Liviu-Dieter Nisipeanu

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Liviu-Dieter Nisipeanu (2013)
Liviu-Dieter Nisipeanu, 2013
Land RumänienRumänien Rumänien
DeutschlandDeutschland Deutschland
Geboren 1. August 1976
Brașov
Titel Internationaler Meister (1994)

Großmeister (1997)

Aktuelle Elo-Zahl 2686 (Juli 2014)
Beste Elo-Zahl 2707 (Oktober 2005)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Liviu-Dieter Nisipeanu (* 1. August 1976 in Brașov) ist ein rumänischer Schachspieler. Seit April 2014 spielt er für den Deutschen Schachbund.

Leben[Bearbeiten]

Nisipeanu ist der Sohn eines rumänischen Vaters und einer deutschen Mutter. Er begann seine Schachkarriere bereits als Jugendlicher zu Anfang der 1990er Jahre. 1996 gewann er ein Großmeisterturnier in Balatonberény. Im gleichen Jahr wurde er erstmals rumänischer Landesmeister und Mitglied der rumänischen Olympiamannschaft. 1997 gewann er ein starkes Turnier in Bukarest, im Jahr darauf gewann er das Zonenturnier in Krynica und qualifizierte sich für die FIDE-Weltmeisterschaft in Las Vegas 1999, bei der er sensationell bis in das Halbfinale gelangte. Er unterlag dem späteren Sieger Alexander Chalifman nach einem 2:2 in den regulären Turnierpartien erst im Schnellschachstechen.

2002 gewann er erneut die Meisterschaft Rumäniens. 2003 gewann er Turniere in Valle d'Aosta, Santo Domingo (1.–3.), Andorra und das Neckar-Open in Deizisau. 2004 gewann er in Valle d’Aosta und Pune. Nisipeanu spielte Ende der 1990er Jahre in der deutschen Schachbundesliga für den USC Magdeburg. In der Saison 2004/05 erzielte er am 1. Brett des Berliner Vereins SC Kreuzberg 8 Punkte aus 13 Partien, ab der Saison 2007/08 spielte er für die OSG Baden-Baden. Sein Schachverein in Rumänien ist der A.C.S.S. Apa Nova Bukarest. Nisipeanu liegt derzeit mit einer Elo-Zahl von 2691 auf dem zweiten Platz der deutschen Rangliste (Stand: Mai 2014), vor seinem Wechsel zum Deutschen Schachbund führte er die rumänische Rangliste an. Seine bisher höchste Elo-Zahl betrug 2707 (Oktober 2005).

Stil[Bearbeiten]

Nisipeanu spielt ein erfindungsreiches, kreatives und unterhaltsames Schach, das an den ehemaligen Weltmeister Michail Tal erinnert.

In seinem Schwarzrepertoire finden sich auf höchster Ebene eher selten gespielte Schacheröffnungen wie die Philidor-Verteidigung; er gilt außerdem als einer der gegenwärtigen Experten der Igelstellungen insbesondere der Englischen Eröffnung.[1]

Europameisterschaft 2005 in Warschau[Bearbeiten]

Nisipeanu wurde am 1. Juli 2005 Europameister der Herren in Warschau.

Nisipeanu gewann den Europameistertitel mit 10 Punkten aus 13 Runden mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem aserbaidschanischen Jungtalent Teymur Rəcəbov. In der letzten Runde besiegte er den gleichauf liegenden Slowenen Alexander Beliavsky, der durch die Niederlage auf Rang 6 zurückfiel. Nisipeanu sicherte sich mit diesem Sieg neben dem Titel eine Prämie von 20.000 Euro.

Literatur[Bearbeiten]

  • Liviu-Dieter Nisipeanu: Den König zuerst, Partiekommentar zu Nisipeanu - Volkow, Saint Vincent 2003 [2]. In: KARL. Das kulturelle Schachmagazin, 4, 2003, S. 40–44.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liviu-Dieter Nisipeanu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Igelpartien Nisipeanus finden sich unter:[1].