Brose Baskets

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Brose Baskets Bamberg
Brose Baskets Logo.svg
Gegründet 1955 (als 1. FC 01 Bamberg)
Halle Stechert-Arena
(6800 Plätze)
Homepage www.brosebaskets.de
Geschäftsführer Wolfgang Heyder
Trainer Chris Fleming
Liga BBL

2011/12: 1. Platz

Farben Grau/Rot
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts
Erfolge
Deutscher Meister: 2005, 2007, 2010, 2011, 2012
Deutscher Pokalsieger: 1992, 2010, 2011, 2012

Die Brose Baskets sind eine deutsche Basketballmannschaft aus Bamberg, die fünfmal die Deutsche Meisterschaft und viermal den Deutschen Pokal gewinnen konnte. Sie ist Teil der Sportholding Franken 1st Bamberg Basketballgesellschaft mbH.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

1970 stieg der 1. FC 01 Bamberg erstmals in die Basketball-Bundesliga auf. Nach zwei Ab- und Wiederaufstiegen (Abstiege 1979 und 1983, Aufstiege 1982 und 1984) erfolgte wegen der drohenden Insolvenz des 1. FC Bamberg 1988 die Abspaltung der Basketball-Abteilung in den neu gegründeten Verein (erstmals mit Sponsor im Teamnamen) TTL Basketball Bamberg (TTL steht für Tapeten-Teppichboden-Land), ab 1995 TTL uniVersa Bamberg (uniVersa steht für uniVersa Versicherungen). 1992 wurde mit dem Pokalgewinn der erste Titel nach Bamberg geholt.

Nach finanziellen Problemen rettete 2000 die Firma TSK den Bamberger Bundesligabasketball. Das Team trat nun als TSK uniVersa Bamberg an.

Differenzen zwischen dem Hauptsponsor und dem Verein gefährdeten 2003 den Verbleib in der Basketball-Bundesliga.

Während der Saison 2003/04 bis 2005/06 trat die Bamberger Bundesligamannschaft unter dem Namen des neuen Sponsors als GHP Bamberg (GHP steht für die GHP-Unternehmensgruppe) in der Basketball Bundesliga an. Nach zwei Vizemeistertiteln in Folge konnte in der Saison 2004/05 erstmals die deutsche Meisterschaft nach Bamberg geholt werden. Durch diesen Erfolg qualifizierte sich GHP Bamberg für die ULEB Euroleague. In der darauf folgenden Saison 2005/06 erreichten die Bamberger die „Top 16“ der Euroleague. Weiterhin stand die Mannschaft im BBL-Pokalfinale und im Play-off-Halbfinale. Mit Beginn der Saison 2006/07 änderte der Verein seinen Namen in Brose Baskets, da die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG neuer Hauptsponsor wurde. In dieser Spielzeit holte die Mannschaft außerdem ihren zweiten Meistertitel. In der Saison 2007/2008 konnte man diesen Erfolg nicht bestätigen und schied in der Euroleague mit 2 Siegen in der ersten Runde aus. Im Mai 2008 vergab man die Chance auf die Verteidigung des Meistertitels und verlor bereits im Viertelfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg. Eine Woche später erklärte Trainer Dirk Bauermann seinen Rücktritt.

Am 2. Juni 2008 unterzeichnete Chris Fleming, der zuletzt beim letztjährigen Finalgegner Artland Dragons als Coach unter Vertrag stand, einen Dreijahresvertrag als Headcoach. Neben dem 38-jährigen Amerikaner wechselte auch sein langjähriger Assistent Arne Woltmann mit aus Quakenbrück zu den Brose Baskets und unterstützt den neuen Headcoach [1].

