtliche Oberhäupter der konkurrierenden Mafia-Familien ermorden und verschont auch abtrünnig gewordene Mitglieder seiner eigenen Familie nicht.
[Bearbeiten] Hintergrund
Unter dem Namen Don Vito war der sizilianische Mafiaboss Vito Cascio Ferro bekannt; Corleone ist einer der berüchtigtsten Mafia-Orte Siziliens.
Das Vorbild des Attentats auf Don Vito ist die Ermordung von Francesco Scalice, Boss der Gambino-Familie, der am 17. Juni 1957 vor einem Obststand in der 2380 Arthur Avenue in New York City erschossen worden war.
Die Orange tritt, wie in den Fortsetzungen auch, als Bote des Todes auf. So rollen Orangen über die Straße, als Don Vito angeschossen wird, und er hat ein Stück dieser Frucht im Mund, als er schließlich im Garten an einem Herzinfarkt stirbt. Im ersten Teil mag diese Symbolik noch zufällig wirken, in den Fortsetzungen wurde sie jedoch bewusst eingesetzt.
[Bearbeiten] Entstehung
[Bearbeiten] Vorbereitungen
Die Verleihfirma Paramount kaufte die Filmrechte an Mario Puzos Roman Der Pate für 12500 US-Dollar. Da zu dieser Zeit die US-amerikanische Filmwelt in einer Krise steckte, musste die Verfilmung des Stoffes zu einem Erfolg werden. Deshalb trat das Studio an möglichst bekannte Regisseure wie Peter Yates, Richard Brooks und Constantin Costa-Gavras heran, die jedoch alle ablehnten. Danach fiel die Wahl auf den damals 31-jährigen Francis Ford Coppola, der zuvor erst drei Filme als alleiniger Regisseur gedreht hatte.[1] Die Vorbereitungen zum Film begannen Anfang der 70er Jahre und waren zuerst von vielen Unstimmigkeiten geprägt. Coppola war zuerst wenig am Film interessiert, da er vorher kleinere Filme nach europäischem Vorbild gedreht hatte, während sich das Studio eine Adaption mit vielen Stars vorstellte, die aus Kostengründen in der Gegenwart spielen sollte. Schließlich wollte der Regisseur eine epische Umsetzung des Werkes, die sich über die gesamte erste Hälfte des 20. Jahrhunderts erstreckt.[2]
[Bearbeiten] Einfluss der Mafia
Die Mafia – Thema des gesamten Werks – wollte ursprünglich die Verfilmung verhindern. Der Produzent Albert S. Ruddy wurde bedroht, indem man eine Scheibe seines Autos zerschoss. Der Sänger und Entertainer Frank Sinatra fühlte sich durch die Figur des Johnny Fontane verunglimpft, weshalb er zusammen mit Sammy Davis Jr. auf einer Veranstaltung insgesamt 600.000 Dollar einsammelte, um damit die Produktion zu verhindern.[3] Auch die Italian-American Civil Rights League, eine Organisation mit dem Ziel der Bekämpfung des Vorurteils, alle Italiener seien Mafiosi, war von dem Vorhaben nicht begeistert. Präsident dieser Organisation war Joseph Colombo, ironischerweise selbst ein mächtiger Mafioso. Auch die Filmgewerkschaften wollten die Umsetzung erst dann unterstützen, wenn das Wort „Mafia“ aus dem gesamten Film getilgt würde.[4] Ruddy sagte dazu: „Das Wort Mafia kam einmal im Drehbuch vor, ich strich es und konnte drehen.“[3]
Viele Mafiosi erzählten später jedoch, der die Mafia stark idealisierende Film habe ihr Lebensgefühl genau getroffen, und ein Experte für organisiertes Verbrechen nannte Coppolas Werk den „beste[n] Werbespot für die Mafia, der je gedreht wurde“.[5]
[Bearbeiten] Besetzung
