Ernesto Kasbekowitsch Inarkiew

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ErnestoInarkiev.jpg
Ernesto Inarkiew, 2010
Schreibweisen Эрнесто Казбекович Инаркиев (russisch)
Ernesto Inarkiev (FIDE)
Land RusslandRussland Russland
Geboren 9. Dezember 1985
Gebiet Osch, Kirgisistan
Titel Internationaler Meister (2000)
Großmeister (2002)
Aktuelle Elo-Zahl 2666 (Juni 2014)
Beste Elo-Zahl 2707 (Mai 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Ernesto Kasbekowitsch Inarkiew (russisch Эрнесто Казбекович Инаркиев, wiss. Transliteration Ernesto Inarkiev; * 9. Dezember 1985 im Gebiet Osch, Kirgisistan) ist ein führender kirgisisch-russischer Schachmeister.

Als Inarkiew, der nach Ernesto Che Guevara benannt wurde, 1985 in einer kleinen Ortschaft im Gebiet Osch im heutigen Kirgisistan zur Welt kam, waren seine Eltern Mitarbeiter in einem dortigen Industriekomplex. 1991 zog die Familie in die kirgisische Hauptstadt Bischkek, wo Inarkiew mit dem Schachspiel in Berührung kam. Bereits als 11-jähriger errang er den Meistertitel, 1998 (mit 13 Jahren) spielte er für Kirgisistan auf der Schacholympiade in Elista, wo er 6,5 aus 9 (+4, =5, –0)[1] erzielte und erstmals einen Großmeister bezwang. 1999 gewann er die Jugendmeisterschaft U16 Asiens. Der FIDE-Präsident Kirsan Iljumschinow war von der sportlichen Leistung des 13-jährigen dermaßen beeindruckt, dass er die Familie Inarkiews in die kalmückische Hauptstadt Elista einlud und seitdem finanziell unterstützt. Seit 2000, dem Jahr in dem er zuletzt für Kirgisistan auf der Schacholympiade in Istanbul spielte (+7, −3, =4) und den Titel Internationaler Meister erhielt, wohnt Inarkiew in Elista und wird vom russischen Star-Trainer Mark Dworezki betreut.

2001 wurde er im griechischen Kallithea (Chalkidiki) Jugendeuropameister U16. 2002 gewann Inarkiew mit einem Vorsprung von zwei Punkten die russische Jugendmeisterschaft, im gleichen Jahr erhielt er den Großmeistertitel und wurde bei der russischen Meisterschaft geteilter Sechster. 2003 gewann er das Open von Hoogeveen, 2003 und 2004 kam er beim Czech Open in Pardubice jeweils auf den geteilten zweiten Platz. 2004 erzielte er mit 6/7 ein herausragendes Ergebnis bei der Europameisterschaft für Klubmannschaften in Izmir. 2006 gewann er in Tomsk die höchste Liga Russlands, eines der bestbesetzten russischen Turniere, und qualifizierte sich damit für die russische Meisterschaft in Moskau im Dezember, bei der er mit 7 Punkten aus 11 Partien auf Platz 3 kam. Er fungierte als offizieller Kommentator beim Weltmeisterschaftskampf Wesselin Topalow gegen Wladimir Kramnik.

Seine bisher beste FIDE-Weltranglistenposition war der 35. Platz im Januar 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. OlimpBase (englisch)