Das erste Jahr unter dem neuen Trainer verlief schwierig, mit nur zwei Punkten Vorsprung vor dem Tabellenneunten qualifizierte sich das Team knapp für die Play-offs. Dort schlugen sie dann immerhin den Tabellenzweiten MEG Göttingen, waren danach aber gegen den späteren Meister aus Oldenburg chancenlos. Im Jahr darauf verlief die Punkterunde erneut nicht optimal, doch als Fünfter qualifizierten sich die Bamberger sicher für die Endrunde. Im Pokal schafften sie es bis ins Finale des in Frankfurt ausgetragenen Top-Four-Turniers. Dort schlugen die Baskets die heimischen Skyliners mit einem Punkt Vorsprung und holten sich nach 18 Jahren den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. In den Meisterschafts-Play-offs gab es wenig Probleme mit Bonn und Braunschweig, die zuvor noch den Vorrundenersten Oldenburg aus dem Rennen geworfen hatten, und Bamberg zog klar ins Finale ein. Dort trafen sie erneut auf die Skyliners Frankfurt. Gleich das erste Heimspiel ging verloren, doch die Brose Baskets schlugen umgehend zurück und gingen in der Serie mit 2:1 in Führung. Frankfurt erzwang jedoch das Entscheidungsspiel in Bamberg, das ähnlich knapp verlief wie das Pokalfinale. Schließlich holten sich die Oberfranken mit 72:70 den Meistertitel und damit gleichzeitig das erste Double.

Für die Saison 2010/11 konnte das erfolgreiche Team der Vorsaison weitgehend zusammengehalten und gezielt verstärkt werden. Daraufhin dominierte die eingespielte Mannschaft die Punkterunde fast nach Belieben und musste in 34 Spielen nur zwei Niederlagen hinnehmen. Ebenso gewann sie den Pokalwettbewerb, dessen Finalturnier auch noch in Bamberg stattfand. Gegen Braunschweig verteidigten sie mit 69:66 den Pokalsieg des Vorjahres. In der Meisterschaft überstanden die Brose Baskets gegen die Eisbären Bremerhaven souverän das Viertelfinale. Im Halbfinale mussten sie dann aber überraschend zwei Auswärtsniederlagen gegen die Artland Dragons hinnehmen und gewannen erst im entscheidenden fünften Spiel. Im Finale gegen ALBA Berlin zeigten die Bamberger erneut Auswärtsschwächen und nachlassende Form. Im Entscheidungsspiel in der Stechert-Arena waren, nach einem guten Start der Brose Baskets, die Berliner lange Zeit in Führung. Doch die Bamberger konnten im Schlussviertel das Spiel zu einem deutlichen 72:65 drehen. Damit wurden sie zum vierten Mal deutscher Meister und schafften das zweite Double in Folge. Zudem gewannen sie in dieser Saison sämtliche Heimspiele im Pokal und in der Meisterschaft.

Erfolge [Bearbeiten]

  • 1970: Aufstieg in die 1. Basketball Bundesliga
  • 1982: Aufstieg in die 1. Basketball Bundesliga
  • 1990: Deutscher Vizepokalsieger
  • 1992: Deutscher Pokalsieger
  • 1993: Deutscher Vizemeister
  • 2003: Deutscher Vizemeister
  • 2004: Deutscher Vizemeister
  • 2005: Deutscher Meister
  • 2006: Deutscher Vizepokalsieger
  • 2006: Erreichen der Zwischenrunde der ULEB Euroleague
  • 2007: Deutscher Meister
  • 2007: Beko BBL Champions Cup
  • 2010: Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger (1. Double der Vereinsgeschichte)
  • 2010: Beko BBL Champions Cup
  • 2011: Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger
  • 2011: Beko BBL Champions Cup
  • 2012: Deutscher Meister und Deutscher Pokalsieger
  • 2012: Beko BBL Champions Cup

Spielstätte [Bearbeiten]

Die Brose Baskets tragen ihre Heimspiele seit 2001 hauptsächlich in der nach einem Stahlrohrmöbelhersteller aus Wilhermsdorf benanntenen Stechert-Arena aus.

Seit dem Umbau der Halle im Jahr 2006 fasst sie für Basketballspiele 6.800 Zuschauer und hat unter anderem neun neue VIP-Logen. Erst durch diesen Umbau ist die Halle auch für die Austragung von Spielen der ULEB Euroleague geeignet.