Auch die Besetzung des Filmes gestaltete sich wegen Uneinigkeiten zwischen Studio und Regisseur als schwierig. Coppola bestand auf Al Pacino für die Rolle des Paten Michael Corleone, was die Studioleitung aber ablehnte. Paramount wollte den Part mit Robert Redford besetzen, da sich dieser im Gegensatz zu Pacino in der Filmwelt schon einen größeren Namen erworben hatte. Hinzu kam, dass Al Pacino bei Testaufnahmen für seine Rolle nach fünfmaliger Wiederholung einer Szene von den Verantwortlichen mit der Begründung, er spiele zu sanft und zu verhalten, fast entlassen worden wäre.[6] Später gab er an, die Szene hätte ihn nicht herausgefordert, und er hätte es als lächerlich empfunden. Doch nach den Dreharbeiten seien alle, die ihn zuvor abgelehnt hatten, plötzlich für ihn gewesen. Pacino: „Aber dann konnten sie nicht verstehen, weshalb ich mit denen nichts mehr zu tun haben wollte.“[7]
Auch mit Marlon Brando als Vito Corleone war die Studioleitung nicht einverstanden. Als Hauptargumente wurden der geringe Altersunterschied zwischen dem ersten Oberhaupt der Familie Corleone und seinen Filmsöhnen genannt. So betrug der Altersunterschied von Brando zu Al Pacino und James Caan jeweils nur 16 Jahre. Außerdem erschien er für die Rolle selbst viel zu jung, da er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 47 Jahre alt war, während er im Roman als deutlich älterer Mann beschrieben wird. Des Weiteren hatte die Paramount mit Brando häufig Probleme gehabt, weil er in früheren Filmen oft zu spät zum Set gekommen war und sich sehr aufmüpfig gab.[2][8] Schließlich erhielt er doch die Rolle, nachdem der Mitbewerber Laurence Olivier aus Krankheitsgründen ausgeschieden war. Auch Frank Sinatra hatte Vito Corleone spielen wollen, war aber abgelehnt worden.[9]
[Bearbeiten] Dreharbeiten
Die Dreharbeiten begannen am 29. März und endeten am 6. August 1971.[10] Das Budget betrug sechs Millionen Dollar. Dieser Etat war der Verdienst Coppolas, dem der Produzent Albert S. Ruddy zuerst nur 2,5 Millionen Dollar zugestehen wollte.[11]
In der ursprünglichen Heimatstadt des Paten, Corleone, konnte nicht gedreht werden, da der zu diesem Zeitpunkt bereits hoch entwickelte Ort nicht mehr der Kleinstadt der 1950er Jahre entsprach. Stattdessen wich man auf die Kleinstädte Forza d’Agrò und Savoca in der sizilianischen Provinz Messina aus. In Savoca befindet sich die Traukirche von Michael und Apollonia sowie die Bar Vitelli von Michaels Schwiegervater, in der die Hochzeit gefeiert wird.[12]
[Bearbeiten] Rezeption
[Bearbeiten] Kritiken
Der Film wurde in den Vereinigten Staaten und in Europa von der Kritik gut aufgenommen. Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, der Film fessle trotz seiner Länge von fast drei Stunden „so wirksam, dass er sich nie beeilen muss“.[13]
Die Filmkritikerin Pauline Kael lobte die Spannung, „die in den Treffen bei der Düsternis der Unterwelt liegt; man bekommt den Eindruck, dass dieses geheime Leben seine eigene Poesie der Angst hat, für die Männer (und vielleicht auch für die ausgeschlossenen Frauen) wirklicher als die lichtdurchflutete Welt draußen“.[14]
In Deutschland beurteilte das Lexikon des internationalen Films das Werk als gewaltigen Gangsterfilm, der zeitgenössische Probleme der USA transparent mache und „in reißerischer Verpackung als perfekte Unterhaltung“ anbiete. Der überlange Film sei zwar nicht ohne „detaillierte Grausamkeit, wird aber vornehmlich sehenswert wegen des brillanten Spiels der Hauptdarsteller und interessiert auch als Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen.“[15]
