Emil Sutovsky

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ESutovsky10.jpg
Emil Sutovsky, Wijk aan Zee 2010
Land IsraelIsrael Israel
Geboren 19. September 1977
Baku
Titel Internationaler Meister (1993)
Großmeister (1996)
Aktuelle Elo-Zahl 2637 (September 2014)
Beste Elo-Zahl 2703 (Januar 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Emil Sutovsky (* 19. September 1977 in Baku) ist ein israelischer Schachmeister.

Sutovsky, der Schach als 4-Jähriger erlernte, emigrierte 1991 nach Israel und war bereits zuvor ein vielversprechendes Talent in der UdSSR, wo er an nationalen Jugendmeisterschaften teilnahm. 1996 wurde er in Medellín Jugendweltmeister und erhielt den Großmeistertitel von der FIDE. 1997 gewann er Turniere in Hoogeveen (vor Judit Polgár, Loek van Wely und Wassili Smyslow) und Buenos Aires, 1998 auf der Isle of Man, 1999 in Essen, 1999/2000 in Hastings.

Seinen größten Erfolg feierte er 2001, als er in Ohrid Europameister wurde, nach einem Stichkampf gegen Ruslan Ponomarjow. 2003 gewann Sutovsky die erstmals (auf dem Server von ChessBase) ausgerichtete Internet-Europameisterschaft. Zur Jahreswende 2003/04 siegte er zusammen mit Luke McShane und Miguel Illescas Córdoba in Pamplona. 2005 gewann er das Open von Gibraltar (geteilt), sowie das Aeroflot Open von Moskau und wurde zum Eliteturnier nach Dortmund im gleichen Jahr eingeladen, bei dem ihm - obwohl er nicht in die Preisränge kam – ein glänzender Sieg gegen den amtierenden Weltmeister Wladimir Kramnik gelang.

Er nahm an zwei FIDE-Weltmeisterschaften nach KO-System teil: 2000 in New Delhi schied er in der ersten Runde aus, 2001 in Moskau kam er in die dritte Runde, in der er Wassyl Iwantschuk unterlag. Israel vertrat er bislang an sechs Schacholympiaden. Sutovsky ist Präsident der Association of Chess Professionals. Außerdem ist er ausgebildeter Bariton-Sänger und tritt gelegentlich öffentlich auf.

Partiefragment[Bearbeiten]

Eine seiner besten Partien spielte Sutovsky 2005 im Turnier von Gibraltar, in welchem er geteilter Turniersieger wurde. Die untenstehende Partie gegen den englischen Großmeister Daniel Gormally, in der Sutovsky mit den schwarzen Steinen ein glänzender Angriffsieg gelang und für die er den Schönheitspreis des Turniers verliehen bekam, nannte der spätere Schachweltmeister Viswanathan Anand die beste Partie, die er je gesehen hätte.[1]

Daniel Gormally − Emil Sutovsky
Gibraltar, 2005
Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Stellung nach dem 33.Zug (33.Dg3-g4) von Weiß


Schwarz hat bereits einen Turm ins Geschäft gesteckt um seinen Angriff entfalten zu können. In dieser Stellung findet Sutovsky die zum Gewinn führende Kombination.

33...e4xf3!

Damit steht der weiße Turm b1 unter Angriff der Dame. Weiß macht den einzig sinnvollen Zug, der aber ebenfalls zur Niederlage führt.

34.Dg4xf5

Es folgt ein Zwischenschach.

34...f3xg2+ 35. Kh1-g1

Schwarz nimmt nun die Dame auf f5 gar nicht wieder, was zu einer Verluststellung geführt hätte, sondern zieht:

35...Lb2-d4+ 36.Df5-f2 (einziger Zug)

Und es folgt die Krönung der Kombination:

36...Sh5-f4!!


Weiß gab auf. Er darf mit der Dame nicht den Läufer d4 schlagen, da hierauf 37...Sf4-h3 mattsetzen würde, andererseits droht jetzt entweder Sf4-h3 bzw. Sf4-e2 matt. Auf 37.h2-h4 (einziger Zug) folgt aber 37...Sf4-e2+ 38.Kg1-h2 Ld4xf2 nebst g2-g1D und entscheidendem schwarzen Materialvorteil.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Just Checking" zitiert nach: New In Chess Magazine Nr. 3/2005, S.106