Von der Saison 2007/08 an finden auch einige Heimspiele in der Arena Nürnberger Versicherung statt, da die Mannschaft seitdem Teil von Franken 1st ist (siehe Kooperationspartner) und neue Fankreise erschließen will.

Vor dem Bau der Stechert Arena (früher Forum Bamberg) spielte die Mannschaft in der John-F.-Kennedy-Halle auf dem Gelände der US-amerikanischen Kaserne in Bamberg und später in der Graf-Stauffenberg-Halle. Alle Euroleague-Spiele fanden vor der Hallenerweiterung in der Arena Nürnberger Versicherung in Nürnberg statt.

Weitere wichtige Personen im Vereinsumfeld [Bearbeiten]

  • Marcus Lindner (Athletik-Trainer)
  • James Duncan (Individualtrainer)
  • Sabine Günther (Hauptgesellschafterin)
  • Norbert Sieben (Präsident)
  • Aufsichtsrat: Matthias Drewniok (Vorsitzender), Ralph Koczwara (Stellv. Vorsitzender), Sabine Günther, Stefan Adam, Norbert Burkard

Aktueller Kader [Bearbeiten]

Kader der Brose Baskets Bamberg in der Saison 2012/2013
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Goldsberry 1982 1,91 m Artland Dragons
9 DeutschlandDeutschland Karsten Tadda 1988 1,92 m A-Nat TSV Tröster Breitengüßbach
12 DeutschlandDeutschland Daniel Schmidt 1990 1,85 m U24/DL * Tröster Breitengüßbach
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Renfroe 1986 1,91 m Blancos de Rueda
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Casey Jacobsen 1981 1,98 m (C)Kapitän der Mannschaft Alba Berlin
25 SlowakeiSlowakei/DeutschlandDeutschland Anton Gavel 1984 1,89 m A-Nat Aris Thessaloniki
Forwards (SF, PF)
7 SlowenienSlowenien Boštjan Nachbar 1980 2,06 m UNICS Kasan
10 DeutschlandDeutschland Johannes Richter 1993 2,05 m U24/DL * Tröster Breitengüßbach
15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sharrod Ford 1982 2,06 m Erie BayHawks
18 DeutschlandDeutschland Manuel Rockmann 1991 1,93 m U24/DL * Tröster Breitengüßbach
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten/MazedonienMazedonien Jeremiah Massey 1982 2,02 m Krasnye Krylja Samara
55 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Matt Walsh 1982 1,98 m Spirou BC Charleroi
Center (C)
14 DeutschlandDeutschland Philipp Neumann 1992 2,10 m U24/DL Tröster Breitengüßbach
33 DeutschlandDeutschland Maik Zirbes 1990 2,07 m A-Nat TBB Trier
44 AustralienAustralien Andrew James Ogilvy 1988 2,11 m A-Nat Valencia BC
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Fleming Trainer
OsterreichÖsterreich Stefan Weissenböck Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Arne Woltmann Co-Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
(C)Kapitän der Mannschaft Mannschaftskapitän
A-Nat Nationalspieler (Erstland)
U24 Deutscher U24-Spieler
DL Doppellizenzspieler
* Zweitverein bei Doppellizenz
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 28. Februar 2013


Wechsel 2012/2013

Zugänge: Maik Zirbes (TBB Trier), Boštjan Nachbar (UNICS Kasan), Sergerio Gipson (Pau-Lacq-Orthez - Nicht mehr im Kader), Andrew James Ogilvy (Valencia BC), Sharrod Ford (Erie BayHawks), Johannes Richter (TSV Tröster Breitengüßbach), während der Saison: Jeremiah Massey (Krasnye Krylja Samara), Matt Walsh (Spirou Charleroi), Alex Renfroe (Blancos de Rueda)
Abgänge: Brian Roberts (New Orleans Hornets)[2], Tibor Pleiß (Caja Laboral), Marcus Slaughter (Real Madrid)[3], Predrag Šuput (KK Cedevita), P. J. Tucker (Phoenix Suns), Maurice Stuckey (s.Oliver Baskets), Julius Jenkins (EWE Baskets Oldenburg), während der Saison: Latavious Williams (Cajasol Sevilla), Sergerio Gipson (Limoges CSP Élite)

