Allerheiligen bei Wildon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Allerheiligen bei Wildon
Wappen von Allerheiligen bei Wildon
Allerheiligen bei Wildon (Österreich)
Allerheiligen bei Wildon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 20,51 km²
Koordinaten: 46° 55′ N, 15° 33′ O46.91416666666715.553888888889407Koordinaten: 46° 54′ 51″ N, 15° 33′ 14″ O
Höhe: 407 m ü. A.
Einwohner: 1.425 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8412
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Allerheiligen bei Wildon 240
8412 Allerheiligen bei Wildon
Website: www.allerheiligen-wildon.at
Politik
Bürgermeister: Michael Fuchs-Wurzinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11
2
1
1
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei Wildon Arnfels Berghausen Breitenfeld am Tannenriegel Ehrenhausen Eichberg-Trautenburg Empersdorf Gabersdorf Gamlitz Glanz an der Weinstraße Gleinstätten Gralla Großklein Hainsdorf im Schwarzautal Heiligenkreuz am Waasen Heimschuh Hengsberg Kaindorf an der Sulm Kitzeck im Sausal Lang Lebring-Sankt Margarethen Leibnitz Leutschach Oberhaag Obervogau Pistorf Ragnitz Ratsch an der Weinstraße Retznei Sankt Andrä-Höch Sankt Georgen an der Stiefing Sankt Johann im Saggautal Sankt Nikolai im Sausal Sankt Nikolai ob Draßling Sankt Ulrich am Waasen Sankt Veit am Vogau Schloßberg Seggauberg Spielfeld Stocking Straß in Steiermark Sulztal an der Weinstraße Tillmitsch Vogau Wagna Weitendorf Wildon Wolfsberg im Schwarzautal SteiermarkLage der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat 1425 Einwohner (Stand 1. Jänner 2014) und eine Fläche von 20,51 km².

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Allerheiligen bei Wildon (932)
  • Großfeiting (112)
  • Kleinfeiting (72)
  • Pesendorf (50)
  • Pichla (45)
  • Schwasdorf (100)
  • Siebing (123)

Katastralgemeinden sind (Fläche 2001): Allerheiligen (1.070,01 ha) und Feiting (964,03 ha).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1968 wurden die Katastralgemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.

Klima[Bearbeiten]

Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.

Geschichte[Bearbeiten]

Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.

Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.

Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.

Aufgrund der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, damals unter jesuitischer Führung, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. 1773, als der Orden der Jesuiten aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.

Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der Gemeinde Stocking zu.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Allerheiligen bei Wildon

Sehenswürdigkeiten sind:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Martin Teimer von Wildau (1778 - 1838); Tiroler Freiheitskämpfer und Militär Maria Theresia Ordensritter - Herr auf Schloss Herbersdorf und der dazugehörigen Herrschaft ist hier gestorben und in der Pfarrkirche Allerheiligen begraben.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 2012 Konrad Monsberger, Kapellmeister

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Allerheiligen bei Wildon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien