Andrew James Ogilvy

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Basketballspieler
AJ Ogilvy
Spielerinformationen
Voller Name Andrew James Ogilvy
Spitzname AJ
Geburtstag 17. Juni 1988
Geburtsort Sydney, Australien
Größe 211 cm
Position Center /
Power Forward
Vereinsinformationen
Verein Brose Baskets
Liga Basketball-Bundesliga
Trikotnummer 44
Vereine als Aktiver
2007–2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vanderbilt Commodores (NCAA)
2010–2011 TurkeiTürkei Beşiktaş Cola Turka
2011–2012 SpanienSpanien Valencia Basket Club
2012–2013 DeutschlandDeutschland Brose Baskets
Ab 00 2013 AustralienAustralien Sydney Kings
Nationalmannschaft
Seit 0 2009 Australien
Medaillenspiegel
Basketball
AustralienAustralien Australien
Ozeanienmeisterschaft
Silber 2009
Gold 2011

Andrew James „AJ“ Ogilvy (* 17. Juni 1988 in Sydney, New South Wales) ist ein australisch-irischer Basketballspieler. Nach dem Studium in den Vereinigten Staaten spielte Ogilvy als Profi bislang in Europa. In der Basketball-Bundesliga 2012/13 spielte der australische Nationalspieler für den vormaligen deutschen Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg. Für die darauffolgende Spielzeit hat er einen Vertrag bei den Sydney Kings in seinem Geburtsland unterschrieben.

Karriere[Bearbeiten]

Ogilvy ging 2007 zum Studium in die Vereinigten Staaten an die Vanderbilt University in Nashville (Tennessee). Dort spielte er für die Hochschulmannschaft Commodores in der Southeastern Conference (SEC) der NCAA. Bei den Commodores bekam Ogilvy als „Freshman“ direkt viel Einsatzzeit, da die Commodores auf den langen Positionen im „Frontcourt“ wenig Alternativen hatten, und galt bald als möglicher „Draftpick“ der am höchsten dotierten Profiliga NBA. Ogilvy spielte jedoch noch zwei weitere Spielzeiten für die Commodores, bevor er sich 2010 für den NBA-Draft anmeldete, dort jedoch letztendlich nicht von einem NBA-Klub ausgewählt wurde. Mit den Commodores erreichte er zweimal die landesweite NCAA-Endrunde; 2008 schied man dabei in der ersten Runde gegen die von dem späteren Basketball-Bundesliga-Spieler Kenny Hasbrouck angeführten schlechter eingestuften Saints des Siena College aus und 2010 unterlag man ebenfalls überraschend in der ersten Runde knapp mit einem Punkt gegen die Racers der Murray State University.

Nachdem Ogilvy 2010 im NBA-Draft nicht ausgewählt worden war, begann er seine Karriere als Profi bei Beşiktaş Cola Turka in Istanbul.[1] Mit Beşiktaş belegte er den sechsten Platz in der Abschlusstabelle und schied in der ersten Play-off-Runde um die Meisterschaft aus. Im Eurocup 2010/11 setzte man sich in der Qualifikation gegen den deutschen Vertreter Skyliners Frankfurt durch, schied aber trotz der zeitweiligen Verstärkung des früheren NBA-All-Stars Allen Iverson in der Vorrundengruppe unter anderem gegen die BG 74 Göttingen aus. Bei der Basketball-Ozeanienmeisterschaft 2011 gewann man die Play-off-Finalserie glatt gegen Neuseeland, gegen die man die Ozeanienmeisterschaft zwei Jahre zuvor noch verloren hatte, und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 2012 in London. Für die folgende Spielzeit 2011/12 wechselte Ogilvy in die spanische Liga ACB zum Verein aus Valencia. Da Ogilvy die irische Staatsbürgerschaft besitzt, spielte der australische Nationalspieler hier unter irischer Lizenz, um unter weniger restriktive Ausländerbeschränkungen für EU-Bürger zu fallen.[2] Mit den Spaniern erreichte er im Eurocup 2011/12 zum dritten Mal in deren Vereinsgeschichte das Finalspiel; der russische Vertreter BK Chimki verhinderte vor heimischem Publikum jedoch den dritten Triumph von Valencia durch einen 77:68-Finalsieg.[3] Ogilvy wurde jedoch nur in sechs Europapokalspielen mit einer durchschnittlichen Einsatzzeit von gut 15 Minuten pro Spiel eingesetzt und kam nach dem Viertelfinale nicht mehr zum Einsatz. In der spanischen Meisterschaft schied man in der Halbfinalserie gegen den Titelverteidiger und späteren Meister FC Barcelona aus.

Im Mai 2012 noch im vorläufigen Kader für die olympischen Spiele 2012 vertreten,[4] schaffte Ogilvy trotz der Verletzung von NBA-Spieler Andrew Bogut nicht den Sprung in den finalen Kader für das olympische Turnier 2012.[5] Für die Basketball-Bundesliga 2012/13 wurde Ogilvy dann vom vormaligen deutschen Double-Gewinner Brose Baskets aus Bamberg verpflichtet. Nach einer Verletzung in der Saisonvorbereitung kam Ogilvy zu wenig Spielpraxis und rutschte nach der Genesung durch Nachverpflichtungen zeitweilig wegen Einsatzbeschränkungen auf den Ausländerpositionen aus dem Einsatzkader der Bamberger, weshalb er in der regulären Saison nur sieben Einsätze hatte.[6] Zwar erreichten die Bamberger die zweite Gruppenphase der 16 besten Mannschaften im höchsten europäischen Vereinswettbewerb ULEB Euroleague 2012/13, wo sie jedoch sieglos blieben, und erreichten die Play-offs um die Meisterschaft erneut als Tabellenerster der Hauptrunde, doch Ogilvy unterschrieb nach seiner geringen Einsatzzeit für die Brose Baskets frühzeitig einen Anschlussvertrag bei den Sydney Kings in seinem Heimatland.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrew Ogilvy – Turkish Basketball League Player: 2010-2011 Regular Season. TBLStat.net, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch, Saisonstatistiken).
  2. ACB.COM: AJ Ogilvy. Liga ACB, abgerufen am 19. Mai 2013 (spanisch, Spielerprofil).
  3. Eurocup 2011-12 Final Four Main Page: BC Khimki is the new Eurocup champion! ULEB, 15. April 2012, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch).
  4. Boomers coach spoilt for London choice. ABC News (Australien), 2. Mai 2012, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch).
  5. Boomers Olympic team revealed. Basketball Australia, 22. Juni 2012, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch, Medien-Info).
  6. Andrew James Ogilvy (Brose Baskets). Basketball-Bundesliga, abgerufen am 19. Mai 2013 (Spielerprofil auf Statistikseiten).
  7. Andrew 'AJ' Ogilvy signs with the Kings. National Basketball League (Australasien), 16. April 2013, abgerufen am 19. Mai 2013 (englisch, Medien-Info).