Ehemalige Kader [Bearbeiten]

Bekannte und wichtige ehemalige Bamberger Spieler und Trainer [Bearbeiten]

Kooperationspartner / Übernahmen [Bearbeiten]

Seit der Saison 2007/08 sind die Brose Baskets Teil von Franken 1st, einer neu gegründeten Basketball-Holdinggesellschaft, die nach eigenen Angaben die erste Basketballregion Deutschlands repräsentiert. Zu Franken 1st gehören außerdem u. a. die Franken Hexer (Pro B), der TSV Tröster Breitengüßbach (Pro B), der HD ImmoConsult Baunach (1. Regionalliga Südost), TTL Bamberg (2. Regionalliga Südost) sowie die Nachwuchs-Mannschaft der Franken Hexer und das NBBL-Team des TSV Breitengüßbach (beide NBBL Mitte). Durch diesen Zusammenschluss der Mannschaften wurde die Nachwuchsarbeit erleichtert und ausgeweitet. Tatsächlich ging aus der Bamberger Jugendarbeit in jüngster Vergangenheit nur Steffen Hamann als A-Nationalspieler hervor. Im U-20-Bereich spielen mit Basti Doreth, Karsten Tadda, Stefan Schmidt und Tim Ohlbrecht aktuell vier Franken1st-Spieler. Tim Ohlbrecht ist für die U-20-Mannschaft freigestellt. Er spielt mit 19 Jahren bereits in der A-Nationalmannschaft. Erik Land gilt als größtes deutsches Center-Talent im U-18-Bereich. Er spielt beim Kooperationspartner Breitengüßbach. Mit Dominik Schneider hat es in der Saison 2008/2009 ein weiteres Eigengewächs in den Kader der Brose Baskets geschafft.

Fans [Bearbeiten]

Trotz der relativ geringen Einwohnerzahl Bambergs (ca. 70.000) waren in der Saison 2006/07 die Heimspiele der Brose Baskets mit durchschnittlich 6.712 Zuschauern pro Begegnung deutschlandweit am besten besucht (Platz 2: ALBA Berlin mit 6.585 Zuschauern pro Spiel). Die Auslastung der Jako-Arena war mit durchschnittlich 98,77 % pro Spiel nach der Auslastung der Artland-Arena (100 % bei 3000 Plätzen) die zweithöchste.[4] Nach offiziellen Angaben musste der Verkauf von Dauerkarten für die Saison 2007/08 zum wiederholten Male bei einem Verkaufsstand von knapp 5000 gestoppt werden, um noch Karten für den Einzelverkauf und die Fans der Gastmannschaften anbieten zu können.[5]

Die Brose Baskets haben mit Faszination Basketball Bamberg außerdem den mit 819 Mitgliedern (Stand: 17. Okt. 2010) größten Basketball-Fanclub Deutschlands. Aufgrund der fanatischen Anhänger des Vereins und der breiten Begeisterung, innerhalb der relativ kleinen Stadt, bezeichnet man die Stadt in Basketballkreisen gerne als "Freak City".

Fußnoten [Bearbeiten]

  1. Fleming neuer Coach
  2. Roberts verlässt Brose Baskets (abgerufen: 1. August 2012)
  3. Slaughter wechselt nach Madrid (abgerufen: 22. August 2012)
  4. Zuschauerzahlen in der Basketball Bundesliga (abgerufen: 24. Juni 2007)
  5. Offizielle Meldung zum Dauerkartenverkauf (abgerufen: 20. Juli 2007)

Weblinks [Bearbeiten]

49.87916666666710.920555555556Koordinaten: 49° 52′ 45″ N, 10° 55′ 14″ O