Ulrich Behrens beschreibt den Paten als wegweisenden Film. Es habe „Shakespeare’sche Qualitäten, wie Coppola mit einem exzellenten Al Pacino als tragischem Held diese eigentümliche Welt der Mafia aufdeckt, ihre Widersprüchlichkeiten, Brüche, ihr Wertesystem, ihre spezifische Legalität außerhalb der ‚normalen‘ Strukturen, die Verbindungslinien zwischen staatlicher Legalität und Mafia-System veranschaulicht. […] Coppola hat als erster und bis heute […] unerreicht durch andere Filme, die ‚Der Pate‘ nach sich zog, diese Welt inszeniert und nahe gebracht.“[16]
[Bearbeiten] Finanzieller Erfolg
Der Film startete in den USA am 15. März 1972 in sechs Kinos in New York City und spielte bis zum Sonntag, dem 19. März, etwa 416.000 US-Dollar ein, davon ca. 300.000 am ersten Wochenende.[17][10] Der Pate spielte insgesamt (mit allen Wiederaufführungen) 245 Millionen Dollar ein, davon 110 Millionen im Ausland. Der Film war im Verhältnis zu seinem Budget von 6 Millionen Dollar ein großer finanzieller Erfolg[17] und bewahrte Paramount vor dem Ruin.[7]
[Bearbeiten] Auszeichnungen
[Bearbeiten] Academy Award 1973
Der Film wurde 1972 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. Marlon Brando sollte für seine Rolle den Oscar als bester Schauspieler erhalten, verweigerte allerdings die Annahme aus Protest gegen die Behandlung der Indianer in den USA. An seiner Stelle verlas die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung Brandos mit dem American Indian Movement. Letztlich wird dieser Oscar Brando trotzdem zuerkannt.[18][7] Der dritte Oscar ging an Mario Puzo und Francis Ford Coppola für das beste adaptierte Drehbuch. Außerdem erhielt der Film acht weitere Nominierungen; diejenige von Nino Rota für die beste Filmmusik wurde zurückgezogen, weil das Thema des „Godfather Waltz“ schon bei Fortunella benutzt worden war.[19]
Die Oscars in der Übersicht:
- Oscar für den Besten Film an Albert S. Ruddy
- Oscar für den Besten Hauptdarsteller an Marlon Brando
- Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch an Mario Puzo und Francis Ford Coppola
- Nominiert für die Beste Regie: Francis Ford Coppola
- Nominiert für den Besten Nebendarsteller: Al Pacino
- Nominiert für den Besten Nebendarsteller: James Caan
- Nominiert für den Besten Nebendarsteller: Robert Duvall
- Nominiert für den Besten Schnitt: William Reynolds und Peter Zinner
- Nominiert für den Besten Ton: Charles Grenzbach, Richard Portman und Christopher Newman
- Nominiert für das Beste Kostüm: Anna Hill Johnstone
- Nominiert für die Beste Filmmusik: Nino Rota (teils zurückgezogen)
[Bearbeiten] Golden Globe Award 1973
Bei der Verleihung der Golden Globes 1973 war der Film fünf Mal erfolgreich:
- Globe für das beste Filmdrama
- Globe für die beste Regie an Francis Ford Coppola
- Globe für das beste Drehbuch an Mario Puzo, Francis Ford Coppola
- Globe für den besten Hauptdarsteller (Drama) an Marlon Brando
- Globe für die beste Filmmusik an Nino Rota
Weiterhin
- Nominierung für den besten Hauptdarsteller/Drama an Al Pacino
- Nominierung für den besten Nebendarsteller an James Caan
[Bearbeiten] Society of Film and Television Arts Awards 1973
Der Pate war für fünf britische Filmpreise nominiert: Bester Hauptdarsteller (Marlon Brando), beste Kostüme (Anna Hill Johnstone), bester Nebendarsteller (Robert Duvall), bester Newcomer (Al Pacino) und beste Filmmusik (Nino Rota). Schließlich wurde nur Nino Rota für die beste Musik ausgezeichnet.
[Bearbeiten] Weitere Auszeichnungen
- David di Donatello als bester ausländischer Film; Al Pacino erhielt einen Sonderpreis als bester Darsteller.
- 1973 gewann Nino Rota einen Grammy Award für die beste Filmmusik.
- In den vom American Film Institute herausgegebenen Listen der „100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten“ ist Der Pate zweimal auf Spitzenpositionen platziert: In der Ausgabe 1998 auf Position 3 und in der Ausgabe 2007 auf Platz 2.
- In der Liste der 100 besten amerikanischen Thriller aller Zeiten rangiert Coppolas Werk auf Position 11.
- Vertreten ist dieser Film auch auf der von diesem Institut herausgegebenen Liste der 100 besten Filmzitate. „I’m going to make him an offer he can’t refuse.“ („Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“) steht dort auf Platz 2.
- In der 2008 veröffentlichten Liste der „10 bedeutendsten Filme in 10 klassischen Genres“ belegte Coppolas Regiearbeit im Genre der Gangsterfilme den 1. Platz.
- Die Filmmusik von Nino Rota und Carmine Coppola schaffte es auf Platz 5 der vom American Film Institute herausgegebenen Liste der 25 größten Filmmusiken aus 100 Jahren.
- Bei metacritic.com hat "Der Pate" die - überaus seltene - Bewertung von 100 Punkten erreicht.
Als besonders erhaltenswerte Produktion wurde der Film im Jahr 1990 in das National Film Registry der USA aufgenommen. Der Film war lange Zeit die Nummer eins auf der von Fans gewählten IMDb-Liste der besten Filme aller Zeiten. Seit einigen Jahren steht er jedoch auf Platz 2.[20]
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
[Bearbeiten] Chronologische Versionen
TV-Fassungen, Die Saga (The Saga), The Epic 1902-1959, The Trilogy 1901-1980, chronologische Ausgaben auf VHS und Laser-Disk[21]
[Bearbeiten] DVD und Blu-Ray
Der erste Teil des Paten erschien am 22. Juli 2001 erstmals auf DVD. Am 11. Oktober 2001 veröffentlichte Paramount alle drei Teile unter dem Titel Der Pate – DVD Collection auf vier DVDs plus einer Bonus-Disc. „Der Pate - Teil II“ ist hier auf 2 DVDs geteilt. Die Spieldauer der Kinofilme beträgt 523 Minuten.[22][23] Auf der Disc 5 ist das Bonusmaterial, u. a. mit einigen unveröffentlichten Szenen, die für die drei Filme gedreht wurden, aber in den Kinofassungen nicht enthalten sind.[24] (englisch)
Am 5. Juni 2008 veröffentlichte Paramount alle drei Teile mit vollständig restauriertem Bild und Ton und einer neuen deutschen Synchronisation unter dem Titel Der Pate – The Coppola Restoration auf insgesamt fünf DVDs. Die Kino-Fassungen von „Der Pate“ (1972) und „Der Pate - Teil II“ (1974) wurden aufwändig restauriert; dabei mussten teilweise Szenen Bild für Bild aus unterschiedlichen Quellen, wie noch existierenden Negativen, Farb-Separationen und Archiv-Kopien, wieder hergestellt werden. „Der Pate - Teil III“ (1990) war bereits auf technisch besserem Niveau gedreht und wurde lediglich remastered. Paramount gibt die Spieldauer dieser restaurierten Version der Kino-Filme mit gesamt 549 Minuten an.[25][26] Zusätzlich zu den Hauptfilmen sind auf der Disc 4 die Extras aus der 2001 DVD-Version.[27] Auf Disc 5 sind weitere, neue Features zur Entstehung des Films und seiner digitalen Aufbereitung enthalten. Diese wurden in HD erstellt.
Die Körnigkeit, Farbgebung wie auch Über-und Unterbelichtungen der Original-Filme wurden bei der Restaurierung nicht digital korrigiert, sondern bewusst beibehalten, um die Atmosphäre der Originalfassungen zu bewahren. Dies beruht auf Entscheidungen des Regisseurs Coppola und seines Kameramanns Gordon Willis und wird in einem Beitrag auf der Bonus Disc erläutert.
