Oleksandr Mojissejenko

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Alexander Moiseenko 2013.jpg
Oleksandr Mojissejenko, 2013
Schreibweisen ukrainisch Олександр Олександрович Моїсеєнко
Alexander Moiseenko (FIDE)
Land UkraineUkraine Ukraine
Geboren 17. Mai 1980
Seweromorsk
Titel Internationaler Meister (1998)
Großmeister (2000)
Aktuelle Elo-Zahl 2707 (Juni 2014)
Beste Elo-Zahl 2726 (September 2011)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Oleksandr Oleksandrowytsch Mojissejenko (ukrainisch Олександр Олександрович Моїсеєнко, Schreibweise beim Weltschachbund FIDE Alexander Moiseenko; * 17. Mai 1980 in Seweromorsk, Sowjetunion) ist ein ukrainischer Schachgroßmeister. Er ist gelernter Rechtsanwalt.

Mojissejenko erlernte das Schachspiel von seiner Mutter und trat im Alter von sechs Jahren der Schachgruppe des Pionierpalasts von Seweromorsk bei. 1989 zog er mit seiner Familie nach Charkiw in die heutige Ukraine. Sein erster Trainer war V. Viskin. Mit 17 Jahren begann er sein Jurastudium an der Rechtsschule in Charkiw, welche nach Jaroslaw dem Weisen benannt ist. Im dortigen starken Schachclub, für den auch die späteren GM Eljanow und Andrejew spielten, wurde er von ehemaligen UdSSR-Meister Wolodymyr Sawon trainiert.

1998 wurde Mojissejenko Internationaler Meister (IM) und 2000 Großmeister (GM). Seine bisher höchste Elo-Zahl erreichte er im September 2011 mit 2726. Mit der ukrainischen Nationalmannschaft hat er bisher an fünf Schacholympiaden teilgenommen und konnte bei den Schacholympiaden 2004 und 2010 gewinnen. Insgesamt erreichte er bei diesen Teilnahmen 23,5 Punkte aus 34 Partien.[1] Er hat für türkische, spanische und israelische Ligamannschaften gespielt.

Zu seinen Turniererfolgen als Einzelspieler gehören das Canadian Open (2003, 2004 und 2008), das Turnier in Capelle-la-Grande (2006), welches er mit 7,5 Punkten aus 9 Partien gewann, das World Open (2008) in Philadelphia sowie das Aeroflot Open (2009) in Moskau, bei dem er mit 6,5 Punkten aus 9 Partien den geteilten ersten Platz mit Étienne Bacrot erreichte. Bei der FIDE-Schachweltmeisterschaft 2004 in Tripolis erreichte er nach Siegen über Sergei Dolmatow und Viktor Bologan die dritte Runde, in der er dem Armenier Wladimir Hakobjan unterlag.

2013 wurde er in Legnica mit 8 Punkten aus 11 Partien aufgrund der besseren Feinwertung vor neun punktgleichen Spielern Schacheuropameister. Damit qualifizierte er sich auch für den Schach-Weltpokal 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Moiseenko auf OlimpBase (englisch)