Am 6. Oktober 2008 erschien diese Ausgabe unter dem Titel Der Pate – The Coppola Restoration auch auf Blu-ray Disc auf insgesamt 4 Blu-ray-Discs. Disc 1 bis 3 enthalten die Kinofilme, jeweils in der ursprünglichen Fassung, Blu-ray-Disc 4 enthält das Bonusmaterial aus 2001 und das zusätzliche HD-Material aus 2008 (gleicher Umfang wie DVDs 4 und 5 aus 2008).
[Bearbeiten] Soundtrack
Der Soundtrack wurde am 26. Juli 2001 vom Label Silva auf CD veröffentlicht. Darauf sind die Stücke der Komponisten Nino Rota und Carmine Coppola aus allen drei Teilen der Trilogie enthalten, darunter auch „The Godfather Waltz“ und „The Godfather Theme“. Es spielt die Tschechische Philharmonie aus Prag. filmmusik2000.de meint, Dirigent Nic Raine sei „eine sehr überzeugende Einspielung“ der Musik gelungen, und auch heute habe das „melodiös-nostalgische Flair der Musik“ nichts von seiner Wirkung eingebüßt. Allerdings sei die recht kurze Laufzeit von rund 52 Minuten sowie die bescheidene Gestaltung der Edition etwas enttäuschend.[19]
[Bearbeiten] Synchronisation
Der Pate wurde erstmals 1972 bei der Berliner Synchron unter der Regie von Ottokar Runze synchronisiert. Im Jahr 2008 wurde für eine restaurierte DVD-Veröffentlichung bei der gleichen Firma eine neue deutsche Fassung in Auftrag gegeben.
| Rolle | Schauspieler | Synchronsprecher 1972[28][29] | Synchronsprecher 2008[30] |
|---|---|---|---|
| Don Vito Corleone | Marlon Brando | Gottfried Kramer | Helmut Krauss |
| Michael Corleone | Al Pacino | Lutz Mackensy | Lutz Mackensy |
| Santino „Sonny“ Corleone | James Caan | Thomas Stroux | Oliver Stritzel |
| Peter Clemenza | Richard S. Castellano | Richard Haller | Hans-Werner Bussinger |
| Tom Hagen | Robert Duvall | Norbert Langer | Tom Vogt |
| Capt. McCluskey | Sterling Hayden | Arnold Marquis | Bert Franzke |
| Jack Woltz | John Marley | Edgar Ott | Roland Hemmo |
| Don Emilio Barzini | Richard Conte | Christian Rode | Klaus-Dieter Klebsch |
| Virgil „Der Türke“ Solozzo | Al Lettieri | Gert Günther Hoffmann | Erich Räuker |
| Kay Adams | Diane Keaton | Traudel Haas | Traudel Haas |
| Sal Tessio | Abe Vigoda | Heinz Petruo | Engelbert von Nordhausen |
| Connie Corleone Rizzi | Talia Shire | Katrin Miclette | Alexandra Wilcke |
[Bearbeiten] Literatur
- Mario Puzo: Der Pate. Reinbek: Rowohlt, 2001, ISBN 3-499-23110-7.
- Mario Puzo: Der letzte Pate. Ullstein, 2004, ISBN 3-548-24347-9.
- Mark Winegardner: Der Pate kehrt zurück, Heyne, 2005, ISBN 3-453-43151-0.
- Mark Winegardner: Die Rache des Paten, Heyne Juni 2007, ISBN 978-3-453-43260-4.
- N. Grob, B. Kiefer, I. Ritzer (Hrsg.): Mythos DER PATE. Francis Ford Coppolas GODFATHER-Trilogie und der Gangsterfilm. Berlin 2011, ISBN 978-3-86505-311-4
[Bearbeiten] Siehe auch
- Der Pate – Teil II
- Der Pate – Teil III
- Der Pate: Die Saga
- Der Pate (Roman)
- Der Pate (Computerspiel)
- Der Pate 2 (Computerspiel)
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Pate in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sammlung von Kritiken zu Der Pate bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Der Pate in der Online-Filmdatenbank
- The-Fan.Net
- Charakterisierung Michael Corleone
- Vergleich der Schnittfassungen Kabel 1 - FSK 16 DVD von Der Pate bei Schnittberichte.com
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ moviereporter.net, abgerufen am 1. Januar 2009
- ↑ a b Die Welt am 30. Juni 2008, abgerufen am 1. Januar 2009
- ↑ a b Hamburger Abendblatt am 22. Juli 1972, abgerufen am 1. Januar 2009
- ↑ wasistwas.de, abgerufen am 1. Januar 2008
- ↑ Kinofenster.de, abgerufen am 31. Dezember 2008
- ↑ Shooting The Godfather: Bildstrecke des Guardian, abgerufen am 4. Januar 2009
- ↑ a b c http://www.the-fan.net/brando/film/025.shtml
- ↑ splashmovies.de, abgerufen am 1. Januar 2009
- ↑ Shooting The Godfather: Bildstrecke des Guardian, abgerufen am 4. Januar 2009
- ↑ a b IMDb.com, abgerufen am 2. Januar 2009
- ↑ wissen.de, abgerufen am 2. Januar 2009
- ↑ The Godfather: Shooting Locations auf jgeoff.com, abgerufen am 4. Januar 2009
- ↑ rogerebert.suntimes.com, abgerufen am 2. Januar 2009
- ↑ “The tension is in the meetings in the underworld darkness; one gets the sense that this secret life has its own poetry of fear, more real to the men (and perhaps to the excluded women also) than the sunlight world outside.” (Zitat aus Toby Young: Pauline Kael aus dem Guardian 1991, abgerufen am 2. Januar 2008
- ↑ kabeleins-Filmlexikon, abgerufen am 2. Januar 2008
- ↑ Ulrich Behrens auf follow-me-now.de, abgerufen am 2. Januar 2009
- ↑ a b Der Pate auf boxofficemojo.com, abgerufen am 3. Januar 2009
- ↑ ProSieben.de, abgerufen am 31. Dezember 2008
- ↑ a b filmmusik2000.de, abgerufen am 2. Januar 2009
- ↑ Der Pate auf Platz 2 in der IMDb
- ↑ http://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather#Chronological_versions
- ↑ http://wiki.dvdb.de/Der_pate
- ↑ http://www.dvd-sucht.de/movie.php?id=324
- ↑ http://www.thegodfathertrilogy.com/godfather_dvd_collection.html
- ↑ http://dvdspindoctor.typepad.com/dvd_spin_doctor/2008/09/review-the-godf.html
- ↑ http://www.thegodfather.com
- ↑ http://en.wikipedia.org/wiki/The_Godfather#The_Coppola_Restoration
- ↑ Eintrag in der Synchronkartei, abgerufen am 31. Dezember 2008
- ↑ Eintrag in der Synchrondatenbank, abgerufen am 31. Dezember 2008
- ↑ Eintrag in der Synchronkartei, abgerufen am 31. Dezember 2008
Das gab es nur im wilden Westen | The Terror – Schloß des Schreckens | Dementia 13 | Big Boy – Jetzt wirst du ein Mann | Der goldene Regenbogen | Liebe niemals einen Fremden | Der Pate | Der Dialog | Der Pate II | Apocalypse Now | Einer mit Herz | Die Outsider | Rumble Fish | Cotton Club | Peggy Sue hat geheiratet | Der steinerne Garten | Tucker | New Yorker Geschichten | Der Pate III | Bram Stoker’s Dracula | Jack | Der Regenmacher | Jugend ohne Jugend
Romane
Die dunkle Arena | Mamma Luzia | Der Pate | Narren sterben | Der Sizilianer | Der vierte K. | Der letzte Pate | Omertà | Die Familie
Non-Fiction
The Godfather Papers and Other Confessions | Las Vegas
Drehbücher
Der Pate | Der Pate – Teil II | Erdbeben | Superman | Superman II – Allein gegen alle | Der Pate – Teil III | Christopher Columbus – Der Entdecker
Kinderbuch
The Runaway Summer of Davie Shaw